2:4 – Grizzlys unterliegen Mitfavorit beim Heimspiel-Auftakt

10. September 2017 von
Kai Hospelt leitete den Haie-Sieg gegen einen chancenlosen Brückmann ein. Foto: imago/foto2press
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Wolfsburg. Auch am 2. Spieltag der Deutschen Eishockeyliga musste sich Vizemeister Grizzlys Wolfsburg dem Kontrahenten geschlagen geben. Im ersten Heimspiel unterlagen die Niedersachsen – noch immer mit knapper Personalsituation – am Sonntagabend den Kölner Haien mit 2:4 (0:2, 1:0, 1:2).


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Gogullas Doppelschlag bringt Haie in Führung

Kein Abtasten, kein Beschnuppern. Mit Tempo ging es in den Heimspiel-Auftakt in Wolfsburg. So ließ auch der erste Treffer nicht lange auf sich warten. Ryan Jones schob von links quer auf die rechte Seite zu Philip Gogulla, der frei zum Abschluss kam und das 0:1 (4.) einnetze – die Wolfsburger Verteidigung hatte zu viel Raum gelassen. Auch physisch ging es zur Sache. Einen Bandencheck von Jeff Likens nahm Blair Jones zum Anlass, die Handschuhe auszuziehen und die Fäuste fliegen zu lassen. Beide Spieler wurden mit 2+2 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe belegt (6.), wobei Likens in dieser Situation eher passiv reagierte (6.).

Die Chance zum Anschluss durch einen Penalty von Alexander Karachun konnte Gustaf Wesslau im Tor der Kölner ohne Probleme zunichte machen (8.). Im Gegenzug kamen die Haie erneut zum Zug. Wieder war es Gogulla, der von Kai Hospelt bedient, auf Jones weitergab, dieser in den Slot zurück für Gogulla auflegte, woraufhin der Nationalspieler nur noch zum 0:2 (11.) einschieben musste.

Foucault sorgt für den Anschluss

Mit wenig gefährlichen Möglichkeiten setzte sich die Partie im Mittelabschnitt zunächst fort, doch die Grizzlys kamen besser in das Spiel. In Unterzahl zeigten sich die Hausherren gewohnt stark und konnten mehrmals aus ihrem Drittel ausbrechen, doch der Schwede im Kölner Tor entschärfte jeden Konter – bis sich Kris Foucault nach einem maßgenauen Pass von Likens durchsetzen und Wesslau im Alleingang zum 1:2 (33.) überwinden konnte. In der Folge ging die Post ab, das Spiel nahm an Geschwindigkeit zu und wurde extrem rasant, die Wolfsburger erhöhten den Offensivdruck und suchten unter lautstarkem Gesang der 2525 Zuschauer in der Eis Arena nach dem Ausgleich.

Lalonde besiegelt Haie-Sieg

Die Grizzlys blieben angriffslustig, doch auch die Haie wollten sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen – und erhöhten auf 1:3 (47.). Im Powerplay zog Frederik Eriksson in Richtung Tor ab, Gogullas Kelle fälschte zur Bande ab, Kai Hospelt zauberte den Abpraller in einem extrem spitzem Winkel in das lange Eck – Brückmann hatte keine Chance. Im Powerplay, bereits vier Minuten vor Ende der Partie, schickte Pavel Gross den Extraattacker, um in doppelter Überzahl zu punkten.

Der Plan ging auf: Mark Voakes schob von rechts auf Brent Aubin, der schoß, Wesslau parierte, Furchner schnappte sich den Rebound und knallte das Spielgerät zum 2:3 (57.) rein. Die Kölner Antwort hatten sofort die Antwort parat. Nur 21 Sekunden später platzierte Shawn Lalonde die Scheibe zum 2:4 (57.) in Brückmanns Netz.

„Wir haben uns mehr vorgenommen nach dem Spiel in Mannheim, es ist uns heute nicht gelungen. Ich gratuliere den Haien zu dem verdienten Sieg“, lautete Grizzlys-Cheftrainer Pavel Gross‘ knapper Kommentar nach dem Spiel.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (4:00) Philip Gogulla (Jones, Ehrhoff), 0:2 (10:11) Philip Gogulla (Jones, Hospelt), 1:2 (32:23) Kris Foucault (Likens), 1:3 (46:31) Kai Hospelt (Erkisson, Gogulla), 2:3 (56:30) Sebastian Furchner (Aubin, Voakes/PP1/EA)), 2:4 (56:51) Shawn Lalonde

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