5:1 – Grizzlys fegen Haie in Spiel 4 vom Eis

16. März 2017 von
Grizzlys ließen Haien keine Chance. Foto: Reinelt/Presseblen.de

Wolfsburg. Mit einer starken Leistung besiegten die Grizzlys Wolfsburg am Mittwochabend vor 4154 Zuschauern die Kölner Haie mit 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) und erhöhten die Führung in der Playoff-Viertelfinalserie auf 3:1.


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Grizzlys mit besseren Chancen und früher Führung

Mit viel Tempo, aber weniger physisch als in den letzten beiden Spielen, startete diese vierte Begegnung in der Serie der letzten Acht. In der 4. Minute die erste Strafe gegen die Haie. Die Grizzlys in Überzahl, fanden die große Chance erst zwei Sekunden vor Ablauf der Strafzeit. Jeff Likens schoß mittig von der blauen Linie, Nick Johnson verlängerte in das Tor zum 1:0 (6.).

Die Haie hinterließen zunächst nicht den Eindruck, dass es hier um etwas gehen würde. Trotz ausgeglichenem Schussverhältnis, erspielten sich Gastgeber die besseren Möglichkeiten heraus. Gustaf Wesslau im Tor der Kölner, hatte jedenfalls alle Hände voll zu tun. Erst zum Drittelende wurden die Kölner etwas gefährlicher.

Kölner insgesamt zu schwach in der Offensive. Foto: Reinelt/Presseblend.de

Haie halten gegen, bleiben aber ohne Erfolg

Die ersten Minuten des Mittelabschnittes gehörten dann auch den Gästen. Der erfolgreiche Abschluss fehlte jedoch nach wie vor, wobei ein abermals sehr stark spielender Felix Brückmann im Tor der Grizzlys seinen Anteil daran hatte. 

In der 24. Minute kam der Schock für die Haie. Brent Aubin verfrachtete die Scheibe aus kurzer Distanz mit der Genauigkeit eines Scharfschützen in das rechte obere Eck zum 2:0. Die ohnehin schon bombastische Stimmung in der Eisarena erreichte nun einen vorläufigen Höhepunkt, kippte dann aber kurzzeitig als Philip Riefers verletzt das Eis verlassen musste. Riefers wurde von Lalonde gecheckt, jedoch sauber und demnach ohne Bestrafung.

Der aufgekommene Kampfgeist der Kölner wurde weiterhin nicht belohnt. Brückmann schien unüberwindbar, aber auch der Schwede auf der anderen Seite verhinderte schlimmeres für die Rheinländer. Diese erspielten sich nun insgesamt mehr Chancen, gefährlich waren davon jedoch nicht wirklich viele. 

Kurz vor Drittelende trat Dane Byers, nach seiner unschönen Aktion gegen Brent Aubin in Spiel 2, erneut negativ in Erscheinung. Seine Emotionen offensichtlich nicht unter Kontrolle, ging er seinen Gegenspieler mehrmals an und war auch vom Schiedsrichter kaum zu bändigen. Folgerichtig erhielt er eine 10-minütige Disziplinarstrafe.

Zwei mal musste ein Grizzly verletzt das Eis verlassen. Foto: Reinelt/Presseblend.de

Grizzlys düpieren die Haie

Die Grizzlys starteten in Unterzahl in das Schlussdrittel. Trotz des hohen Drucks konnten die Gäste auch diese Gelegenheit nicht für sich nutzen, während sich die Wolfsburger immer wieder aus ihrem Drittel kämpften.

Nach 45 gespielten Minuten nahmen die Gastgeber das Spiel endgültig in ihre Hände. Mit viel Druck zum Tor und eng gespielter Verteidigung, ließen sie den Haien kaum Luft zum Atmen. Zwei Minuten später wurden sie dafür auch belohnt. Mark Voakes lief auf Wesslau zu, täuschte an und zimmerte den Puck in den linken Winkel zum 3:0 (47.). Unklar blieb, weshalb der Kölner Sebastian Uvira während das Tor fiel, nach einem Stockschlag im Drittel der Grizzlys lag und kein Pfiff ertönte.

Schockstarre nicht nur bei den Kölner Fans, auch die Haie unten auf dem Eis hatten dem DEL-Vizemeister nichts mehr entgegenzusetzen. Dieser wiederum drehte nochmal richtig auf. Mark Voakes lief alleine in das Drittel des Roadteams, in kurzer Distanz zu Wesslau schob er die Scheibe nach rechts auf den ihm gefolgten Fabio Pfohl, der nahm das Ding direkt ab und schoß den Hammer zum 4:0 (51.) an einem chancenlosen Goalie der Kölner vorbei in das Netz.

Nur 14 Sekunden später: Der Hallensprecher hatte noch nicht einmal das letzte Tor zu Ende kommentiert, als die Torsirene erneut ertönte. Gerrit Fauser kämpfte sich durch und schob erneut für die Grizzlys zum 5:0 (51.) ein. In der Folge tauschte Haie-Coach Cory Clouston Gustaf Wesslau gegen Daniar Dshunussow ein. Diesen Spielstand würden sich wohl auch die Spieler des abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg wünschen, die auf Einladung der Grizzlys heute zu Gast waren.

Das bis hierhin weniger körperbetonte Spiel, im Vergleich zu den vorangegangenen Partien, zeigte nun wieder gewohnte Szenen. Die Kölner kassierten mehrere Strafen hintereinander, darunter zwei 20-minütige Disziplinarstrafen. Die Grizzlys bewahrten mit nur zwei kleinen Strafen in der letzten Hälfte des Schlussabschnittes die bessere Disziplin. 

Den Ehrentreffer holten sich die Gäste kurz vor Ende des Spiel aber doch noch. Ex-NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff zog nach Pass von Philip Gogulla von der blauen Linie zum 5:1 ab. In den letzten Sekunden des Spiels erwischte es dann auch noch Alexander Dotzler, der nach Beinstellen von Lalonde verletzt das Eis verlassen musste. Lalonde bekam dafür 5 Minuten plus 20 Minuten Disziplinarstrafe.

Gustaf Wesslau musste fünfmal hinter sich greifen. Foto: Reinelt/Presseblen.de

Grizzlys-Trainer Pavel Gross nach dem Spiel: „Das Ergebnis entspricht natürlich nicht dem Spielverlauf auf dem Eis. Wir haben mal wieder zur richtigen Zeit die richtigen Tore geschossen und Felix war überragend heute. Wir müssen uns am Freitag noch besser präsentieren.“

Am kommenden Freitag (19.30) treten die Grizzlys wieder in die Kölner Lanxess Arena zur fünften Begegnung des Viertelfinales an und haben dort die Chance, den Halbfinaleinzug mit einem Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (05:03) Nicholas Johnson (Likens, Mulock/PP1), 2:0 (23:31) Brent Aubin (Riefers, Voakes), 3:0 (46:16) Mark Voakes, 4:0 (50:09) Fabio Pfohl (Voakes), 5:0 (50:23) Gerrit Fauser (Likens, Haskins), 5:1 (58:01) Christian Ehrhoff (Gogulla, Hager)

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