Das war 2017: Ein Handelfmeter spaltet die Region

30. Dezember 2017 von
Die (Fehl-) Entscheidung des Tages: Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigt Handelfmeter und Gelb für Gustav Valsvik. Fotos: Agentur Hübner
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Wolfsburg/Braunschweig. Runde eins ging an den VfL Wolfsburg. Ein mehr als umstrittener Handelfmeter von Mario Gomez sorgte am Vatertag vor 29.100 Zuschauern für einen schmeichelhaften 1:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig. 


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Keine Fingerspitze bei Handelfmeter

35 Minuten lang war das erste Relegationsspiel um die Bundesliga ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Dann zeigte Schiedsrichter Sascha Stegemann auf den Punkt. Gustav Valsvik hatte einen Schuss von Daniel Didavi an die Hand bekommen. Eine klare Fehlentscheidung, bei der Mario Gomez zuvor den Ball mit der Hand gespielt hatte. Sie brachte den Gastgebern die Führung durch den deutschen Nationalspieler. Es war der Knackpunkt in diesem Spiel, in dem die Gäste aus Braunschweig auch danach das bessere Team waren. 

Beide Teams schenkten sich nichts. Bei toller Fußballatmosphäre war von Beginn an kein Klassenunterschied zu erkennen. Der VfL Wolfsburg, bei dem Trainer Andries Jonker erneut auf Philipp Wollscheid in der Viererkette und Christian Träsch auf rechts setzte, hatte aus dem Spiel heraus keine echten Torchancen, spielte aber genau wie Braunschweig beherzt und im 4-4-2. Viele Fouls ließen wenig Spielfluss zu. Wolfsburg hatte oft den Ball, fand aus dem Spiel heraus aber keine Mitte gegen die Blau-Gelben. Einen Freistoß von Malli verpasste Luiz Gustavo (2.), danach Gomez nur knapp (11.), einen weiteren von Didavi fing Fejzic sicher (20.).

Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Mirko Boland, der eine Flanke von Nyman knapp neben das Tor setzte (23.). Zehn Minuten später lief Nik Omladic von rechts ein, zog aber allzu harmlos ab (33.). Es folgte der strittige Handelfmeter, nach dem die Gäste aus Braunschweig noch Chancen durch Jan Hochscheidts Distanzschuss (36.) und Nymans Kopfball nach einer Flanke von Ken Reichel herausspielten (45.). 

Kurz nach der Pause traf Didavi nach einem Konter das Außennetz, nachdem er schon an Fejzic vorbei war (50.). Fünf Minuten später rettete der Braunschweiger Keeper mit einer Großtat, als er gegen Gomez abtauchte und die Hand an den Kopfball bekam (55.). Nach einer Stunde wechselte Löwencoach Lieberknecht Domi Kumbela und Patrick Schönfeld für Nyman und Moll ein. Bitter: Kumbela hatte eine gute Situation (66.), bevor er, am Oberschenkel angeschlagen, wieder raus musste. Lieberknecht zog mit Hendrick Zuck seine letzte Option (72.) und stellte um auf 3-4-3. 

Aus dem Spiel war etwas die Luft raus. Die Fanlager präsentierten sich weiterhin sehr lautstark, vor allem als Ashkan Dejagah für Didavi eingewechselt wurde (82.). Ein Distanzschuss von Reichel in die Arme von Koen Casteels war in der Nachspielzeit die letzte Möglichkeit dieser Partie aus dem Spiel heraus. Brisant: bei der Szene wurde ein Braunschweiger im Strafraum wüst umgerissen. Hierfür gab es keinen Strafstoß. Teil 2 folgt am Montag (20.30) in Braunschweig.

Beide Teams gingen beherzt zur Sache: Nik Omladic gegen Josuha Guilavogui. Quirin Moll ist dicht dran. Foto: Agentur Hübner

Zahlen & Fakten

VfL Wolfsburg: Casteels, Träsch, Knoche, Wollscheid, Gerhardt, Guilavogui (72. Arnold), Luiz Gustavo, Malli, Didavi (82. Dejagah), Ntep (46. Vieirinha), Gomez Trainer: Andries Jonker

Eintracht Braunschweig: Fejzic, Sauer, Decarli, Valsvik, Reichel, Moll (60. Schönfeld), Boland, Omladic, Hochscheidt, Nyman (60. Kumbela/72. Zuck), Hernandez Trainer: Torsten Lieberknecht

Torfolge: 1:0 Mario Gomez (35. HE)

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