DFB-Pokal: Wolfsburg glanzlos eine Runde weiter dank Camacho

13. August 2017 von
Etwa 1.000 Wolfsburger Anhänger waren mitgereist. Fotos: Agentur Hübner
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Norderstedt. Der VfL Wolfsburg hat die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Beim Regionalligisten FC Eintracht Norderstedt 03 siegten zahnlose „Wölfe“ am Sonntagnachmittag bei einer schwachen Vorstellung mit 1:0. Neuzugang Ignacio Camacho erzielte vor 4.500 Zuschauern das Tor des Tages im Edmund-Plambeck-Stadion. 


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Lust- und luftloser Auftritt

„Pflichtaufgabe erfüllt“ steht im Arbeitsnachweis der Wolfsburger Fußballprofis nach der ersten DFB-Pokalrunde in Norderstedt. Es hat schon ein wenig Aussagekraft, dass für den Sieg eine Ecke herhalten musste – Eintracht Norderstedt und Trainer Dirk Heyne hatten ihre Hausaufgaben mehr als gemacht.

VfL-Cheftrainer Andries Jonker setzte in der Startelf auf Yunus Malli für den angeschlagenen Daniel Didavi und Youngster Kaylen Hinds auf dem linken Flügel. Die in blau spielenden Gäste hatten von Beginn an mehr Ballbesitz, kamen jedoch nicht durch. Norderstedt engte die Kreise der Profis geschickt ein und hielt zweikampfstark dagegen. Bis auf einen Pfostenschuss von Jakub Blaszczykowski blieb der Tag von FC-Keeper Johannes Höcker im ersten Durchgang ereignislos. Bitter für den VfL: Zehn Minuten vor der Pause verletzte sich Neuzugang John Anthony Brooks am Oberschenkel. Felix Uduokhai kam für den Innenverteidiger, der wohl länger auszufallen droht. 

Torjubel: Ignacio Camacho trifft nach Ecke von Malli. Foto: Agentur Hübner

Camacho trifft nach Malli-Ecke

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste Glück, als Philipp Koch einen Freistoß an den Pfosten nagelte. Kurz darauf stand Ignacio Camacho bei einer Ecke von Malli frei am langen Pfosten und köpfte ein (59.). Die Führung brachte Wolfsburg keinen Rückenwind. Der bis dahin unsichtbare Mannschaftskapitän Mario Gomez scheiterte in der Schlussphase doppelt aussichtsreich. Erst segelte sein Aufsetzer aus spitzem Winkel über den Querbalken (80.), dann spitzelte der deutsche Nationalspieler eine Hereingabe frei vorm leeren Tor vorbei (89.). Der Schuss des eingewechselten Georges Ntep war leichte Beute für Höcker. 

Norderstedt setzte in der Schlussphase noch einmal gekonnte Nadelstiche. Der gerade eingewechselte Linus Meyer düpierte auf rechts Verhaegh und Udukhai und flankte scharf auf Sinisa Veselinovic, der knapp vorbei köpfte (84.). Kurz darauf musste Casteels gegen den Ex-Braunschweiger Felix Drinkuth alles riskieren. Die Wolfsburger Führung wackelte bedenklich. Andries Jonker brach Josuha Guilavogui für die letzten Minuten, die der VfL schadlos überstand. „Ich glaube, dass wir ein hervorragendes Spiel gemacht haben“, betonte Mario Gomez nach dem Spiel bei Sky und erklärte: „Wir müssen nur die Tore machen. Der Ball wollte heute bei mir einfach nicht rein, ich hätte noch drei Stunden spielen können.“

 

Musste verletzt raus: John Anthony Brooks. Foto: Agentur Hübner

Zahlen & Fakten

FC Eintracht Norderstedt: Höcker, Marxen, Bojagdian, Mandic, Rose, Toksöz (80. Meyer), Koch, Bron, Kummerfeld (70. Kunath), Drinkuth, Lüneburg (65. Veselinovic) Trainer: Dirk Heyne

VfL Wolfsburg: Casteels, Verhaegh, Knoche, Brooks (37. Uduokhai), Gerhardt, Bazoer, Camacho, Blaszczykowski, Malli (87. Gulavogui), Hinds (74. Ntep), Gomez Trainer: Andries Jonker

Torfolge: 0:1 Ignacio Camacho (60. Malli)

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