Drama in Berlin! Grizzlys verlieren Bärenduell hauchdünn

23. Januar 2018 von
Die Partie gipfelte in dramatischen Schlussminuten. Foto: imago/Contrast
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Berlin/Wolfsburg. Am 45. Spieltag der DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg den Eisbären Berlin ganz knapp mit 2:3 (0:1, 0:0, 2:2). Dabei lag der Vizemeister am Dienstagabend rund zwei Minuten vor Schluss mit drei Toren zurück und feierte mit einem Doppelschlag ein phänomenales Comeback – der Treffer zum Ausgleich zählte nach Videobeweis nicht.


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Ohne Kapitän – Wurm dabei

Mit Kris Foucault, Marcel Ohmann, Alex Roach und Tyler Haskins mussten die Grizzlys auf vier Akteure verzichten. Der Kapitän hatte sich eine Oberkörperverletzung zugezogen. Dafür stand, wie geplant, Armin Wurm wieder auf dem Eis.

Rückstand durch zu viele Strafen

Auf Augenhöhe gingen die Kontrahenten in die Partie, der Vizemeister verspielte sich seine Möglichkeiten jedoch durch unnötige Strafzeiten. Es dauerte nur eine Minute, da mussten die Gäste das erste Mal in die Unterzahl. Außer einem Pfostenschuss von Michael Dupont blieben die Berliner hierbei ungefährlich (5.). Die großen Möglichkeiten blieben für beide Teams im ersten Drittel aus und auch die Anzahl der Torschüsse ließ zu wünschen übrig, dennoch ließen sich die Hauptstädter im dritten Powerplay nicht ein weiteres Mal bitten und brachten sich durch eine Rakete von Jamie MacQueen, die mit 126 km/h in Felix Brückmanns Kasten einschlug, mit 1:0 (16.) in Führung

Defensiv stark – vorne zu wenig

Auch im Mittelabschnitt haperte es an klaren Chancen. Die Eisbären drückten mit ablaufender Uhr offensiv immer mehr, sahen sich dabei allerdings aufmerksamen Niedersachsen entgegen, die hinten dicht hielten, aber vorne noch nach Ideen suchten. Zur Spielmitte ließ Jimmy Sharrow einen Hammer von der blauen Linie los, doch trotz dreifachem Abfälschen fand das Spielgerät nicht den Weg ins Tor (28.) – richtig gefährlich war auch dieser Versuch nicht. Dafür schmückten sich die Schwarz-Orangen erneut mit Strafzeiten. Eine erste Überzahlmöglichkeit währte nicht lange, da Alex Weiß – kurz zuvor erst wieder auf das Eis gekommen – gleich wieder in die Kühlbox musste (34.). Der Rekordmeister scheiterte dafür an mangelnder Effektivität: Man biss sich zwar im Drittel des Roadteams fest, hatte in den letzten Minuten des zweiten Abschnitts trotzdem keine Mittel gegen die standfeste Defensive parat.

Eisbären erhöhen

Das Schlussdrittel sah nicht groß anders aus, auch wenn die Grizzlys die ersten Möglichkeiten hatten – nicht zwingend genug, auch Berlin stand hinten sicher. Sebastian Furchner kam, nach Zuspiel von Philip Riefers, früh zu einer Chance, verpasste die Scheibe jedoch knapp (43.). Kurz darauf hatte es Brent Aubin alleine in der Hand, scheiterte dabei an Petri Vehanen (44.). Im Gegenzug hätte Louis-Marc Aubry noch eins drauflegen können, doch Brückmann verneinte (49.) – drei Minuten später war der Goalie allerdings chancenlos: Nach einer klasse Chance von Stephen Dixon, der die Scheibe per Direktabnahme an den Pfosten knallte, schnappte sich Aubry im nächsten Angriff mit blitzschneller Reaktion einen Abpraller und zog kaltschnäuzig zum 2:0 (53.) ab. 

Dramatik pur!

Drei Minuten vor Spielende wurde es dramatisch: Gross ging auf volles Risiko und zog seinen Goalie zugunsten des Extraattackers aus dem Tor ab, doch statt des gewünschten Erfolges erhöhte Danny Richmond auf 3:0 (58.). Aber die Partie war noch nicht entschieden: Ein von Stephen Dixon verwandelter Penalty brachte den Gästen den Ehrentreffer zum 3:1 (59.) ein. Die Nummer 90 der Automobilstädter verließ erneut das Eis und diesmal zahlte sich der Extraangreifer aus – Gerrit Fauser, erst heute für Olympia nominiert, jagte die Scheibe zum 3:2 (59.) in die Maschen. Wenige Sekunden darauf stand der Stürmer im Berliner Torraum, Vehanen war geschlagen und Kamil Kreps feuerte das 3:3 ins Netz – War das Wunder geschehen? Nein! Kein Tor nach Videobeweis, der Unparteiische entschied auf Torhüterbehinderung (60.). Eine sehr lange letzte Minute endete mit der fünften Grizzlys-Niederlage in Folge.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (15:12) Jamie MacQueen (Baxmann, Oppenheimer/PP1), 2:0 (52:06) Louis-Marc Aubry (Rankel, Richmond), 3:0 (57:12) Danny Richmond (Sheppard/EN), 3:1 (57:24) Stephen Dixon (PS), 3:2 (58:21) Gerrit Fauser (Kreps, Voakes/EA)

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