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Eintracht und der eigene Leistungstest

5. Januar 2016 von
Expertise im eigenen Hause: David Lehmann beim Laktattest, hier bei der Blutabnahme mit Ken Reichel. Foto: Agentur Hübner
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Braunschweig. Bei eisigen Temperaturen und leichtem Schneefall haben Eintrachts Profifußballer zum Wochenbeginn den Leistungsdiagnostiktest durchgeführt, der nach jeder Sommer- und Winterpause ansteht. David Lehmann (Eintracht Braunschweig) und Dr. Helge Knigge (Deutsche Sporthochschule Köln) haben die Prozedur und die Aufgabenstellung erklärt.


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Sparsame Eintracht ist Vorreiter bei der Leistungsdiagnostik

„Das ist ja in gewisser Weise der leistungsspezifische Status Quo-Wert, der vor der Rückrunde erhoben wird. Ausgehend von den heutigen Daten generieren die Trainer trainingssteuernd die Intensität und können für den ein oder andern Spieler spezifische Schwächen oder Optimierungsbereiche feststellen“, sagt Helge Knigge von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Bei Eintracht ist David Lehmann dafür verantwortlich. „Ich mache das seit anderthalb Jahren. Wir haben uns Gerätschaften und was man so braucht angeschafft. Das Know-How habe ich bei Herrn Knigge u.a. an der Sporthochschule in Köln erlangt“ sagt er.

Jürgen Rische nimmt eine Probe von Gerrit Holtmann. Foto: Frank Vollmer

Jürgen Rische nimmt eine Probe von Gerrit Holtmann. Foto: Frank Vollmer

Bei den Löwen arbeitet man dadurch ein wenig anders als bei den restlichen Proficlubs. Die lassen die Tests in der Regel von Spezialisten ausführen, die dann in die Trainingslager kommen müssen. „Das ist bei vielen Vereinen der Fall und kostet relativ viel Geld“, so Lehmann. „Wir erheben die Werte selber, können diese selbst analysieren und schicken die Ergebnisse nur noch an eine andere Stelle mit der wie dann kommunizieren und uns austauschen.“ Helge Knigge sieht das positiv: „Viele andere Vereine geben das komplett extern ab. Eintracht Braunschweig hat es geschafft, sich über die Personalie von David Lehmann ausreichend Expertise in den Laden zu holen und immer mal wieder mit Rückkopplung mit uns in der Sporthochschule und am Olympiastützpunkt die betreffenden Daten zu generieren“.

Wer im weiten Stadionrund Anweisungen geben will, muss erfinderisch sein. Foto: Frank Vollmer

Wer im weiten Stadionrund Anweisungen geben will, muss erfinderisch sein. Foto: Frank Vollmer

Was ist der Laktattest: Es ist ein stufenweise ansteigender Lauftest. Die Geschwindigkeit wird in regelmäßigen Intervallen gesteigert. Im Standardtest des Deutschen Fußball-Bundes wird beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h begonnen. Dann wird die Geschwindigkeit stufenweise nach drei Minuten um jeweils zwei km/h erhöht, bis der Fußballer abbrechen muss. Am Ende jeder Stufe wird aus dem Ohrläppchen ein kleiner Tropfen Blut entnommen. Die Daten werden am PC in ein Koordinatensystem eingetragen. Es entsteht eine Leistungskurve, an der die Trainer sich orientieren können.

Der Rest ist Laufarbeit. Foto: Frank Vollmer

Der Rest ist Laufarbeit. Foto: Frank Vollmer

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