Finale Spiel 1: Wolfpack legt vor – 84:68-Sieg über Panthers

14. April 2018 von
Effektive Vorstellung: Christine Hyde steuerte 19 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists bei. Foto: Jan F. Helbig/PresseBlen.de/Archiv
Wolfenbüttel. Das Wolfpack Wolfenbüttel ist perfekt in die Finalserie gegen die GiroLive Panthers Osnabrück gestartet und hat sich das erste Spiel mit 84:68 (41:40) gekrallt. Ein Schlüssel zum Erfolg war die Defensivleistung im dritten Viertel, als das Team von Coach Frank Lagerpusch die Gäste bei nur acht Punkten hielt. Brianna Rollerson legte wieder einmal ein beeindruckendes Double-Double mit 20 Punkte und 21 Rebounds auf.

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Nervöser Beginn des Wolfpacks

Wolfpack gegen Panthers, im Vorjahr noch ein spannendes Halbfinale mit positivem Ausgang für die Wolfenbüttelerinnen, sollte in dieser Saison ein packendes Finale versprechen. Knapp 500 Zuschauer in der Sporthalle am Landeshuter Platz sollten zudem für eine finalwürdige Atmosphäre sorgen, von Minuten eins an brodelte es in der Halle. Doch den besseren Start erwischten die Gäste aus Osnabrück, angeführt von der starken Montenegrinerin Milica Milosev zogen sie auf 16:4 davon – Timeout Wolfenbüttel. „Die Mädchen waren zu Anfang noch sehr nervös“, erklärte Trainer Lagerpusch: „Wir haben ihnen in der Auszeit verdeutlicht, dass sie hier nichts zu verlieren haben und sich auf ihre Stärken konzentrieren sollen.“

Die Worte zeigten Wirkung: Christine Hyde und Leonie Rosemeyer brachten die Wolfenbütteler Basketballerinnen mit zwei Dreiern zurück ins Spiel. Bis zum Ende des Viertel konnten sie gar die Führung ergattern (29:24). Im zweiten Viertel sanken die Wurfquoten auf beiden Seiten, die Gastgeberinnen waren aber die spielbestimmende Mannschaft. Mit einer kurzen Schwächephase vor Pause ließen sie die Panthers jedoch wieder auf einen Punkt heranrücken.

Rollerson dreht in Halbzeit zwei auf

Im dritten Abschnitt wurde US-Girl Brianna Rollerson nach und nach zur dominanten Figur des Spiels. War sie in der ersten Halbzeit noch kalt gestellt worden durch permanentes Doppeln der Gäste, so drehte sie nun richtig auf. Offensiv war sie von den Panthers kaum in den Griff zu bekommen, aber sie scorte nicht nur, sondern bestimmte auch das Rebound-Duell nach Belieben (18 Punkte, 15 Rebounds in Halbzeit zwei).

Alleine hatte Rollerson 21 der insgesamt 44 Wolfpack-Rebounds abgegriffen, die Gäste holten nur 30 Abpraller. „Wenn wir das Rebounding gewinnen, dann gewinnen wir auch das Spiel“, stellte Lagerpusch generell fest und das große Faustpfand der „Wölfinnen“ heraus. Zwischenzeitlich führten die Gastgeberinnen so mit bis zu elf Punkten, mit 59:48 ging es in den Schlussabschnitt. In diesem hatte das Wolfpack einen guten Spielfluss im Angriff und konnte so das Spiel in siegessichere Gefilde bringen.

Nena Trajchevska: der Ruhepol

Im Hexenkessel „LaPla“ hatte das junge Team aus Wolfenbüttel kühlen Kopf behalten, eine Akteurin holte sich in dieser Kategorie ein Sonderlob des Trainers ab: „Nena Trajchevska“, so Lagerpusch, „hat sehr ruhig agiert und uns mit souveränen, einfachen Sachen zurück ins Spiel gebracht.“ Darüber hinaus imponierte Scharfschützin Leonie Rosemeyer: „Immer wenn das Spiel zu kippen drohte, hat sie uns mit ihren Dreiern in der Partie gehalten.“ Auch Christine Hyde präsentierte sich gewohnt stark und mit vier Vorlagen enorm teamdienlich – wie die gesamte Mannschaft, die 17 Assists verteilte.

„Heute sind wir alle happy und freuen uns über den Sieg. Aber es ist eben nur einer und in der kommenden Woche geht es wieder bei Null los“, betonte Frank Lagerpusch. Voll fokussiert und ohne einen Deut nachzulassen wolle man sich in der Woche auf das zweite Spiel vorbereiten, um vielleicht schon am nächsten Sonntag alles klarzumachen. „Der Druck liegt in jedem Fall auf Seiten der Osnabrückerinnen“, bemerkte der Coach abschließend. 

Zahlen & Fakten

Viertelübersicht: 29:24, 12:16, 18:8, 25:20

Wolfpack Wolfenbüttel: Rollerson 20 (21 Reb), Hyde 19, Trajchevska 16, Leonie Rosemeyer 14 (4/7 Dreier), Draganova 7, Simon 5, Nina Rosemeyer 3, Behrendt, Goetschmann Coach: Frank Lagerpusch

GiroLive Panthers Osnabrück: Taylor 14 (9 Ass, 6 Steals), Eichmeyer 10, Milosev 10, Strozyk 10, Myers-Sanders 9, Knopp 5, Gustafsson 3, Iiskola 3, Dölle 2, Tews 2 Coach: Mario Zurkowski

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