Flüchtlingsintegration bei der FSV Adenbüttel Rethen

20. Februar 2017 von
Die 2. Herren der FSV Adenbüttel Rethen mit den ivorischen Flüchtlingen aus den beiden Dörfern. Fotos: Michael Horst

Adenbüttel. Am gestrigen Sonntag bekamen die in Adenbüttel und Rethen wohnhaften Flüchtlinge von der Elfenbeinküste im Rahmen einer Trainingseinheit Geschenke der FSV Adenbüttel Rethen überreicht.


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Breitensportvereine haben eine gesellschaftliche Verpflichtung

Bereits im Dezember hatte die FSV Adenbüttel Rethen für ihre Arbeit in der Flüchtlingsintegration eine 500€-Spende der Stiftung Egidius Braun erhalten. Von diesem Geld wurden Taschen und FSV-Schals mit der Aufschrift „Im Fußball vereint – jederzeit willkommen“ angeschafft und an die neuen Mitspieler aus der Elfenbeinküste überreicht.

Der 1. Vorsitzende, Detlev Katenhusen, sowie Jugendleiter Marlon Purps und Kassenwart Michael Horst überreichten den glücklichen Jungs je eine Uhlsport-Tasche und einen Vereinsschal. Auf die Idee war der Verein gekommen, weil die Spieler ihre Ausrüstung häufig in kleinen Beuteln mitgebracht hatten und die niedrigen Temperaturen in Deutschlands Winter nicht so gewohnt waren. Im Rahmen des Trainings der 2. Herren richtete Detlev Katenhusen kurz das Wort an die 12 Flüchtlinge und informierte sie über die Herkunft der Zuwendungen und die Idee für die Anschaffungen. Obwohl die meisten Flüchtlinge nur Französisch verstehen, gelingt die Kommunikation. In diesem Fall übersetzte einer der Ivorer die englische Rede von Detlev Katenhusen. Es war auch der „Dolmetscher“, der sich im Namen aller Flüchtlinge in bestem Englisch bei allen Beteiligten für alles bedankte, was der Verein für sie getan hat. Ein Ivorer trainiert bereits bei der ersten Mannschaft der FSV mit und je zwei Flüchtlinge in der 2. und 3. Herren. Diese Spieler besitzen alle einen Spielerpass und sind somit spielberechtigt. Die anderen Jungs trainieren mit der Mannschaft der „Alten Herren“ zusammen. Michael Horst, ebenfalls Trainer der 2. Herren, sagte zu der Integration der Flüchtlinge:

„Breitensportvereine haben nicht nur sportliche Ambitionen, sondern auch eine gesellschaftliche Verpflichtung. Wir freuen uns als Verein, den Flüchtlingen in ihrem tristen Alltag Rückhalt geben und durch solche kleinen Aufmerksamkeiten eine Freude bereiten zu können.”

 

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