Grizzlys scheitern – Pinguins entscheiden durch Dreierpack

3. Dezember 2017 von
Im heutigen Nordderby hatte Bremerhaven die Nase vorne. Foto: imago/foto2press
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Wolfsburg. Am 28. Spieltag der DEL mussten die Grizzlys Wolfsburg die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Am Sonntagnachmittag ließ sich der Vizemeister gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven zweimal die Führung entreißen und unterlag vor 2681 Zuschauern mit 4:5 (1:2, 2:3, 1:0).


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Gäste führen kurz vor Drittelende

Eher verhalten und mit wenigen, ungefährlichen Versuchen ging es in die nächste Auflage des Nordderbys – viele Unterbrechungen störten dabei den Spielfluss. Den ersten Schuss auf das Tor konnten die Gäste für sich verbuchen, wobei Jerry Kuhn im Wolfsburger Gehäuse locker mit dem Schoner verneinte (3.). Im ersten Powerplay der Partie übten die Pinguins enormen Druck auf den Kasten der Grizzlys aus – Kuhn war gefordert und meisterte seine Aufgabe souverän (10.).

Doch die Bremerhavener zogen ebenfalls eine Strafe. Während sich der Vizemeister in Überzahl zunächst schwer tat, gelang kurz vor Ablauf des Powerplays dennoch der Aufbau der Formation, aus der Kris Foucault quer auf Gerrit Fauser nach rechts ablegte, der per Direktabnahme die Rakete zum 1:0 (13.) zündete. Die Freude währte allerdings nur kurz. Nur 14 Sekunden später ließ Chad Nehring das Netz der Grizzlys zum 1:1 (13.) zappeln. Das Team aus dem Norden setzte den Schlussmann der Niedersachsen in der Folge weiterhin unter Druck und konnte kurz vor der Pause nach einem Alleingang von Jason Bast, der eiskalt das 1:2 (20.) in die Maschen knallte, die Führung an sich reißen.

Pinguins feuern aus allen Rohren

Direkt nach der Pause wendete sich zunächst das Blatt. Wieder war es Fauser, der eine Sekunde vor Schluss des Powerplays einen Hammer von der linken Seite auf Tomas Pöpperles Kasten abfeuerte, Sebastian Furchner fälschte genau richtig zum 2:2 (21.) ab – und die Automobilstädter legten nach: Björn Krupp erzielte mit dem 3:2 (25.) seinen ersten Saisontreffer – Pöpperle konnte die Scheibe in dem Gewühl vor dem Tor nicht sehen. Es folgten dramatische Minuten: Die Gastgeber drehten richtig auf, setzten die Defensive der Pinguins enorm unter Druck, doch viele Pässe erreichten ihr Ziel nicht, ein weiterer erfolgreicher Abschluss blieb aus.

Bremerhaven konterte und feuerte aus allen Rohren. Jason Bast besorgte mit seinem zweiten Treffer das 3:3 (31.) nach einem Bauerntrick per Rückhand in Unterzahl – die Defense hatte geschlafen. Drei Minuten später klingelte es erneut in Kuhns Kasten, als Jan Urbas, von Nehring bedient, frei zum Schuss für das 3:4 (34.) kam. Wieder drei Minuten darauf ließ Jordan Owens aus spitzem Winkel das Netz zum 3:5 (37.) zappeln. Die Schwarz-Orangen schienen machtlos, unkoordiniert und unsortiert. Der DEL-Neuling der Vorsaison hielt sein Offensiv-Feuer weiterhin aufrecht und hatte das Geschehen komplett unter Kontrolle.

Grizzlys kontern zu spät

Der Schlussabschnitt begann wieder etwas verhaltener, doch den Grizzlys gelang nach wie vor nichts. Ein geordneter Spielaufbau kam nicht zustande, im Gegenzug rauschten die Pinguins immer wieder auf Kuhns Tor zu, der Schlimmeres verhinderte. Erst im 4 gegen 4 fünf Minuten nach der Pause, konnten das Team aus dem Allerpark wieder erste offensive Akzente setzen (45.). Auch wenn das darauf folgende Powerplay nichts einbrachte, wirkten die Wolfsburger zehn Minuten vor Schluss der Partie wieder etwas wacher und kämpften verbissen um den Anschluss – die zündenden Ideen blieben allerdings aus.

Im Powerplay in der 56. Minute setzte Cheftrainer Pavel Gross alles auf eine Karte und zog Jerry Kuhn zugunsten des Extraattackers vom Eis – ohne Erfolg. Doch kurz darauf, wie aus dem Nichts, feuerte Sebastian Furchner nach Zuspiel von Tyler Haskins das Hartgummi zum 4:5 (57.) in das gegnerische Netz und schürte neue Hoffnung. Kuhn ging erneut vom Eis, die Gross-Truppe legte unter einer Wahnsinnsatmosphäre alles nach vorne, doch das Aufbäumen kam zu spät.

„Bremerhaven hat eine gute und schnelle Mannschaft, das wussten wir. Den Sieg haben die Pinguins klar verdient. Da gibt es nichts zu entschuldigen oder schön zu reden. Wir haben Fehler gemacht, die nicht passieren dürfen, da müssen wir kommende Woche dran arbeiten. Das einzig positive ist, dass wir das letzte Drittel gewonnen haben“, resümierte Gross nach der Partie.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (12:20) Gerrit Fauser (Foucault, Dehner/PP1), 1:1 (12:34) Chad Nehring (Urbas, Newbury), 1:2 (19:09) Jason Bast (Rumble), 2:2 (20:59) Sebastian Furchner (Fauser, Haskins/PP1), 3:2 (24:43) Björn Krupp (Mulock), 3:3 (30:56) Jason Bast (SH1), 3:4 (33:01) Jan Urbas (Newbury, Nehring), 3:5 (36:17) Jordan Owens (Quirk, Lampl), 4:5 (56:54) Sebastian Furchner (Haskins)

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