Polizei übt Kritik und stellt Oster-Derby-Termin in Frage

17. März 2017 von
Die Polizeigewerkschaft kritisiert die starke Belastung für die Einsatzkräfte an Ostern. Foto: Frank Vollmer

Hannover. Im Vorfeld der Terminierung des Niedersachsen-Derbys durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehrfach darauf hingewiesen, dass es in der Osterwoche zu einer Einsatzhäufung durch Fußballspiele kommen würde. Nun kritisierte die GdP noch einmal nachdrücklich die Ansetzung des Niedersachsenderbys.


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„Ansetzungen mit wenig Weitsicht“

„Mit den Paarungen der norddeutschen Vereine der 1. und 2. Bundesliga werden die Einsatzkräfte unverhältnismäßig stark belastet. Alle drei Partien gelten als Risikospiele“, zeigte sich Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der GdP, einigermaßen empört über die Ansetzungen in der Osterwoche. Die Politik habe überdies frühzeitig darauf hingewiesen, dass die nun beschlossene Planung unglücklich sei.

In der Osterwoche 2017 bekommen die Einsatzkräfte in Niedersachsen ordentlich zu tun. Sie beginnt mit dem Montagabend-Spiel der 2. Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden. Am darauffolgenden Samstag folgt das Niedersachsen-Derby in Hannover – eine Partie mit traditionell besonderem Augenmark. Beim letzten Derby zwischen Braunschweig und Hannover waren 2.500 Einsatzkräfte gebunden. Auch das Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV gilt als Risikospiel.

„Für diese drei Spiele wird ein enormer Kräfteeinsatz notwendig werden“, kündigt Schilff an. „Das wird ein Kraftakt für die Polizei im Nordverbund,“ so der Vorsitzende der Interessenvertretung der Polizei in Niedersachsen. Grundsätzlich müsse man die Frage stellen, warum solche Spiele überhaupt zu Ostern ausgetragen werden müssten: „Gerade unsere Kolleginnen und Kollegen mit Kindern trifft eine Urlaubssperre in dieser Zeit hart,“ so Schilff.

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