Glückliches 2:1, Hernandez-Hammer erlöst die Eintracht

13. März 2017 von
Onel Hernández entschied die spannende Schlussphase. Foto: Bernhard Grimm

Düsseldorf/Braunschweig. Vor nur 20.168 Zuschauern – davon an die 1.000 aus Braunschweig – drehte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht den Spieß einfach um und zeigte nach frühen Nackenschlägen Nehmerqualitäten. Eintracht Braunschweig gewinnt in der Düsseldorfer Esprit-Arena mit 2:1 (0:1) und hält Anschluss zur Spitze. 


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Eintracht zeigt Comeback-Qualität

Wieder lief es zunächst nicht gut für die Eintracht. Zum Ende der ersten Halbzeit kassierte die Lieberknecht-Elf ein Tor, kämpfte sich in der zweiten Hälfte mit dem Ausgleich aber zurück und konnte kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer landen. Bei den Gästen aus Braunschweig ersetzte Maximilian Sauer den verletzten Phil Ofosu-Ayeh. Düsseldorf mit Ayhan für Iyoha. Torsten Lieberknecht hatte sein Team sehr gut auf den Gegner vorbereitet.

Die ersten Minuten gehörten den Fortunen. Wenige Sekunden nach Spielbeginn beförderten die Gastgeber den Ball vor den 16er der Eintracht. Den hohen Druck konnten die Düsseldorfer jedoch nicht lange durchhalten. In der 7. Minute stellte Suleiman Abdullahi Fortuna-Keeper Michael Rensing im Alleingang auf die Probe, der Torwart war doppelt auf dem Posten.

Dann ging der Kapitän früh von Bord. Im Zweikampf mit Bebou verletzte sich Marcel Correia und räumte das Feld für Joe Baffo (10.). Der Ausfall ihres Spielführers brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Die Initiative kam nun mehr aus Richtung der Niedersachsen, die mit ihren vermehrten Eckbällen kein Glück hatten. Das Spiel flachte ab. Und Düsseldorf war im Glück, als Ken Reichel den Ball unglücklich verlängerte und Fejzic den Nachschuss von Robin Bormuth nicht parieren konnte (37.). Die Eintracht konnte so kurz vor der Halbzeitpause nichts mehr entgegensetzen.  

Wieder mit Pech: arcel Correia musste früh verletzt passen. Foto: Grimm

Hernandez dreht das Spiel

Auch in die zweite Hälfte starteten die Gastgeber schnell in ihr Spiel und wähnten sich in der 47. Minute mit dem 2:0, doch Bebou stand nach einer Flanke von Schmitz laut Schiedsrichter Marco Fritz abseits – was sich zum Glück für die Braunschweiger als Fehlentscheidung herausstellte. Düsseldorf blieb dran, konnte das Spiel aber nicht übernehmen. Nun wendete sich das Blatt für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht. In der 60. Spielminute zog Nyman nach Flanke von Abdullahi auf das lange Eck und erzielte den Ausgleich zum 1:1. Alles wieder auf Null!

In den letzten Spielminuten zeigte sich Braunschweig hellwach und dank des listenreichen und beweglichen Domi Kumbela auch mit den richtigen Ansätzen. Immer wieder setzten sich die Löwen tief in Fortunas Hälfte fest, scheiterten aber wie Nyman, dem nach einer sehenswerten Kombination über links der Ball versprang. Düsseldorf machte jetzt Angebote, weil es auch die Entscheidung suchte. 

Doch hatten sie ihre Rechnung ohne Onel Hernández gemacht, der von Kumbela per Kopfball auf die Reise geschickt wurde. Eine schnelle Bewegung in eine andere Richtung und Hernández kam zum Abschluss. Der Ball, abgefälscht von Akpoguma schlug unhaltbar für Rensing im Tor ein (88.). Der Hernandez-Hammer war die Entscheidung. Düsseldorf blieb auch in den Schlusssekunden ohne Fortune. Bebous strammer Schuss flog knapp am Kasten von Jasmin Fejzic vorbei. 

Am kommenden Freitag um 18.30 Uhr empfängt der Tabellenvierte Eintracht Braunschweig den 1. FC Heidenheim.

„Wir sind froh, dass wir das schwere Spiel mit einem Sieg beenden konnten. Dass der entscheidende Treffer in der 89. Minute fällt, ist natürlich glücklich. Trotzdem wurde auch unser Mut belohnt, Domi Kumbela ins Spiel zu bringen. Er hat das Kopfballduell vor dem 2:1 gewonnen und Onel Hernandez lässt einen Schuss los. Der war abgefälscht, aber es war ohnehin der Tag der abgefälschten Tore, so fiel auch schon das 1:0 für Düsseldorf.“ Torsten Lieberknecht

Scheiterte kurz vor Schluss mit dem 1:3 am starken Rensing: Domi Kumbela. Foto: Grimm

Zahlen & Fakten

Fortuna Düsseldorf: Rensing, Schauerte, Akpoguma, Bormuth, Schmitz, Sobottka, Bebou, Gartner (Bellinghausen 67.), Ayhan, O. Fink, Hennings (Iyoha 85.)

Eintracht Braunschweig: Fejzic, Sauer, Correia (10. Baffo), Valsvik, Reichel, Moll, Boland, Zuck, Hernandez, Abdullahi (65. Kumbela), Nyman (92. Biada)

Torfolge: 1:0 Robin Bormuth (37.), 1:1 Christoffer Nyman (60.), 1:2 Onel Hernández (89.)

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