Julian Eggers: Einmal Legende und zurück (nach Lamme)

9. Februar 2017 von
Absolutes Highlight für Julian Eggers: Als Mannschaftskapitän führte er 2014 sein Team gegen den 1. FC Köln im DFB Pokal auf das Feld. Foto: Frank Vollmer
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Braunschweig. Im Winter wechselte Julian Eggers vom Oberligisten Freie Turner zurück in seine alte Heimat zum TSV Germania Lamme. Wir haben uns mit dem sympahtischen Mittelfeldspieler unterhalten, den einst ein legendärer Pokaltreffer unsterblich machte.


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Highlights, die bleiben

In den letzten Jahren waren die Freien Turner eng mit seinem Namen verbunden. Nicht nur der überraschende Aufstieg in die Regionalliga Nord 2014 fällt in diese Zeit. Auch maßen sich die Braun-Weißen seinerzeit im DFB Pokal mit dem 1. FC Köln. Dass es überhaupt so weit kam, war einem genialen Moment geschuldet, den Eggers im Halbfinale des NFV Pokal gegen den VfB Oldenburg hatte. Sein Schlenzer sicherte gegen die Mannschaft des heutigen Bremen-Trainers Alexander Nouri den ersten Einzug der Turner in den bundesweiten Pokalwettbewerb.

„Das wird immer als Highlight in Erinnerung bleiben“, sagt Julian Eggers. „Es gab im Laufe der Jahre viele schöne Momente, gerade auch in der ersten Jahren bei den Herren, als ich ziemlich unerwartet in der Oberligamannschaft Fuß fassen durfte und alles noch komplett neu für mich war“, blickt der 27-Jährige heute zurück. Es war eine erfolgreiche Zeit im Prinzenpark seit seinem Wechsel in die U19 der Braun-Weißen im Sommer 2008. Neun Jahre später kommt Eggers nun zurück in die Lammer Heide.

„Sportlich lief es für mich persönlich zuletzt ziemlich unterirdisch“, gesteht Eggers, der in der Hinrunde in der Liga nur drei Kurzeinsätze und ein paar Spiele in der Bezirksligamannschaft der Braun-Weißen hatte. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Als Trainer Kai Olzem kurz vor Weihnachten auf ihn zu kam, „konnte ich mir schon denken, worauf es hinauslaufen würde“, erzählt der Linksfuß.
 

 

Ein Neun-Jahre-Abstecher

Für ihn gab es überhaupt keine Frage, wohin der Weg nun führen würde: „Es war für mich immer klar, dass ich irgendwann nach Lamme zurückkehren werde. Hier spiele ich mit den Jungs zusammen, mit denen ich alle Jugendmannschaften durchlaufen habe und mit denen ich gemeinsam aufgewachsen bin. Mein Vater ist im Verein erster Vorsitzender und auch sonst kenne ich im Verein fast alle Gesichter. Hier ist einfach meine Heimat.“ Ein großer Anreiz sei es, endlich auch mal mit Bruder Kim-Jannik zusammen auf dem Rasen zu stehen. „Das ist etwas, worauf ich mich sehr freue“, gesteht Julian Eggers. „Und eigentlich hatte ich den Jungs damals sowieso versprochen, nach einem Jahr A-Jugend bei Freie Turner pünktlich zur Herren zurück zu kommen. Dafür bin ich schon fast etwas spät dran“, lacht er.

Das Trainerteam um Sean Krebs empfing den Rückkehrer natürlich mit offenen Armen. Seine Qualitäten zeigte Eggers bei der Braunschweiger Hallenstadtmeisterschaft, wo Germania Lamme prompt den Titel einheimste. „Es lief alles reibungslos. Einzig der Wunsch, meine bisherige Rückennummer 16 behalten zu dürfen, war dann doch schwerer zu realisieren“, flaxt Eggers, der mit etwas Verhandlungsgeschick auch dieses Problem lösen konnte. „Dafür musste ich ganz schön bluten“, lacht Eggers. Es ging um sauberes Schuhwerk und die Bewirtung bei Tisch. Mehr möchte er dazu aber nicht verraten.

Mit Freie Turner einmal Regionalliga und zurück. Foto: Ausdruckslos/Sascha Hahne

Erfolgreich in Lamme

Dass Julian Eggers in ein intaktes Team zurückkehrt, freut ihn dabei umso mehr. „Die Jungs waren in den letzten Jahren ja schon des Öfteren oben dabei und haben gezeigt, dass sie Fußball spielen können.“ Auch in diesem Jahr ist es eng in der Kreisliga. Das verspricht eine packende Rückrunde. „Wir haben in jedem Fall nichts zu verschenken und wollen in der Rückrunde so konstant punkten wie möglich.“ Dafür legt die Mannschaft aktuell die Grundlage. „Lamme ist sehr gut aufgestellt“, blickt der Rückkehrer voraus. „Da schließe ich auch das Trainerteam und die vielen helfenden Hände im Umfeld mit ein.“

Die Rückkehr mit dem Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft gekrönt. Foto: Moritz Eden

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