Lieberknecht erwartet „Taktikschlacht“ – 5 Ausfälle drohen

16. März 2017 von
2017 noch kein Heimsieg. Am Freitag kommt Heidenheim. Foto: Frank Vollmer

Braunschweig. Sieben Punkte aus drei Spielen – Eintracht Braunschweig hat Rückenwind für das entscheidende Saisondrittel getankt. Am Freitagabend (18.30 Uhr) gastiert der 1. FC Heidenheim im Eintracht-Stadion. Der Trainer der Löwen erwartet ein taktisch geprägtes Duell. Und muss personell umbauen.


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Ein Zettel voll Angeschlagener

Torsten Lieberknecht hat sich die Namen auf einem Zettel notiert. Mit Phil Ofosu-Ayeh, Julius Biada, Christoffer Nyman, Adam Matuschyk und Hendrick Zuck sind dort gleich fünf wichtige Akteure seines Kaders für das Spiel gegen Heidenheim mit einem dicken Fragezeichen versehen. Ofosu-Ayeh trainiert individuell, fällt aus. Matuschyk leidet an „diffusen Kopfschmerzen“. Für Marcel Correia ist die Saison vorzeitig beendet. „Das ist tragisch für Cello. Er hatte gerade wieder seinen Rhythmus gefunden.“ Dafür ist Saulo Decarli wieder dabei. 

„Heidenheim ist immer gefährlich, egal in welchem Zustand sie kommen“ Torsten Lieberknecht

Die drohenden Ausfälle sind auch wieder die Chance für andere. Domi Kumbela, gegen Düsseldorf ein Schlüssel zum späten Erfolg, ist „vielleicht von Anfang an eine Option“, so Lieberknecht, denn: „Dome hat wie immer auch seine Chance, da ein Wörtchen mitzureden.“ Nick Omladic war in Düsseldorf zumindest wieder im Kader, ist „einen Schritt näher dran“. Wer letztendlich auflaufen wird, sei gegen den Tabellensechsten aber viel mehr eine Sache der taktischen Flexibilität. 

„Bei zwei Stürmern vielleicht eine Option von Beginn an.“ Foto: Agentur Hübner

„Die Taktik mit Leben füllen“

Gegen die Elf von Frank erwartet Braunschweigs Trainer eine „Taktikschlacht“. Den anderen dienstältesten Trainer der 2. Bundesliga, Frank Schmidt, kennt Torsten Lieberknecht sehr gut: „Frank stellt sich sehr extrem auf den Gegner ein. Er hat schon im Hinspiel sein System immer angepasst.“

Gerade deshalb fordert der Trainer vor allem die Basics ein: „Egal welche Taktik wir spielen, die Mannschaft muss sie mit Leben füllen und bereit sein viel zu laufen, sich gegenseitig zu unterstützen.“ Lieberknecht spricht nur vier Tage nach dem 2:1-Sieg von körperlicher Bereitschaft auf höchstem Niveau.

Als Allrounder unersetzbar: Norman Theuerkauf. Foto: Frank Vollmer/Archiv

„Aufstiegskandidat Heidenheim“

Heidenheim habe berechtigte Hoffnung, oben bis zum Ende dabei zu sein: „Sie haben sich kontinuierlich gesteigert“, hat Lieberknecht beobachtet. „Sie stehen nicht mehr nur für Umschaltspiel und sind mehr als ein Gesicht dieser Liga.“ Der 43-Jährige hebt einzelne Spieler wie Marc Schnatterer, Tim Kleindienst und John Verhoek hervor. Auch Ex-Löwe Norman Theuerkauf sei bei Heidenheim ein wichtiger Eckpfeiler. „Die Rolle als Allrounder hatte er bei uns auch und das macht ihn unersetzbar.“

Zuletzt kam Heidenheim nicht so richtig aus den Startlöchern. Erst ein Sieg gelang aus sieben Spielen im neuen Jahr. Das liegt sicherlich auch an den Ausfällen, die Trainer Frank Schmidt zu beklagen hat. Neben Kleindienst (Knieprobleme), Dominik Widemann (Knöchel-Op) oder Ben Halloran (Innenbandriss) droht auch Marcel Tischt-Rivero mit einem gripalen Infekt auszufallen. Etwa 150 Heidenheimer Fans werden erwartet.

Der Blick geht nach oben: Torsten Lieberknecht. Foto: Agentur Hübner

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