„Lieblingsgegner“ SV Sandhausen? Das war einmal!

9. Februar 2018 von
Aktuell einer der wenigen Lichtblicke und drei Toren aus den letzten beiden Spielen: Suleiman Abdullahi verfolgt Tim Knipping im Hinspiel. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 22. Spieltages beim SV Sandhausen an. Vom einstigen Lieblingsgegner und Punkte-Lieferanten der Löwen ist vor dem Duell nicht mehr viel übrig geblieben. 


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„Nur der Ist-Zustand ist wichtig!“

„Es ist vollkommener Quatsch, in der Vergangenheit rumzusuhlen“, eröffnet Torsten Lieberknecht die Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel im Hardtwald und mahnt: „Nur der Ist-Zustand ist wichtig.“ Der gibt aktuell zumindest in der Tabelle wenig Grund, in Freudentränen auszubrechen. Nach der unnötigen Niederlage gegen Schlusslicht Kaiserslautern geht es nun zum, nach Fortuna Düsseldorf, heimstärksten Team der Liga. Sieben von elf Heimspielen hat die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak siegreich für sich gestalten können. Und doch könnte Braunschweig mit einem Sieg bis auf drei Punkte zum Tabellensechsten aufschließen. „Das zeigt mal wieder, wie eng alles in der Liga zusammen liegt“, deutet Lieberknecht an. Was für sein Team spricht: Noch nie konnte Sandhausen daheim gegen Braunschweig gewinnen. 

Verzichten muss Torsten Lieberknecht in Sandhausen neben Joseph Baffo (Kreuzbandriss) und Julius Biada (Sprunggelenksverletzung) auch auf Patrick Schönfeld (Zerrung). Es ist ein echter Verlust – der Mittelfeldspieler präsentierte sich zuletzt mit deutlich ansteigender Formkurve. Mirko Boland, im Hinspiel noch Schütze des einzigen Braunschweiger Tores, ist als Ersatz noch nicht so weit.

Positiv wurde zum Wochenbeginn zumindest die Nachricht aufgenommen, dass der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen ist. „Ich hoffe, dass er von kleineren Verletzungen verschont bleibt“, sagt Lieberknecht und bestätigt, dass es für die nächsten Wochen schon ordentlich aussieht bei seinem Identifikationsspieler.

Traumtor im Hinspiel: Mirko Boland. Foto: Agentur Hübner

Startelf-Debüt für Tingager?

Ob Winterzugang Frederik Tingager in der Dreierkette neben Gustav Valsvik zu seinem Startelf-Debüt kommt, hält der Trainer offen, lässt aber durchblicken: „Wir sind sehr zufrieden, wie er sich bisher integriert und präsentiert hat.“ Im Angriff scharrt dagegen Christoffer Nyman bereits mit den Hufen. Ist der Schwede eine Option neben Suleiman Abdullahi (3 Tore in den letzten 2 Spielen!) gegen die hochgewachsenen und robusten Verteidiger der Sandhäuser?

Fakt ist, SVS-Trainer Kenan Kocak wird sich bei seiner Spielidee stark nach den Gästen aus Niedersachsen richten. Mit Philipp Klingmann (Schädelbruch) fehlt dem 37-jährigen Deutsch-Türken dabei einer der zuletzt besten Spieler der Liga. Mirco Born, Stefan Kulovits, Damian Roßbach (alle Trainingsrückstand) und Andrew Wooten (muskuläre Probleme) müssen die Baden-Württemberger ebenfalls ersetzen. 

Schon am Freitag bewegt sich der Löwentross in Richtung Sandhausen, die Abschlusseinheit wird dort absolviert. „Die Jungs sollen sich so auf den Spieltag fokussieren“, verrät Lieberknecht die Idee dahinter. Andere Abläufe wurden in dieser Woche bereits erfolgreich geändert. So gab es auch einen Laktattest. „Die Werte sehen bei allen gut aus“, sagt Lieberknecht. An kleinen Schrauben drehen hilft manchmal. Vielleicht bleibt so ja wenigstens im Hardtwald alles beim Alten. 

 

Christoffer Nyman scharrt mit den Hufen. Foto: Agentur Hübner

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