Lions ohne ganz großen Glanz im Halbfinale

18. September 2016 von
Ungewohnt viele Fehler bei der Mannschaft von Troy Tomlin. Foto: Agentur Hübner
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Braunschweig. Die New Yorker Lions stehen im Halbfinale des German Bowl. Die Allgäu Comets wurden mit 30:6 geschlagen, die Lions leisteten sich aber ungewohnt viele Fehler. Slideshow: Agentur Hübner


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Therriault und Hilgenfeldt dominieren die erste Hälfte

In Bestbesetzung konnten die Lions gegen die Allgäu Comets wahrlich nicht antreten. Neben Grant Enders fehlten den Braunschweigern Mamadou Sy, Durell Givens und Kerim Homri. Auch Runningback David McCants stand nicht auf dem Feld. Trotzdem lag die Favoritenrolle klar beim amtierenden Nordmeister. Und das Team von Headcoach Troy Tomlin ließ daran auch keine Zweifel aufkommen. Im ersten Anlauf blieb die Offense des amtierenden Deutschen Meisters noch erfolglos, die zweite Angriffsbemühung wurde jedoch von Erfolg gekrönt.

Cornerback Benjamin Krahl gelang zunächst eine Interception an der 48-Yards-Line der Comets und Casey Therriault nutzte die Chance im zweiten Versuch, fand Wide Receiver Jan Hilgenfeldt der 41 Yards zum Touchdown lief. Tobias Goebel verwandelte den Extrapunkt souverän und der Favorit führte kurz vor Ende des 1.Viertels mit 7:0.

Richtig ins Rollen kamen die Braunschweiger dadurch jedoch nicht. Die Comets leisteten sich zwar viele Fouls, kassierten zahlreiche Raumstrafen, doch die Defense war in den entscheidenden Phasen hellwach. Offensiv konnte der Vierte der Südstaffel aber kaum zum Spielgeschehen beitragen.

Mitte des 2.Viertels waren es dann wieder Quarterback Therriault und Hilgenfeldt die mit einem langen 40 Yard-Pass für ein Highlight sorgten. Therriault selbst trug den Ball im Anschluss über ein Yard in die Endzone zum 13:0 mit anschließender Erhöhung durch Goebel zum 14:0. Immerhin: Die Comets zeigten jetzt auch ihr Können und ließen rund 20 eigene Anhänger jubeln. Quarterback James Cedric Townsend übergab an Runningback Daniel Conroy, der weit aus der eigenen Hälfte bis an die 16-Yard-Linie der Lions marschierte. Im anschließenden Versuch gelang der Touchdown zum 14:6. Die Lions konnten bis zur Pause immerhin noch ein Fieldgoal erzielen, so dass es mit 17:6 in die Kabinen ging.

Foto: Agentur Hübner

Foto: Agentur Hübner

Schridde für das Halbfinale gesperrt

Wenig zu bestaunen gab es im 3.Spielabschnitt. Die Offense der Lions leistete sich viele Ungenauigkeiten, der Gegner konnte davon nicht profitieren. Negativer Höhepunkt: Jacob Schridde einschreiten gegen seinen Gegenspieler werteten die Schiedsrichter als grobe Unsportlichkeit und er wurde noch auf dem Feld von den Schiedsrichtern für das Halbfinale gegen Kiel gesperrt. Ein herber Rückschlag. Immerhin konnte Max Merwarth einen weiteren Touchdown nach 37-Yard-Pass beisteuern. Die Two-Point-Conversion misslang den Löwen allerdings.

3223 Zuschauer konnten im letzten Viertel noch einmal jubeln. Chris Smith trug das Ei über 28 Yards in die Endzone. Kurz darauf war Schluss, die Lions siegten verdient mit 30:6. „Das war ein hartes Spiel für uns und ich bin froh das wir es gewonnen haben“, resümierte Coach Tomlin nach Spielende. MVP Patrick Fink machte vor allem dem Gegner ein Kompliment: „Wir haben anfangs ganz schön gegen die kämpfen müssen, haben viele Fehler gemacht. Richtig doofe Fehler in doofen Situationen. Letztlich waren wir aber die konstantere Mannschaft“.

Am kommenden Wochenende empfangen die Lions Kiel im Halbfinale. „Das wird eine harte Aufgabe. Ich hoffe es verletzt sich bis dahin keiner mehr“, so Tomlin.

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