Magerkost im Hardtwald: Löwen punkten beim SV Sandhausen

11. Februar 2018 von
Christoffer Nyman (re., im Zweikampf mit Tim Kister) fand sich in der Startformation, konnte der Offensive der Gäste aber keine entscheidenden Impulse verleihen. Foto: imago/Eibner
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Sandhausen/Braunschweig. Eintracht Braunschweig nimmt im Abstiegskampf einen torfreien Punkt beim SV Sandhausen mit. Das stark von der Taktik geprägte Spiel vor 4.381 Zuschauern war kein Fußball für Feinschmecker. 


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Nyman zurück in der Startelf

Kenan Kocak plagten vor dem Spiel große Verletzungssorgen. Nach der 0:1-Niederlage in Düsseldorf musst der 37 Jahre alte Cheftrainer des Tabellensechsten SV Sandhausen auch auf seinen Leistungsträger Philipp Klingmann (Schädelbruch) verzichten. Kurzfristig fiel noch Markus Karl aus. Julian Derstroff und Leart Paraqada rutschten dafür in die Startformation. Bei den Gästen aus Niedersachsen änderte Trainer Lieberknecht nach der 0:2-Pleite der Vorwoche mit Quirin Moll, Christoffer Nyman und  Onur Bulut für Steven Nkansah, Patrick Schönfeld (Zerrung) und Philipp Hofmann (Bank) vor allem die taktische Grundordnung.

Zu Beginn agierten die Löwen im 4-2-2-2 und dominierten die Anfangsminuten mit mutiger Spielweise. Nach einem Zweikampf mit Steve Breitkreuz musste Eroll Zejnullahu früh durch Max Jansen ersetzt werden (5.). In der Folge fand Sandhausen besser ins Spiel, das sich spätestens zur Pause ausgeglichen, aber auch sehr chancenarm präsentierte.

Beide Seiten hatten sich bis dahin je zwei gute Möglichkeiten herausgespielt. Denis Linsmayer zirkelte einen Freistoß an der Mauer, aber auch am Toreck vorbei (18.). Nejmeddin Daghfous lief alleine auf Jasmin Fejzic zu, wurde aber entscheidend gestört und bekam keinen Druck hinter seinen Linksschuss (34.). Sekunden zuvor hatte Domi Kumbela nach einer Ecke den Pfosten erzittern lassen. Suleiman Abdullahi zog, ebenfalls nach einem Eckball, frei im gegnerischen Strafraum ab, traf aber den Ball nicht richtig (39.). 

Kein Fuß am Gas in Halbzeit zwei

Nach dem Seitenwechsel verkam das Spiel zu einem zerfahrenen Ballgeschiebe. Viele Fouls und Ungenauigkeiten ließen wenig Spielfluss zu. Ab der 70. Spielminute gab sich Braunschweig darüberhinaus ganz offensichtlich mit dem Torlos-Remis zufrieden. Winterneuzugang Frederik Tingager kam da für den emsigen Jan Hochscheidt. Der dänische Abwehrhüne leistete sich gleich einen beinahe folgenschweren Fehler, doch der Angolaner Jose Pierre Vunguidica schob weit rechts am Braunschweiger Tor vorbei (74.). Eine weitere Großchance ihrer Gastgeber überstanden die Löwen schadlos, nachdem Gislason frei flanken konnte und Valsvik sich verschätzt hatte. Richard Sukuta-Pasu setzte den Drehschuss aus kurzer Distanz über das Tor der Eintracht (88.). Dann hatten auch die Zuschauer das Spiel überstanden.

„Hatten die besseren Chancen“

„Unsere Abwehr hat gut gearbeitet, die Stürmer haben auch gut gearbeitet“, sagte Domi Kumbela nach dem Spiel bei Sky und erklärte: „Alles hat noch nicht geklappt, aber wir haben kein Gegentor zugelassen. Wir hätten eins schießen können. Wir hatten die besseren Chancen. Es hat einfach nicht geklappt und deswegen sind wir mit dem einen Punkt zufrieden.“

Eintracht Braunschweig kann letztendlich egal sein, wie der Zähler in der Ferne zustande kam. Erstmals 2018 spielte man „zu Null“ und verhalf sich selbst zum Sprung auf den 12. Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) kommt Union Berlin ins Eintracht-Stadion.

Zahlen & Fakten

SV Sandhausen: Schuhen – Gislason, Kister, Knipping, Paqarada – Linsmayer, Zejnullahu (5. Jansen/71. Vunguidica) – Daghfous, Förster, Derstroff (81. Vollmann) – Sukuta-Pasu Trainer: Kenan Kocak

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Teigl, Breitkreuz, Valsvik, Reichel – Hochscheidt (71. Tingager), Moll – Bulut, Abdullahi – Kumbela (81. Zuck), Nyman (90. Hofmann) Trainer: Torsten Lieberknecht

Torfolge: Fehlanzeige

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