Nico Granatowski – der Braunschweiger, der Waldhof schockte

31. Mai 2016
Ausgerechnet "Grana". Foto: Renner

Mannheim/Brauschweig. Im Relegations-Rückspiel um den Einzug in die 3.Liga behielten die Sportfreunde Lotte beim SV Waldhof in Mannheim die Oberhand. Ausgerechnet der gebürtige Braunschweiger Nico Granatowski beendete die Aufstiegsträume der Gastgeber. Text/Foto Gian Luca Renner


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Beim zweiten Mal

Nico Granatowski hat es im zweiten Anlauf geschafft, ebenso wie seine Sportfreunde aus Lotte. Schon in der Saison 2011/12 standen die in den Play-Offs zur 3.Liga, scheiterten damals aber am jetzigen Bundesligisten RB Leipzig. 2014 klappte es bei Granatowski nicht, der mit der Reserve des VfL Wolfsburg gegen Sonnenhof-Großaspach denkbar knapp scheiterte.

Am vergangenen Sonntag lief alles perfekt. Es auch ganz anders kommen können: Von 22.000 Zuschauern – darunter zahlreiche angereiste Braunschweiger – lautstark nach vorne gepeitscht, war Sebastian Gärtner nach nur knapp einer Minute auf dem Weg zum 1:0, verschob aber freistehend. Die Lotteraner hatten da noch mit sich selbst und der Stimmung zu kämpfen. Nach sieben Minuten sendete Bernd Rosinger dann das erste Lebenszeichen vor dem SVW-Tor. Beide Mannschaften waren jetzt im Spiel angekommen, doch deutete sich die beiderseitigen Bemühungen an, nach dem torlosen Hinspiel wenig Risiko zu gehen.

Granatowski macht da 1:0. Foto: Renner

Granatowski macht das 1:0. Foto: Renner

Lotte schockt per Doppelpack

Um exakt 15:31 begannen die zwei Minuten, die den Gästen später zum Aufstieg verhelfen sollten. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Al-Hazaimeh wurde Granatowski auf der linken Seite freigespielt. Mitsamt dem Leder zog der Mann mit der Nummer 17 in den Strafraum, vernaschte seinen Gegenspieler und platzierte den Ball unhaltbar oben rechts (24.). Damit nicht genug: Einen langen Ball aus der eigenen Hälte verlängerte Kevin Freiberger per Kopf in den Lauf von Rosinger, der mit einer Körpertäuschung erst den Gegenspieler ins Leere schickte und dann frei vor Cetin auftauchte. Dort behielt „Rose“ die Nerven und schob eiskalt unten links ein (26.). Die Gastgeber verfielen, ebenso wie ihre Fans, in eine Schockstarre. Zwar bemühte sich der Meister der Regionalliga Süd-West um eine schnelle Antwort, doch blieb das Team von Kenan Kocak zu harmlos. Lotte stand zur Pause mit einem Bein in der 3. Liga, Mannheim brauchte nun drei Treffer.

Mit kräftig Wut im Bauch kam der SV Waldhof aus der Kabine und stand knapp vier Minuten vor ihren Gästen schon wieder auf dem Platz. Immer wieder waren es Phlipp Förster und Guiseppe Burgio, die für Gefahr sorgten, jedoch nicht an Gerrit Nauber und Matthias Rahn vorbei kamen. Mit ihren Nadelstichen nach vorne blieben die Sportfreunde stets gefährlich. Rosinger (57.), Hettich (68.) und noch einmal Rosinger (88.) ließen gute Kontersituationen liegen und verpassten damit den Matchball. Das Team der Mannheimer kämpfte bis zum Schluss, musste sich am Ende aber mit der Niederlage arrangieren. Ihre Fans honorierten das mit bedingungslosen Anfeuerungen bin zum Abpfiff.

 

Noch ein Finale

Noch am Abend saßen Granatowski und sein Team im Flieger Richtung Mallorca, um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern. Langes Ausruhen ist derweil nicht angesagt: Schon am Sonntag geht es gegen die Sportfreunde Siegen um den Einzug in den DFB Pokal. Erst dann folgt der verdiente Sommerurlaub. RegionalSport.de gratuliert Nico Granatowski und seinen Jungs zum Aufstieg in Liga 3.

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