Spielbericht – Wittingen vs. WSG Braunschweig

22. August 2017 von
VfL Wittigen vs WSG Braunschweig Foto: Martin Wogan

Gifhorn/Braunschweig. Am 10. August 2017 wurde das letzte Spiel der Wasserballsaison 2016/17 ausgetragen. Für die Mannschaften ging es bei diesem Nachholspiel um viel. Jörg Müller von der WSG Braunschweig berichtet vom dramatischen letzen Spiel. 


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Das letzte Spiel bringt die Entscheidung

Die Aufgabe für dieses Nachholspiel aus der Saison 2016/17 war klar definiert. Wir hatten uns im Lauf der Saison den zweiten Tabellenplatz erarbeitet und den wollten wir nicht wieder hergeben. Um sicher zu gehen, musste dafür allerdings ein Sieg in Wittingen her.

Das Spiel begann mit einer halben Stunde Verspätung, weil der Schiedsrichter nicht erschien, Wittingen glücklicherweise aber Ersatz besorgen konnte. Die Wartezeit lullte uns ein, so dass wir quasi „spannungsfrei“ in das Spiel gingen. Die logische Konsequenz war, dass Wittingen spielte und Tore schoss und wir zwar dabei waren, aber nicht mittendrin. Zwei schöne Fernschüsse von Jürgen hielten uns im Spiel.

Im zweiten Viertel wurde es dann deutlicher. Noch immer spielten wir plan- und ideenlos nach vorn und machten hinten individuelle Fehler, die den Gegner zum Toreschießen einluden – 0:3. Ein Debakel bahnte sich an. Nicht einmal unsere Überzahlspiele konnten wir nutzen. Jetzt zeigte sich, dass die Wittinger die letzten acht Wochen, in denen wir uns ohne Wassertraining mit im Höchstfall ein wenig Jogging durch den Sommer gehangelt hatten, intensiv genutzt hatten und sich zudem auch personell verstärkt hatten. Die Jungs waren einfach besser, körperlich robuster, schwimmerisch auf Augenhöhe und mit variablem Spiel und eiskalter Chancenverwertung. Wir hingegen glänzten mit individuellen Fehlern, schwachem Passspiel, planloser Offensive und mangelndem Mut. Das Halbzeitergebnis mit inzwischen vier Toren Rückstand war ernüchternd und passte nicht zu den Anforderungen, die wir an uns selbst gestellt hatten.

Dem bis dahin einzigen Leistungsträger, Jürgen, oblag es dann uns in der Halbzeit wachzurütteln, was auch bitter nötig war. Also wurde das Messer zwischen die Zähne geklemmt, denn zumindest wollten wir uns nicht kampflos ergeben. Und tatsächlich wurde es besser. Ein Centertor und ein Anspiel aus dem Center in den Rückraum zu Axel, der routiniert abschloss, brachten uns wieder ins Spiel. Ein wunderschönes Tor von Seike nach perfektem Zuspiel von Detlef und zwei weitere Tore von Mr. Zuverlässig an diesem Abend (Jürgen) machten das Spiel wieder spannend. Wir machten jetzt einfach alles ein wenig besser auch wenn wir nicht ganz verhindern konnten, dass auch Wittingen zu Toren kam. Das merkten wir und auch der Gegner. Im letzten Viertel wurde dann auf beiden Seiten das Visier hochgeklappt. Wir wollten etwas mitnehmen. Zwar konnten wir das Spiel nicht komplett drehen, was an diesem Abend auch nicht verdient gewesen wäre, aber am Ende musste Wittingen das Unentschieden über die Zeit retten.

Was dieses Unentschieden wert war, erfuhren wir am nächsten Tag, an dem unser Konkurrent um den zweiten Platz, Wolfenbüttel, an gleicher Stelle sang- und klanglos unterging und sich eine mangelhafte Wettkampfform attestieren lassen durfte.

Damit beenden wir diese Saison auf einem tollen zweiten Tabellenplatz, hinter der unangefochtenen Eintracht aus Braunschweig, die seit Jahren in einer eigenen Klasse spielt. Dieser Erfolg ist umso höher einzuschätzen, als uns in der letzten Saison gleich vier Leistungsträger (Ronny, Gustavo, Michael, Abdullah) verlassen haben.

Zahlen & Fakten

Ergebnis: 11 : 11 (3:2; 3:0; 2:5; 3:4)

WSG Braunschweig: Arne Tschachschal, Axel Grimm (2), Christian Jelitto, Detlef Bergmann, Jörg Müller (1), Jürgen Braun (6), Ralf Milling, Dirk Seikowsky (2), Peter Mattern, Wolf Haro.

 

 

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