Titelverteidigung missglückt: Lions scheitern an Unicorns

7. Oktober 2017 von
Die New Yorker Lions mussten sich den Schwäbisch Hall Unicorns geschlagen geben. Fotos: Lothar Köchy
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Berlin/Braunschweig. Die New Yorker Lions haben den fünften Deutschen Meisterschaftstitel in Folge verpasst. In einem hochspanenden German Bowl XXXIX mussten sich die Braunschweiger vor 13 502 Zuschauern in Berlin den Schwäbisch Hall Unicorns mit 13:14 geschlagen geben. 


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Unicorns gelingt die Revanche

Bei regnerischem Wetter im Friedrich-Jahn-Stadion in Berlin hatten beide Mannschaften zu Beginn einige Probleme mit dem rutschigen Spielgerät, weshalb die Offensivreihen zunächst keine gute Figur machten. Nachdem die Lions den ersten Drive der Unicorns ohne neues First Down stoppten, leistete sich Quarterback Casey Therriault mit seinem ersten Pass des Spiels direkt eine Interception. Doch auch der gegnerische Quarterback Marco Ehrenfried und sein Angriff mussten sich umgehend vom Ballbesitz trennen, nachdem Tim Unger ebenfalls einen Passversuch abfangen konnte. Die Lions machten in der Folge das einzig Richtige und beschränkten sich vornehmlich auf das Laufspiel über Runningback David McCants. Obwohl der US-Amerikaner angeschlagen in die Partie ging, stellte er die Haller Verteidigung vor große Schwierigkeiten und erzielte Mitte des ersten Durchgangs mit einem Lauf über vier Yards den ersten Touchdown der Partie (PAT T. Goebel).

Die Unicorns fanden im folgenden Drive jedoch ebenfalls ihren offensiven Rhythmus und konnten durch einen 16-Yard-Pass von Ehrenfried auf seinen Receiver Nate Robitaille zum 7:7 ausgleichen (PAT T. Stadelmayr). Allerdings hatten die Lions nun ihr Mittel gefunden, um mit den schwierigen Wetterverhältnissen umzugehen. Im Alleingang brachten David McCants und der agile Casey Therriault die Lions mit ihren Läufen erneut bis kurz vor die Endzone der Unicorns. Die verblieben drei Yards überbrückte erneut der überragende McCants zur 13:7-Führung (PAT nicht gut). Schwäbisch Hall hingegen leistete sich in der Folge zwei Ballverluste, weshalb sie bis zur Pause keine weiteren Punkte auf die Anzeigetafel brachten. Allerdings konnten auch die Lions aus den Fehlern kein Kapital schlagen, wobei sie insbesondere im letzten Drive der ersten Hälfte wegen schlechtem Zeitmanagement einen erneuten Score verpassten.

Runningback David McCants (re.) wurde trotz der Niederlage zum MVP des German Bowl gekrönt. Foto: Lothar Köchy

Lions beißen sich die Zähne aus

In der zweiten Hälfte verfolgten die Lions zunächst weiter ihren Gameplan und kämpften sich mit Läufen von McCants und Therriault über das Feld. Doch die Verteidigung der Unicorns gewann nun immer mehr Zugriff und ließ so nur einen Fieldgoalversuch der Lions zu, welcher geblockt werden konnte. Nachdem die Braunschweiger in der Folge einen weiteren Ballverlust der Unicorns nicht in Punkte umwandeln konnten, schlugen die Haller zu. Mit einem Wahnsinnspass über nahezu das gesamte Spielfeld bediente Quarterback Ehrenfried seinen durchgestarteten Receiver Tyler Rutenbeck, der die Unicorns so mit 13:14 erstmals in Führung brachte (PAT T. Stadelmayr).

Das Momentum verschob sich nun Richtung des Südmeisters. Gegen die hervorragende Haller Defense kämpften sich die Lions nur mit großer Mühe über das Feld, hatten zu Beginn des Schlussviertels jedoch erneut die Chance per Fieldgoal zu punkten. Doch auch der zweite Versuch in diesem Spiel von Kicker Tobias Goebel wurde geblockt. Die Unicorns beschränkten sich im Anschluss vor allem darauf Zeit von der Uhr zunehmen, was ihnen auch gelang. Erst 2:21 Minuten vor Ende bekamen die Braunschweiger erneut das Angriffsrecht. Mit dem Zeitdruck im Rücken preschten die Lions nun nach vorne und konnten sich so eine letzte Chance auf den Sieg erarbeitet. Durch ein Fieldgoal aus 35 Yard hatte Kicker Tobias Goebel die Möglichkeit sein Team doch noch zur fünften Meisterschaft in Folge zu schießen. Jedoch blockten die Unicorns auch den dritten Braunschweiger Fieldgoalversuch ab, sodass ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen war. Durch den Erfolg gewinnt Schwäbisch Hall im fünften Versuch erstmals ein Endspiel gegen die Lions, während die Braunschweiger es verpassten sich erneut zum Deutschen Meister zu krönen.

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