Triumphspiel 3: Grizzlys packen vierfach zu – Serie gedreht

12. März 2017 von
Haie-Schlussmann Gustaf Wesslau musste heute viermal hinter sich greifen. Foto: Axel Kanert
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Köln/Wolfsburg. Die Grizzlys Wolfsburg besiegten die Kölner Haie am Sonntagabend in der Lanxess Arena klar mit 4:0 (2:0, 2:0, 0:0). Damit drehten die Niedersachsen die Serie um und gingen im dritten Spiel der Viertelfinal-Serie in Führung.


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Schnelle Führung für die Gäste

Bei Checks und Diskussionen startete diese Partie gleich von Beginn an mit Vollgas. Die erste Chance für die Haie kam bereits in der zweiten Spielminute. Max Reinhard versuchte es von links, Felix Brückmann im Tor der Gäste stand jedoch sicher auf seinem Posten. Auf der andere Seite fiel abermals Reinhard auf, dieses Mal mit Defensivarbeit gegen Robbie Bina. Kurz darauf war es Gustaf Wesslau, der zum ersten Mal ernsthaft geprüft wurde.

In der 6. Spielminute sorgte Haie-Stürmer Shawn Lalonde für die erste Strafzeit. Sebastian Furchner verwandelte nach 59 gespielten Powerplay-Sekunden und der Vorarbeit von Tyler Haskins und Tyson Mulock zur 0:1-Führung (7.). Keine Minute später folgte das zweite Powerplay für die Grizzlys. Jeremy Dehner wollte sofort erhöhen, hatte allerdings keinen Erfolg. Kurz darauf, Kapitän Haskins stand hinter dem Kölner Tor, schob er die Scheibe zu Furchner, der sofort zum linken Bullykreis weitergab. Dort stand Mulock bereit, zog ab und feuerte das Hartgummi über Wesslaus Stockhandseite zum 0:2 (9). Was folgte war Totenstille auf Seiten der Kölner Fans. 

Fredrik Eriksson versuchte es eine Minute später für die Rheinländer, sein Schuss wurde aber von der Defense der Grizzlys geblockt, bevor er Brückmann gefährlich werden konnte. Die Kölner wollten es nun wissen und hielten die Scheibe mehrmals für längere Zeit im Drittel der Wolfsburger, scheiterten aber an der starken Verteidigung der Gäste. In der 14. Minute geriet der Goalie der Niedersachsen mehrfach unter Beschuss. Zunächst scheiterte Sebastian Uvira, gefolgt von Eriksson mit dem Rebound. In derselben Minute verfehlte Ex-NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff das Tor und traf nur das Außennetz. Eine Minute später musste Brückmann seine Stärke gegen Moritz Müller unter Beweis stellen.

Die letzten Minuten des Drittels gehörten klar den Gastgebern. Die Haie kamen nun ins Spiel und fanden verschiedene Wege, um in das Drittel der Gäste vorzudringen, während diese offensiv nachließen.

Björn Krupp erzielte sein erstes Tor in dieser Spielzeit. Foto: Axel Kanert.

Grizzlys dominierten das Spiel und erhöhten die Führung

Frühe Chance für die Wolfburger. Gerrit Fauser schnappte sich einen Pass weg und gab weiter zu Furchner, doch der verspielte die Scheibe. Auf der andere Seite versuchte es Uvira erneut, für Brückmann stellte die Chance kein Problem dar. Kurz darauf zog Patrick Hager von rechts ab – und verfehlte das Tor.

Die Grizzlys wehrten sich nun wieder stärker gegen den Druck der Haie. Björn Krupp stellte Gustaf Wesslau auf eine harte Probe, welcher dieser souverän standhielt. Zwei Minuten später musste der Schwede erneut eine Riesenchance abwehren und hatte nur wenige Sekunden später das Glück auf seiner Seite. Lubor Dibelka hämmerte den Puck mit voller Wucht an die Latte seines Kastens. 

Wesslau kam nicht zur Ruhe. In der 29. Spielminute überwand Tyler Haskins die Verteidigung der Kölner und legte die Scheibe von links auf Krupp. Der Sohn des ersten deutschen Stanley Cup-Siegers Uwe Krupp, zog volles Rohr durch und erzielte mit seinem Treffer zur 0:3-Führung (29.) sein erstes Tor in dieser Spielzeit. Das Team von Trainer Pavel Gross dreht nun immer mehr auf. Mit enger Verteidigung ließen die Wolfsburger die Haie nicht zum Zug kommen. 

Diese wiederum handelten sich zusätzlich auch noch eine unnötige Strafe durch einen Wechselfehler ein. Das Powerplay-Team konnte seine, in diesem Spiel einhundertprozentige Ausbeute jedoch nicht fortsetzen. Gerade wieder komplett, pfiff der Schiedsrichter die nächste Strafzeit gegen die Gastgeber. Das sollte sich rächen, wenn auch spät. Kurz vor Ablauf der Überzahlsituation sieht Fauser die Lücke und tunnelt Gustaf Wesslau, der seine Schoner nur ganz kurz geöffnet hatte, zum 0:4 (37.). 

Die ersten Kölner Fans verließen nun ihre Plätze – ob, um Getränke zu holen, um die Toilette aufzusuchen oder um den Niedergang ihres Teams nicht mehr mit ansehen zu müssen. Heute war die Lanxess Arena mit mehr als 14.000 Zuschauern deutlich besser gefüllt, als im ersten Spiel vor knapp einer Woche. Die Stimmung kippte nun auch auf dem Eis. Diverse Akteure beider Teams gerieten aneinander, während die Fans nahezu jede Entscheidung der Unparteiischen mit Pfiffen kommentierten. Die Überzahl kurz vor Ende des Mittelabschnitts ließen die Kölner nahezu ungenutzt. Lediglich Patrick Hager fälschte gefährlich in Richtung Tor ab, verpasste dieses aber am langen Eck.

Ein harter Kampf kennzeichnet die bisherige Viertelfinalserie. Foto: Axel Kanert.

Haie konnten nichts mehr ausrichten

Die Gäste verteidigten weiterhin hart, während die Haie das Spiel immer mehr aus der Hand gaben. Die Grizzlys machten ihr Drittel komplett dicht, konnten sich aber trotzdem mehrmals aus ihrer Zone befreien. Die ersten zehn Minuten des Schlussdrittels verliefen fast ohne Unterbrechungen. Es ging hin und her, jedoch ohne klare Torchancen.

Die Emotionen kochten nach wie vor hoch. Kurz vor Spielende kassierte das Team von Cory Clouston zwei Strafen. Damit kamen die Wolfsburger für etwas mehr als eine Minute in doppelte Überzahl. Den Sieg relativ sicher in der Tasche, ließen die führenden Gäste die Scheibe eher ruhig und kontrolliert zirkulieren.

Am kommenden Mittwoch, den 15. März geht es für die Grizzlys zum vierten Spiel der Serie wieder auf das heimische Eis nach Wolfsburg. Faceoff ist um 19.30 Uhr.

Felix Brückmann hielt seinen Kasten heute sauber. Foto: Axel Kanert.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (6:43) Sebastian Furchner (Mulock, Haskins/PP1), 0:2 (08:11) Tyson Mulock (Furchner, Haskins/PP1), 0:3 (28:21) Björn Krupp (Haskins, Furchner), 0:4 (36:23) Gerrit Fauser (Aubin, Furchner/PP1)

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