VfL bei Hertha BSC: Wiedersehen der Altmeister im Sturm

20. April 2017 von
Hat sich etwas einfallen lassen: VfL-Cheftrainer Andries Jonker. Foto: Agentur Hübner

Wolfsburg/Berlin. Am 30. Spieltag der Bundesliga-Saison tritt der VfL bei der heimstarken Hertha in Berlin an. 2.000 Fans aus Wolfsburg fahren mit. Es wird auch ein Duell der Altmeister im Sturm.


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„Bei uns können alle Tore machen“

„Vedad Ibisevic kann spielen“, bestätigte Hertha-Trainer Pal Dardai in der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Der Angreifer (11 Tore/4 Assists) war unter der Woche im Training mit Verteidiger Jordan Torunarigha zusammengeprallt und musste die Einheit abbrechen. Gegen Wolfsburg meldet sich der Berliner Mannschaftskapitän einsatzfähig. So kommt es auch zum Wiedersehen mit Mario Gomez – und Andries Jonker! „Ich kenne Ibisevic noch aus seinen Hoffenheim-Zeiten“, bestätigt der Niederländer und lobt vor allem die körperlichen Fähigkeiten des Bosniers. Viel hängt bei den Berlinern von einem Einsatz des 32-Jährigen ab.

Dass das auf Gästeseite bei Mario Gomez (14 Tore) gar nicht unähnlich ist, sieht dessen Trainer nicht allzu dramatisch: „Ich bin komplett überzeugt davon, dass bei uns alle Tore machen können. Mario steht halt immer wieder an der richtigen Stelle. Es würde mich auch freuen, wenn wir 1:0 gewinnen und Mario macht das Tor“, so der 54-Jährige in der ihm eigenen charmanten Art. Aber: „Wir machen Schritte und wir machen das immer besser“, sieht der Fußball-Lehrer sein Team auf dem Weg.

„Steht immer richtig“: Mario Gomez. Foto: Agentur Hübner

„In den eigenen Händen“

„Wir haben einmal nicht so gespielt, wie ich erwartet habe“, spielt Jonker auf die Pleite vor zwei Wochen auf Schalke an. Danach fing sich sein Team, gewann gegen Ingolstadt mit 3:0 und sicherte sich so einen wichtigen Dreier im engen Abstiegsrennen zwischen der halben Liga. „Wir müssen diese Linie weiterarbeiten und auf diesem Pfad weitergehen. Dann werden wir mehr gute Spiele abliefern und damit auch Punkte sammeln“, ist er sich sicher.

Dabei wird die Aufgabe in Berlin nicht einfach. Andries Jonker nennt es „eine interessante Herausforderung“. „Die sind ganz ruhig. Sie halten den Ball, bis es eine Möglichkeit gibt, nach vorne zu spielen. Das ist eine Qualiät, die nicht viele Bundesligamannschaften haben.“ Andries Jonker über Hertha BSC

Die Hertha ist aktuell das fünftstärkste Heimteam der Liga, hat elf von 14 Spielen im Olympia-Stadion für sich entschieden. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, so Jonker. „Wir haben sie analysiert und gesehen, wo sie gut sind und wo sie ihre Schwächen haben. Wir versuchen das Spiel so anzugehen, dass wir erfolgreich sind. Uns ist die Situation komplett klar. Wir wissen, dass wir es in den eigenen Händen haben.“

Aus 15 mach 25

Personell entspannt sich die Lage bei den „Wölfen“ derzeit etwas. Christian Träsch steht wieder zur Verfügung. Victor Osimhen, Ismail Azzaoui, Diego Benaglio und Ashkan Dejaggah machen große Forstschritte. „Heute hatte ich 25 Spieler auf dem Platz. Ich habe angefangen mit 15 Profis“, sieht Jonker den Fortschritt. Im Hinspiel verlor der VfL in allerletzter Sekunde durch einen Elfmeter von Salomon Kalou 2:3. „Das war vor Weihnachten. Das ist ganz lange her und ich habe keine Sekunde daran gedacht“, so Jonker: „Es geht um das kommende Spiel. Wenn wir in Berlin punkten, schauen wir am Sonntag auf die Tabelle und schauen, ob es uns was gebracht hat.“

Ausgerechnet der Ex-Wolfsburger Alexander Esswein traf im Hinspiel. Foto: Agentur Hübner

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