VfL-Frauen gewinnen das Verfolgerduell gegen Bayern

19. März 2017 von
Großer Jubel bei den Wöfinnen: Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche den Meister bezwungen. Fotos: Agentur Hübner
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Wolfsburg. Am heutigen Sonntagabend besiegte die Damenmannschaft des VfL Wolfsburg den FC Bayern München vor heimischen Publikum mit 2:0 (1:0). 2640 Zuschauer verfolgten die Tore von Harder und Kerschowski beim Topspiel im AOK Stadion.


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Keller-Elf gewinnt „6-Punkte-Spiel“

Bei dem heutigen „6-Punkte-Spiel“ empfing der Tabellenzweite den Tabellendritten der Allianz Frauen-Bundesliga. Die Niedersachsen hatten vor der Partie nur einen Zähler Vorsprung auf die Münchner und fünf Punkte Rückstand auf den Ligaprimus, 1.FFC Turbine Potsdam. An Brisanz gewann die Begegnung aus zwei Gründen: Zum einen berechtigen nur die ersten beiden Ränge die Teams, nächstes Jahr in der Champions League anzutreten. Zum anderen entschieden vor vier Tagen die Wölfinnen das Duell im DFB-Pokal für sich (2:0).

Beide Teams spielten mutig und schnell nach vorne. Die erste Torchance hatte die Heimmanschaft. Alexandra Popp brachte den Ball in die Mitte, Bayern-Keeper Tinja-Rikka Korpela war zwar mit den Händen an der Kugel, aber Tessa Wullaert kam zum Nachschuss und verzog. In der 14. Minute fiel dann der Führungstreffer. Ausgangspunkt war ein langer Pass von Babett Peter, den Gina Lewandowski unterschätzte. Pernille Harder kam zum Abschluss und tunnelte Münchens Torfrau. Sie markierte ihren ersten Bundesligatreffer. Die Wölfinnen waren spielbestimmend.

Die Kellermann-Elf kam gut aus der Pause und gleich zu Tormöglichkeiten durch Harder und Hansen. Die Bayern wurden jetzt mutiger und mussten noch offensiver spielen. Sie kamen zu einigen Gelegenheiten. Doch der VfL nutzte die sich nun bietenden Lücken und kam zu Konterchancen. In der 84. Minute war es die eingewechselte Isabel Kerschowski, die eine Harder-Flanke volley in das Tor drosch und so für die Entscheidung sorgte.

Durch den verdienten Sieg gegen den direkten Konkurrenten hält das Team von Ralf Kellermann den Anschluss an den Tabellenführer und festigt Platz 2. Am kommenden Donnerstag (20.15 Uhr) findet das Hinspiel der UEFA Women’s Champions League-Viertelfinale statt. Die Wölfinnen empfangen Olympique Lyon.

Losgelöst von Zeit und Raum: Caroline Hansen und Pernille Harder. Foto: Agentur Hübner

Fischer setzt sich für Toleranz ein

VfL-Kapitänin Nilla Fischer trug zum ersten Mal eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben. Die Abwehrchefin trägt dieses Symbol, um sich für Toleranz stark zu machen. „Im Fußball machen wir uns oft stark gegen Rassismus, was großartig ist. Aber mir ist es wichtig, das große Ganze zu betrachten und da müssen wir auch Homophobie und Sexismus ins Blickfeld nehmen.“ Die Idee der schwedischen Nationalspielerin fand der VfL so gut, dass sie sie unterstützen.

Besondere Kapitänsbinde bei Nilla Fischer. Foto: Agentur Hübner

Zahlen & Fakten

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Peter, Maritz – Wullaert (55. Bernauer), Gunnarsdottir, Popp, Dickenmann (70. Kerschowski) – Hansen, Harder (88. Mittag) Trainer: Ralf Kellermann

FC Bayern: Korpela – Abbe, Wenninger, Lewandowski – Baunach, Behringer, Däbritz (83. Lotzen), Maier (62. Wieder) – Lohmann, Rolfö (46. Rolser) – Miedema Trainer: Thomas Wörle

Tore: 1:0 Pernille Harder (14.) 2:0 Isabel Kerschowski (84.)

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