Wölfe nerven Bullen – Gomez tütet den VfL-Sieg ein

11. März 2017 von
Torschütze Mario Gomez (li.) und Riechdly Bazoer feuen sich über den Treffer der "Wölfe". Foto: imago/foto2press
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Leipzig/Wolfsburg. Vor 42.550 Zuschauern bezwang der VfL Wolfsburg am 24. Spieltag Aufsteiger Leipzig mit 1:0 (1:0). Mario Gomez sorgte mit dem Tor des Tages für den ersten Sieg unter Trainer Andries Jonker.


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Erster Dreier für Jonker

Der verletzte Jeffrey Bruma blieb zwangsweise die einzige personelle Veränderung, die VfL-Trainer Jonker nach der mannschaftlichen Leistung in Mainz vornehmen musste. Während Ricardo Rodriguez in die Defensivzentrale rückte, startete Yannick Gerhardt als Linksverteidiger. Paul Seguin und Josuha Guilavogui nahmen zunächst auf der Bank platz. 

Sie sahen, wie der VfL Wolfsburg rasant los legte. Schon in der 2. Spielminute spielte Daniel Didavi den Ball im Leipziger Strafraum zurück auf Gerhardt, der keinen Druck hinter seinen Abschluss bekam. Die Gäste blieben dran. Nachdem Yunus Malli über rechts Riechedly Bazoer gesehen hatte, schickte der Gomez zu steil (6.). Besser machten es die „Wölfe“ drei Minuten später. Ein schnelles Umschaltspiel zwischen Malli und Didavi auf halbrechts kam zu Gomez, der annehmen und per Linksschuss vollenden konnte (9.). Es bleibt also dabei: Unter Jonker trifft Gomez immer das Tor.

Leipziger Leistung überschaubar

Die in blau spielenden Niedersachsen waren auch in der Folge das klar bessere Team. Nur einmal prüfte Diego Demme VfL-Schlussmann Koen Casteels mit einem satten Fernschuss. Die unerwartete Leipziger Ideenlosigkeit offenbarte sich in Frustaktionen. Schmitz sah ebenso Gelb (15.), wie Orban, der Gomez von hinten umgrätschte (18.) oder Keita, der bei Didavi Maß nahm, nachdem bereits abgepfiffen worden war (33.). 

Nach einer halben Stunde hätte Malli erhöhen können, scheiterte bei seinem Versuch von links aber an Gulasci. Bei der nachfolgenden Ecke kam der Türke erneut an den Ball (30.). Die beste Möglichkeit für die Gastgeber brachte ein Flanke von Timo Werner auf Emil Forsberg, der aber zu kurz kam (39.). Noch vor der Pause musste Ricardo Rodriguez passen, nachdem er umgeknickt war. Guilavogui kam ins Spiel. Luiz Gustavo rückte dafür in die Innenverteidigung. Wolfsburg brachte die knappe aber verdiente Führung über die 4 (!) Minuten Nachschlag. 

Doppelter Didavi scheitert

Zu Beginn von Durchgang zwei kamen zunächst die Gastgeber. Werner, Orban und noch einmal der Ex-Stuttgarter prüften die Wolfsburger Defensive dreifach, waren aber viel zu harmlos. In der 54. Spielminute hätte der doppelte Didavi den „Wölfen“ einen komfortablen Vorsprung erspielen können. Sein feiner Heber aus 15 Metern senkte sich an den linken Pfosten und sprang zum Absender zurück, der den Ball noch vertändelte. Im Nachsetzten hämmerte Gomez den Ball aus 5 Metern noch einmal an den Pfosten. 

Auf der anderen Seite täuschte Sabitzer stark an und schloss schwach ab (61.). Leipzig war sichtlich genervt und bekam sein Spiel nicht auf den Rasen. Sabitzer versuchte Casteels noch einmal, diesmal fand er mit dem besseren Abschluss seinen Meister in dem Wolfsburger Schlussmann (65.). Zehn Minuten später scheiterte Sabitzer erneut mit einem Tänzchen. Der VfL verteidigte engagiert und hielt das 1:0 fest – auch weil Leipzig am Ende platt wirkte. 

In der Tabelle klettert der VfL auf Platz 14 und sitzt dem FC Schalke 04 im Nacken. Am kommenden Samstag (15.30) empfangen die Niedersachsen daheim den SV Darmstadt. 

„Ich sage nur zu ihm: Bleibe um Gottes Willen im Strafraum!“ Andries Jonker über Mario Goemz bei Sky

Zahlen & Fakten

Leipzig: Gulasci, Schmitz (68. Upamecano), Orban, Compper, Halstenberg, Keita, Demme, Kaiser (46. Martinez), Forsberg (74. Burke), Sabitzer, Werner Trainer: Ralph Hasenhüttl

VfL Wolfsburg: Casteels, Blaszczykowski, Knoche, Rodriguez (44. Guilavogui), Gerhardt, Bazoer (64. Seguin), Luiz Gustavo, Didavi, Arnold, Malli, Gomez Trainer: Andries Jonker

Torfolge: 0:1 Mario Gomez (9. Didavi)

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