0:3! Ingolstadt nimmt Eintracht Braunschweig auf die Hörner

2. November 2019 von
Bruchlandung! Eintracht Braunschweig erwischte einen rabenschwarzen Nachmittag gegen den FC Ingolstadt. Fotos: Agentur Hübner
Braunschweig. Eintracht Braunschweig erwischte am 14. Spieltag einen rabenschwarzen Nachmittag und bekam von Zweitligaabsteiger FC Ingolstadt deutlich die Grenzen aufgezeigt. Vor 17.416 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Flüthmann mit 0:3 (0:3). Steffen Nkansah flog dabei zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Rot vom Platz.

Ingolstadt filetiert Braunschweig in sechs Minuten

Es ist wahrhaft schwer, etwas Positives in diesem schwachen Auftritt zu finden. In der bisher schlechtesten Halbzeit der bisherigen Drittliga-Saison blieb Eintracht Braunschweig seinen Fans einiges schuldig. Auf dem nassen Rasen des Eintracht-Stadions versuchten es die Gastgeber immer wieder – entgegen ihrer eigentlichen Vorgabe – mit langen Bällen, die für die langen Kerls in der Hintermannschaft der Schanzer leichte Beute wurden. Nicht ein einziges Mal (!!) – lässt man Feigenspans Fieldgoal kurz vor der Pause mal außen vor – erspielten sich die indisponierten Löwen so etwas wie eine Torchance. Die Flüthmann-Elf wirkte phlegmatisch und kam häufig einen Schritt zu spät.

Die Saibene-Elf präsentierte sich dagegen effizient und nutzte gleich die ersten drei Möglichkeiten. Gerade als die Gastgeber nach 20 recht ereignislosen Spielminuten etwas mutiger wurde, stach Marcel Gaus nach Ablage von Dennis Eckert Ayensa – begünstig durch den Braunschweiger Geleitschutz – im hohen Bogen und unhaltbar über Jasmin Fejzic (21.).

Keine drei Minuten später legte Innenverteidiger Nico Antonitsch nach einer Krauße-Ecke vom kurzen Pfosten aus per Flugkopfball nach (23.). Das Desaster der ersten 45 Minuten war perfekt, als Kurzweg allzu einfach Benjamin Kessel hinter sich ließ und in den Rückraum legte, wo Maximilian Thalhammer unbedrängt einschieben konnte (26.). Die Eintracht war total von der Rolle, hätte in der 32. Spielminute beinahe das 0:4 kassiert. Hinzu kam Pech: Noch vor der Pause musste Marcel Bär angeschlagen ausgewechselt werden. Für ihn kam Mike Feigenspan (43.). Von Pfiffen begleitet ging es in die Kabine.

Nkansah mit dem Bärendienst

In der Pause wechselte Christian Flüthmann zum zweiten Mal. Martin Kobylanski räumte für Yari Otto das Feld. Besserung stellte sich damit aber nicht ein: Es waren kaum sechs Minuten im zweiten Durchgang gespielt, da grätschte Steffen Nkansah an der Mittellinie mit beiden Beinen voraus Peter Kurzweg um, der kurz darauf ausgewechselt werden musste. Der Braunschweiger Defensivspieler sah von Bundesligaschiedsrichter Bastian Dankert zurecht die Rote Karte.

Trainer Flüthmann sah sich gezwungen, ein drittes Mal zu wechseln und brachte Felix Burmeister für Schwenk (53.). Die Blau-Gelben hatten sich längst mit der Niederlage abgefunden und betrieben Schadensbegrenzung. Ein Kopfballversuch von Feigenspan (84. Latte) blieb das einzig gefährliche Lebenszeichen des Deutschen Meisters von 1967, der in der Schlussphase nur mit vereinten Kräften weitere Gegentore verhindern konnte.

„Das macht mich wütend!“

„Warum die Zuschauer bei Rückpässen so schnell pfeifen weiß ich nicht“, haderte Marc Pfitzner nach Spielende bei Magenta Sport und fügte an: „Das macht mich wütend!“ Danach habe die Mannschaft ein wenig den Faden verloren. „In der Kabine haben wir uns gesagt, es kommt darauf an, Charakter zu zeigen. Mit zehn Mann haben wir das ordentlich gespielt in der zweiten Halbzeit“, fand Pfitzner dann doch etwas Positives an diesem Auftrtitt. 

In der Tabelle fällt die Eintracht auf den 5. Rang zurück. Jetzt gilt es, die Niederlage schnell aufzuarbeiten. Am Montag, dem 11. November (19.00) geht es zu Preußen Münster.

Grafik/Foto: Frank Vollmer

[Stimmen folgen]

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Ziegele, Nkansah, Kijewski – Pfitzner, Wiebe, Bär (43. Feigenspan), Schwenk (53. Burmeister) – Proschwitz, Kobylanski (46. Y. Otto) Trainer: Christian Flüthmann

FC Ingolstadt: Buntic – Heinloth, Schröck, Antonitsch, Kurzweg (57. Elva) – Krauße, Thalhammer, Kaya (79. Beister), Gaus – Kutschke, Eckert Ayensa (72. Bilbija) Trainer: Jeff Saibene

Torfolge: 0:1 Marcel Gauß (21. Eckert Ayensa), 0:2 Nico Antonitsch (23. Krauße), 0:3 Maximilian Thalhammer (26. Kurzweg)

Das Spiel in Bildern

Spiel in Bildern: Eintracht Braunschweig – FC Ingolstadt

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