1:2! Eintracht verliert gegen Schlusslicht Kaiserslautern

4. Februar 2018 von
Fatale Szene: Suleiman Abdullahi rutscht aus, ermöglicht Philipp Mwene das Zuspiel zum frühen Rückstand. Fotos: Agentur Hübner
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Braunschweig. Die Eintracht hat den Heimspiel-Auftakt 2018 in den Sand gesetzt. Am 21. Spieltag unterlag die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht vor 20.550 Zuschauern dem Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 (0:2). Suleiman Abdullahis Treffer und ein später Sturmlauf reichten nicht mehr zum Punktgewinn.


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Braunschweig tritt auf der Stelle

Das Karnevals-Trikot, das nach dem Spiel für einen guten Zweck versteigert werden soll, brachte den Löwen gegen den 1. FC Kaiserslautern kein Glück. Bei der ersten Heimniederlage gegen den FCK seit Februar 2015 (0:2) vertraute Trainer Torsten Lieberknecht der siegreichen Elf vom 3:1 in Aue.

Lautern-Coach Michael Frontzeck (53) musste bei seinem Debüt an der Seitenlinie auf den Ex-Löwen Marcel Correia (Muskelprobleme) verzichten. Dafür verteidigte Stipe Vucur. Das Tor der Gäste hütete der Jan-Ole Sievers für den gelb-rotgesperrten Stammkeeper Müller. Der 22-Jährige geriet vor allem in der turbulenten Schlussphase vermehrt ins Blickfeld und rettete den Gästen den Sieg. 

Spalvis sticht doppelt ins Löwenherz

Im Duell der Gründungsmitglieder der Bundesliga geriet Eintracht Braunschweig wie schon in Aue früh uns Hintertreffen. Doch statt einer direkten Antwort lagen die „Löwen“ noch vor der Pause doppelt hinten. Nach einem beherzten Abschluss von Jan Hochscheidt und einem Fehlversuch von Domi Kumbela – frei vor dem Tor – war es Lukas Spalvis, der auf der anderen Seite einnetzte. Dabei rutschte Suleiman Abdullahi in der Abwehrbewegung aus, Philipp Mwene legte per Hacke auf Brandon Borello, der flankte und den Kopf von Spalvis fand (5.).

Die Gäste überstanden, diszipliniert im 4-4-2 tief gestaffelt, den folgenden Braunschweiger Sturmlauf zwischen der 12. und 30. Minute. In dieser Phase vergaben die Hauherren gleich mehrere Möglichkeiten zum Ausgleich, wie Abdullahi aus spitzem Winkel (17.), Hochscheidt (21.) oder Ken Reichel aus der Distanz (23.). Als Abdullahi mit großen Schritten auf Jan-Ole Sievers zustürmte, übersah der gleich zwei Mitspieler in aussichtsreicher Position und vertändelte (30.).

Nach einer halben Stunde traute sich der FCK wieder aus der eigenen Zurückgezogenheit heraus und wurde direkt brandgefährlich. Zweimal geriet dabei Osayamen Osawe ins Blickfeld, der erst volley in die Arme von Fejzic traf (31.), dann nach einem Freistoß Maß auf den langen Pfosten nahm, wo Steffen Nkansah noch vor der Torlinie klären konnte (33.). Doch die Gäste legten nach. Im Anschluss an eine Ecke fand das Leder über Umwege zu Spalvis, der seinen persönlichen Doppelpack schnürte (35.). Zur Pause führten die „Roten Teufel“ verdient.

Schrecksekunde für Fejzic, der nach längerer Behandlung weiter spielen konnte. Foto: Agentur Hübner

Anschluss „Manni“

Torsten Lieberknecht musste nach der schwachen ersten Halbzeit reagieren und schickte zur Pause Onur Bulut und Özkan Yildirim für Patrick Schönfeld und Steffen Nkansah ins Rennen. Doch zunächst gab es eine Schrecksekunde für Jasmin Fejzic, der im Luftduell mit Osawe zusammenprallte und länger behandelt werden musste (50.). Der Braunschweiger Schlussmann konnte weiter spielen. 

Braunschweig drängte auf den Anschlusstreffer  und gewann jetzt auch die wichtigen Zweikämpfe. Onur Bulut fand keinen Abnehmer mit einer Flanke (55.), bei Reichels Flugball kam Kumbela einen Schritt zu spät (58.). Dann scheiterte Abdullahi erneut nach gutem Zuspiel von Yildirim aus spitzem Winkel an Sievers (60.). Die Gäste verlegten sich auf Konter und kamen beinahe zum 0:3, doch Osawes Lupfer über Fejzic ging am Tor vorbei. 

Reichel lässt den Querbalken erbeben

Braunschweig erhöhte weiter den Druck, blieb aber glücklos im Abschluss. Nach einem guten Angriff über links legte Reichel die Kugel quer auf Yildirim, der kraftvoll abzog, doch wieder war Sievers zur Stelle und entschärfte die Möglichkeit (67.). Keine fünf Minuten später holte Abdullahi die Hausherren zurück ins Spiel. Nach einem klugen Zuspiel von Bulut umkurvte der Angreifer Callsen-Bracker und schob den Ball rechts unten ins Lauterer Tor (72.). Abdullahi hatte kurz darauf eine weitere Großchance, wurde aber geblockt (80.).

Nach einem Handspiel im liegen kam Braunschweig an der rechten Strafraumkante zum Freistoß. Bulut legte kurz auf Hochscheidt, dessen Gewaltschuss Sievers erneut parierte (84.). In den turbulenten Schlussminuten wollte der Ball auch bei besten Möglichkeiten nicht mehr ins Tor. So wurde Georg Teigls Schuss geblockt (86.) und Reichel traf mächtig den Querbalken aus 18 Metern (88.). 

Mit dem fünften seiglosen Heimspiel in Folge rutscht Eintracht Braunschweig wieder ab auf Rang 13. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) geht es auswärts zum 1. FC Heidenheim. 

Knackige Schlussphase: Ken Reichel traf nur den Querbalken. Foto: Agentur Hübner

[Stimmen folgen]

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Nkansah (46. Bulut), Valsvik, Breitkreuz – Teigl, Schönfeld (46. Yildirim), Hochscheidt, Reichel – Kumbela, Hofmann (63. Nyman), Abdullahi Trainer: Torsten Lieberknecht

1. FC Kaiserslautern: Sievers – Mwene, Callsen-Bracker, Vucur, Guwara – Seufert (85. Fiedler), Moritz – Borello, Jenssen (62. H. Altintop) – Spalvis (87. Andersson), Osawe Trainer: Michael Frontzeck

Torfolge: 0:1 Lukas Spalvis (5. Borello). 0:2 Lukas Spalvis (35. Osawe), 1:2 Suleiman Abdullahi (72. Bulut)

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