1:3 – Grizzlys werden von Eisbären in Spiel 4 niedergerungen

21. März 2018 von
Das war die Entscheidung: André Rankel schiebt zum 1:2 ein. Foto: Moritz Eden/City-Press GbR

Wolfsburg. Im vierten Spiel des Playoff-Viertelfinales der DEL mussten sich die Grizzlys Wolfsburg gegen die Eisbären Berlin knapp geschlagen geben. Trotzdem der Vizemeister einen Großteil des Spielgeschehens für sich verbuchen konnte, zeigten sich die Gäste effektiv und sorgten vor knapp 4200 Zuschauern für einen Endstand von 1:3 (1:1, 0:1, 0:1). In der Best-of-seven-Serie führt Berlin damit nun mit 3-1.


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Foucault und Bina wieder dabei

Zwei Rückkehrer konnten die Grizzlys vor Spielbeginn verkünden. Kris Foucault und Robbie Bina standen wieder im Aufgebot, waren nach Aussage von Grizzlys-Manager Charly Fliegauf „jedoch noch nicht zu 100 Prozent wieder fit.“ Torsten Ankert saß erneut mit auf der Bank, kam jedoch nicht zum Einsatz. Damit fehlten weiterhin sechs Spieler.

Grizzlys überlegen – Berlin setzt ersten Stich

Es hätte ein Blitzstart werden können. Der Befreiungsschlag eines Berliners landete bei Conor Allen im hohen Slot, doch vor dem Tor war zu viel Verkehr (1.). Kurz darauf begingen die Gäste den nächsten Fehler und ließen die Scheibe im eigenen Drittel liegen. Brent Aubin zog vom rechten Bullypunkt ab – Petri Vehanen war auf seinem Posten (2.). Auf der Gegenseite ließ sich Jerry Kuhn per Bauerntrick nicht überwinden, hatte beim nächsten Versuch von der blauen Linie allerdings keine Chance. Rihards Bukarts hatte den Schuss zum 0:1 (4.) abgefälscht und Kuhn die Sicht versperrt.

Dabei war eigentlich der Vizemeister von Beginn an am Drücker und ließ sich auch nach dem frühen Rückstand nicht beirren. Immer wieder spielte sich das Geschehen im Berliner Drittel ab. Es folgte eine kuriose Szene: Alexander Karachun lief ein Solo, Vehanen kam weit heraus und parierte. Karachun kam wieder dran und versuchte es nochmal. Ein Berliner verschob das Tor, das Spielgerät rutschte währenddessen über die Torlinie – kein Treffer nach Videobeweis (9.).

Der Zwischenstand täuschte weiterhin über das Spielgeschehen hinweg. Die Hausherren zeigten ein temporeiches Spiel, standen sicher in der Verteidigung und schalteten blitzschnell auf Konter um. Zwei Überzahlspiele dauerte es, bis die Automobilstädter zum verdienten Ausgleich kamen. Vier Sekunden vor Ablauf des zweiten Powerplays donnerte Christoph Höhenleitner das Spielgerät zum 1:1 (16.) in die Maschen. Und auch danach kam bei Vehanen keine Langeweile auf. Immer wieder kam ein Grizzly gefährlich nahe und feuerte auf den Berliner Kasten – der Rekordmeister hatte zu diesem Zeitpunkt offensiv nichts zu melden.

Eisbären effektiver

Ein Wechselfehler kostete die Wolfsburger für zwei Minuten einen Mann, doch mit Erreichen der Vollzähligkeit knüpfte man an die Leistung des ersten Drittels an (26.) – doch wieder waren es die Hauptstädter, die wie aus dem Nichts scorten: Bully im Drittel der Schwarz-Orangen, Schuss von Michael DuPont an der Blauen, die Scheibe landete bei André Rankel, der von rechts zum 1:2 (27.) einnetzte.

Nur kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Stephen Dixon schickte Sven Ziegler in die Bande und bekam dafür 5+20 Minuten und durfte duschen gehen, Ziegler musste behandelt werden. Damit nicht genug, gesellte sich auch noch Philip Riefers in die Kühlbox. In doppelter Unterzahl kam Kuhn zwischenzeitlich unter Dauerfeuer und zeigte eine Parade nach der nächsten (32.). Riefers kam zurück, fuhr sofort einen Konter, schob nach rechts auf Sebastian Furchner, doch der vertändelte die Scheibe (33.). Auch wenn das nächste Powerplay ungenutzt blieb, war das Team vom Allerpark auch bis zum Ende des Mittelabschnitts die spielbestimmende Mannschaft – erst kurz vor der zweiten Pause zeigten sich die Polarbären wieder vor dem heimischen Kasten.

Berlin rettet Führung über die Zeit

Im Schlussdrittel zeigten die Gäste, dass sie sich mit der knappen Führung nicht zufrieden geben wollten und erwischten einen etwas besseren Start. Mit wenig Unterbrechungen ging es eine Weile hin und her, doch nach nur wenigen Minuten fuhr der Tabellenzweite der Hauptrunde den Druck wieder herunter und schaltete auf Verwaltung um. Die Gastgeber bemühten sich weiterhin, waren jedoch auch immer wieder vom Scheibenpech getroffen.

Acht Minuten vor Schluss ging es für die Grizzlys erneut in das Powerplay und auch hier kam nichts Zählbares heraus. Mit Erreichen der Vollzähligkeit folgte eine Schrecksekunde: Jimmy Sharrow bekam einen Stock ins Gesicht, konnte die Partie allerdings fortsetzen. Dadurch profitierten die Wolfsburger von einer vierminütigen Überzahl (54.) und auch hier gelang kein erfolgreicher Abschluss. Eine Minute vor Schluss tauschte Grizzlys Cheftrainer Pavel Gross Jerry Kuhn gegen einen weiteren Feldspieler – Louis-Marc Aubry schob zum besiegelnden 1:3 (60.) in das leere Tor ein.

Am kommenden Freitag (19.30) treten die Grizzlys Wolfsburg bei den Eisbären Berlin zum möglicherweise entscheidenden Spiel 5 an.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (3:03) Rihards Bukarts (Richmond, Dupont), 1:1 (15:38) Christoph Höhenleitner (Weiß, Dehner/PP1), 1:2 (26:22) André Rankel (Dupont), 1:3 (59:07) Louis-Marc Aubry (Noebels, Rankel/EN)

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