22:20! Lady Lions holen den Titel bei der Finalpremiere

30. September 2019 von
Ein unglaublich enges und packendes Finalspiel. Fotos: Reinelt/PresseBlen.de
Braunschweig. Gleich bei ihrer ersten Endspiel-Teilnahme klappte es mit dem Titelgewinn: Dank einer überragenden Defensivleistung und einer geschlossenen Mannschaftsperformance holen die Lady Lions des 1. FFC gegen die Allgäu Comets den Meistertitel der 2. Damenbundesliga mit 22:20 nach Braunschweig. 

Packend bis in die letzten Sekunden!

Zu Beginn noch sehr nervös agierend, lagen die Lady Lions schon früh mit 0:12 hinten und konnten ein bisschen froh sein, das auch ihre Gäste allzu hektisch mit ihren Zusatzversuchen umgingen. Als Stefanie Schult mit einem feinen Pass Alicia Sorge erstmals fand, keimte nach dem 6:12 wieder Hoffnung im Braunschweiger Lager – zumal Lisa Holtfreter direkt für zwei Extrapunkte sorgte (8:12). Mit dem Momentum auf ihrer Seite ging die Mannschaft von Head Coach Roy Bodtke in die Kabine. 

Nach der Halbzeitpause legte Leonie Pfeiffer zum 14:12 nach und brachte die Löwinnen erstmals in diesem Finale in Führung. Doch auch die Comets Ladies legten nach und stellten auf 14:20 (TPC gut). Eines stand jetzt schon fest: Dieses Endspiel blieb sollte bis in die letzten Sekunden packend bleiben. 

103 Sekunden vor dem Spielende erfolgte der spielentscheidende Touchdown, den Alicia Sorge von der wurfstarken Stefanie Schult serviert bekam. Dieser vierte erfolgreiche Versuch der Gastgeberinnen zehn Yards vor der Endzone der Comets Ladies schraubte den Puls noch einmal in die Höhe und brachte den Ausgleich zum 20:20. Bei der folgenden Two-Point Conversion war es einmal mehr Sorge, die diesmal den Pass von Lisa Holtfreter aus der Luft pflückte und auf 22:20 stellte.

Es war die Entscheidung in diesem unglaublich engen und packenden Finalspiel, weil die Defense der Löwinnen die Allgäuer nicht mehr zum Zuge kommen ließ und auch dem letzten Aufbäumen stand hielt. 

„Den Mut nicht verloren“

„Der Titel ist etwas ganz besonderes, auf das die Ladies schon ganz lange warten. Besonders hat mir gefallen, dass wir trotz des Rückstandes den Mut nicht verloren haben. Das war vor kurzem noch ganz anders“, freute sich Roy Bodtke und berichtete: „Ich bin jetzt zehn Jahre der Head Coach der Lady Lions und arbeite natürlich ständig auf dieses Ziel hin. Nun haben wir den Pokal und ich kann es noch gar nicht richtig realisieren.“ Es werde ungleich schwerer, den Titel im nächsten Jahr zu verteidigen. Aufsteigen werden die Lady Lions übrigens nicht. Dazu fehlt die notwendige Kadergröße. „Dazu müssten wir noch einmal zehn Spielerinnen mehr sein“, so Bodtke. 

 

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