4:2-Heimsieg! Bissige Grizzlys ringen Panther nieder

19. Dezember 2018 von
Alexander Karachun leitete mit seinem frühen Treffer den Sieg der Grizzlys ein. Foto: City-Press GbR
Wolfsburg. Am 29. Spieltag der DEL setzten sich die Grizzlys Wolfsburg mit 4:2 (1:2, 2:0, 1:0) gegen die Augsburg Panther durch. Dabei gingen die Gastgeber am Mittwochabend vor 2.005 Zuschauern bereits nach 39 Sekunden in Führung, ließen sich diese noch vor dem Drittelende wieder abnehmen, drehten die Partie im MIttelabschnitt jedoch wieder um.

Möchel wieder da – Machacek erwartet Kind

Während das Team von Coach Hans Kossmann mit Marius Möchel den nächsten Rückkehrer zu verbuchen hatte, fehlte Spencer Machacek im Kader, bei dessen Frau die Geburt des ersten Kindes erwartet wird. Zwischen den Pfosten vertraute der Schweiz-Kanadier erstmals wieder Jerry Kuhn.

Panther verpatzen Traumstart der Grizzlys

Viel besser kann man in eine Partie nicht starten. Mit einem stark gespielten Aufbau über den rechten Flügel brachten sich die Hausherren nach nur 39 Sekunden in Führung. Dabei lief die Scheibe über Jeremy Welsh auf Brent Aubin, der das Hartgummi in das Angriffsdrittel verfrachte, in dem Alexander Karachun genau richtig stand und das 1:0 (1.) ins Netz jagte.

Die Freude währte wieder einmal nicht lange. Augsburger war nun wach und suchte den Abschluss, sodass Jerry Kuhn auf Wolfsburger Seite immer wieder gefragt war. Nachdem beide Teams einen Spieler in die Kühlbox schicken mussten, schlug es im 4-gegen-4 schließlich ein im heimischen Kasten – Thomas Jordan Trevelyan kam im Slot frei zum Schuss und egalisierte den Spielstand auf 1:1 (6.). Keine zwei Minuten später musste sich der Grizzlys-Goalie erneut umdrehen, nachdem Simon Sezemsky auf 1:2 (8.) gedreht hatte.

Wolfsburg dreht das Spiel

Mit der Augsburger Führung ging es in den Mittelabschnitt, in dem die Niedersachsen in den ersten Minuten für erheblichen Druck auf das Tor von Olivier Roy sorgten. Folgerichtig belohnte sich der dreifache Vizemeister mit dem Ausgleich. Hier zeigte sich Nick Latta hellwach, als der schnelle Pass von Alexander Karachun kam, den der Stürmer eiskalt zum 2:2 (24.) in die Maschen drosch.

Diesmal fanden die Panther nicht so schnell zurück in das Geschehen – Wolfsburg blieb vorerst am Drücker. Dabei setzte sich vor allem Daniel Sparre in Szene, der gleich zweimal in Folge solo auf Roy zu lief, an diesem aber scheiterte (30.). Nachdem es eine Weile hin und her ging, sorgten die Gastgeber kurz vor der zweiten Pause für den nächsten Erfolg. Bei einem Konter musste der Augsburger Schlussmann das Spielgerät nach einem Versuch von Karachun in den freien Raum abprallen lassen, dort kam Aubin angerauscht und knallte den Rebound zum 3:2 (38.) in das Gehäuse.

Grizzlys bleiben konzentriert

Mit einer nahezu zirkusreifen Leistung von Jerry Kuhn ging es in die letzten 20 Minuten. Der Wolfsburger Goalie wollte die Scheibe hinter seinem Kasten abspielen, das Hartgummi landete jedoch bei einem Gegenspieler – der Deutsch-Amerikaner kehrte in allerletzter Sekunde auf seinen Posten zurück und parierte den Schuss des Gegners (43.).

Zwei darauf folgende Strafzeiten beider Teams brachten nichts ein und auch ein weiteres Powerplay der Grizzlys blieb erfolglos, doch mit Erreichen der Vollzähligkeit klingelte es erneut. Die Schwarz-Orangen waren noch immer in Formation, Wade Bergman ließ einen Kracher aus dem hohen Slot los, den Abpraller verwandelte Jeremy Welsh zum 4:2 (50.). Augsburg kam nicht mehr heran, auch der Extraattacker änderte nichts mehr am Sieg der Hausherren.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel. In letzter Zeit ist Augsburg für mich eine der stärksten Mannschaften und wir wussten, dass wir eine gute Leistung bringen müssen. In den letzten beiden Spielen konnten wir uns für gute Leistungen nicht belohnen, heute haben wir aber die Tore geschossen“, sagte Kossmann nach der Partie gegenüber der Presse.

Am Freitag (19.30) treten die Grizzlys Wolfsburg beim ERC Ingolstadt an.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (0:39) Alexander Karachun (Aubin, Welsh), 1:1 (5:51) Thomas Jordan Trevelyan (Valentine, Lamb), 1:2 (7:55) Simon Sezemsky (Valentine, Schmölz), 2:2 (23:17) Nick Latta (Karachun, Aubin), 3:2 (37:26) Brent Aubin (Karachun), 4:2 (49:33) Jeremy Welsh (Bergman)

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