5:2-Spektakel! Proschwitz und Co. ballern sich an die Spitze

24. August 2019 von
Matchwinner Nick Proschwitz! Der Neuzugang mit seinem ersten Doppelpack für die Löwen. Foto: Agentur Hübner
Braunschweig. Am 6. Spieltag sahen 17.221 Zuschauer ein 5:2(2:2)-Spektakel im Eintracht-Stadion! Gegen die Würzburger Kickers drehte die Mannschaft von Trainer Christian Flüthmann nach dem Seitenwechsel richtig auf und schnappt sich zumindest bis zum Sonntag die Tabellenführung der 3.Liga. Nick Proschwitz mit seinem ersten Doppelpack in blau und gelb.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter!“

Das ist auch eine klare Ansage an die Konkurrenz: Die Eintracht ist wieder da! Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit ließen die Löwen keine Zweifel mehr zu und zeigten eindrucksvoll, dass in dieser Saison absolut mit ihnen zu rechnen ist. Nick Proschwitz (7./41), Robin Becker (48.), Marcel Bär (56.) und Martin Kobylanski (68.) sorgten für den am Ende ungefährdeten höchsten Saisonsieg des Deutschen Meisters von 1967. 

Torhüter Jasmin Fejzic und Innenverteidiger Robin Becker kehrten wie von Trainer Christian Flüthmann im Vorfeld angedeutet nach überstandenen Blessuren zurück in die Startelf. Hinzu kam Danilo Wiebe, der bei seinem Startelf-Debüt als dritte personelle Änderung gegenüber dem 3:0 in Kaiserslautern das Vertrauen des Trainers erhielt. Marcel Engelhardt, Robin Ziegele und Marc Pfitzner nahmen wie der Ex-Würzburger Orhan Ademi zunächst auf der Bank Platz. Bei den Gästen aus Würzburg nahm Trainer Michael Schiele zwei Änderungen vor: Dominic Baumann und Robert Hermann ersetzten Dave Gnaase und Leroy Kwadwo (beide Bank) positionsgetreu im 4-2-3-1.

Starker Beginn, dann den Gegner zurückgeholt

In einer turbulenten und unterhaltsamen, aber auch von Fehlern geprägten, ersten Halbzeit erwischten die Hausherren einen Start nach Maß: Nick Proschwitz köpfte einen gefühlvollen Kobylanski-Freistoß von rechts früh in die Maschen (7.). In den ersten 20 Spielminuten hatte die Flüthmann-Elf Spiel und Gegner klar im Griff. Und doch machte sie sich das Leben selber schwer. Nach einigen passablen Ansätzen durch den dreifachen Marcel Bär (13./16./21.) agierten die Blau-Gelben plötzlich allzu sorglos und wurden prompt bestraft. Herrmann flankte von links, der Ball flog im 16er an Freund und Gegenspieler vorbei. Aus dem Hintergrund rauschte Fabio Kaufmann heran. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler zog aus kurzer Distanz flach ab und es stand 1:1 (26.).

Zehn Minuten später wurden die Löwen noch einmal eiskalt erwischt, als Würzburgs Neuzugang Luke Hemmerich aus 18 Metern nicht am Abschluss gehindert wurde und die Kugel traumhaft schön in den Winkel nagelte. Jasmin Fejzic im Braunschweiger Tor hatte erneut keine Chance (36.). Dass Eintracht Braunschweig nicht mit einem Rückstand in die Kabine musste, war der 41. Spielminute zu verdanken, in welcher es wieder schnell über die linke Seite ging. Danilo Wiebe legte an der Grundlinie quer und fand Proschwitz, der aus kurzer Distanz einschob und seinen persönlichen Doppelpack schnürte (41.). 

Torhungrige Löwen drehen nach der Pause richtig auf

Wieder erwischte Braunschweig nach dem Seitenwechsel einen Traumstart, wieder war es ein Standard von rechts, der die Führung brachte. Dabei verlängerte Marcel Bär zentral per Kopf, am langen Pfosten lauerte Robin Becker, der ungehindert zum 3:2 einnickte (48.). Im direkten Gegenzug kam zwar auch Sontheimer zum Abschluss, doch hatten die Hausherren aus ihren Fehlern gelernt und blieben griffig und torhungrig. 

Der starke Danilo Wiebe hämmerte das Leder in der 53. Spielminute aus zentraler Position über das Würzburger Tor. Drei Minuten später setzte sich Feigenspan überragend gegen zwei Gegenspieler durch und nutze den Raum vor sich im Vollsprint für einen Querpass auf Marcel Bär, der nur noch einschieben musste (56.).

Die Entscheidung? Mitnichten! Um ganz sicher zu gehen stürmten die Löwen eifrig weiter nach vorne. Gerade war Feigenspan noch mit einem Schlenzer knapp an seinem zweiten Treffer gescheitert (66.), da konterte Eintracht Braunschweig die Bayern schon wieder aus. Diesmal war es Martin Kobylanski, der vom dribbelstarken Kessel (!) über rechts im Zentrum bedient wurde und das 5:2 ins leere Tor schob (68.). 

Der Braunschweiger Sieg hätte durchaus noch höher ausfallen können. Der gerade eingewechselte Manuel Schwenk verpasste ebenso das 6:2 (77.), wie zuvor der für ihn ausgewechselte Feigenspan (76.). Auch Orhan Ademi kam noch zum Einsatz und hatte eine gute Möglichkeit zum Torerfolg (79.). 

Eintracht Braunschweig hat mindestens bis zum Sonntag die Tabellenführung inne. Am kommenden Sonntag, dem 1. September (14.00) treten die Löwen beim KFC Uerdingen an. 

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Becker, Nkansah, Kijewski – Wiebe, Nehrig (63. Pfitzner) – Bär, Kobylanski, Feigenspan (77. Schwenk) – Proschwitz (68. Ademi) Trainer: Christian Flüthmann

FC Würzburger Kickers: Verstappen – Hemmerich, Hansen, Schuppan, Herrmann – Sontheimer, Kaufmann, Baumann (83. Ronstadt), Vrenezi (66. Widemann) – Pfeiffer (59. Gnaase) Trainer: Michael Schiele

Torfolge: 1:0 Nick Proschwitz (7. Kobylanski), 1:1 Fabio Kaufmann (26. Herrmann), 1:2 Luke Hemmerich (36.), 2:2 Nick Proschwitz (41. Wiebe), 3:2 Robin Becker (48. Bär), 4:2 Marcel Bär (56. Feigenspan), 5:2 Martin Kobylanski (67. Kessel).

Die Stimmen zum Spiel

Momentaufnahme Tabellenspitze: „Gas gegeben und gewonnen!“

Das Spiel in Bildern

Spektakel in Bildern: Eintracht – Würzburger Kickers

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