Ein Wahnsinns-Spiel in München!
Ein Wahnsinns-Spiel in München! Foto: Agentur Hübner/Archiv
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05.01.2020

5:4-Wahnsinn in München: Pfohls Penalty stellt auf Sieg für die Grizzlys

von Frank Vollmer


München/Wolfsburg. Dreimal lagen die Grizzlys Wolfsburg am Sonntagabend bei Tabellenführer München hinten – dreimal kamen sie zurück. Am Ende sorgte Fabio Pfohl sogar für einen 5:4 (0:0, 2:3, 2:1)-Sieg im Penaltyschießen.

Grizzlys wie ausgewechselt


Schon in den ersten 20 Spielminuten zeigten die Gäste aus Niedersachsen vor 6.142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle, dass sie nicht angereist waren, um kampflos von Dannen zu ziehen. Gar nicht mehr zu vergleichen war das Team von Pat Cortina mit der seltsam blutleeren Vorstellung gegen Augsburg (wir berichteten).

Die Hausherren spielten es allerdings im Powerplay höchst effizient aus: Trevor Parks (24.) und Chris Bourque (27.) gelang so per Überzahl-Doppelschlag die Führung für das Team von Coach Don Jackson. Anthony Rech war das ganz einfach egal. Wolfsburgs Topscorer knallte einen scharfen Pass von Pfohl in die Maschen zum 1:2 (28.). Die Grizzlys blieben eklig und wurden belohnt: Wenig später patzte Yannick Seidenberg - Wade Bergmann glich aus zum 2:2 (32.). Ärgerlich für die Gäste: Trevor Parks stand noch in diesem mittleren Abschnitt goldrichtig zum 3:2 (37.).

Die Hausherren waren im finalen Drittel über weite Strecken erdrückend tonangebend. Dank Felix Brückmann blieb das aber ohne Konsequenzen für die Grizzlys, die sich richtig in die Partie beißen mussten. Garrett Festerlng fälschte einen Schuss von Spencer Machacek entscheidend ab und es stand 3:3 (55.). Wieder legte München im Powerplay vor: Jason Jaffray traf vier Minuten vor dem Ende zum 4:3 für München - abgefälscht von Ryan Buttons Schlittschuh (56.).

Doch auch das war noch nicht das Ende in diesem Eishockey-Spektakel. Knapp anderthalb Minuten war Wolfsburg zum Spielende in Überzahl, Cortina nahm auch Felix Brückmann vom Eis. Es half! Irgendwie gelangte die Scheibe über Fausers Schlittschuh zum erneuten Ausgleich ins Netz, der erst nach Videobweis seine endgültige Anerkennung erhielt (60.). Ein Punktgewinn war den Niedersachsen schon mal sicher.

Nach einer torlosen aber nicht minder packenden Overtime war es Rückkehrer Fabio Pfohl, der mit seinem entscheidenden siebten Versuch den 5:4-Sieg herbeiführte, weil Patrick Hager anschließend nur Alu traf. Am kommenden Freitag (19.30) ist der ERC Ingolstadt zu Gast in der Eis Arena.


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