Abstiegskampf! MTV verliert knapp gegen Hannover-Burgwedel

10. Februar 2019 von
Eingekeilt: Marko Karaula wird von zwei Gegenspielern in die Zange genommen. Sein MTV verlor am Ende knapp. Fotos: Jan F. Helbig/PresseBlen.de
Braunschweig. Im letzten Saisondrittel wird es noch einmal richtig eng für die Drittliga-Handballer vom MTV Braunschweig. Am 20. Spieltag kam die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow in der Sporthalle Alte Waage im wichtigen Spiel gegen Hannover-Burgwedel nicht über ein 23:24 (13:11) hinaus. Jetzt droht Abstiegskampf pur.

Späte Entscheidung

„Es war ein knappes Spiel. Wir haben beherzt gekämpft!“, betonte ein etwas enttäuschter Volker Mudrow nach der erneuten Niederlage des MTV. Vor allem aber wollte der 49 Jahre alte Handballtrainer seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sah aber den Knackpunkt: „In der entscheidenden Phase kurz vor Spielende haben wir unsere freien Chancen nicht reingemacht. Dann wären wir als Sieger vom Platz gegangen.“

Eigentlich fing es, in der wieder einmal mit knapp 1.200 Zuschauern pickepackevollen Alten Waage, gut an für die Handballer aus der Löwenstadt. Burgwedels Artjom Antonevitch verwarf nach genau einer Minute aus sieben Metern. So gelang Philipp Krause der erste vielumjubelte Treffer des Abends (2:49 Min). In dem engen Duell mit dem Tabellennachbarn ging es von Beginn an körperlich zur Sache. Beide Abwehrreihen zeigten sich geschlossen. Erstmals auf zwei Punkte Vorsprung brachte Klaas Nikolayzik sein Team, da waren bereits 13 Minuten gespielt (5:3). Die Gäste glichen in der Folge mehrfach aus, doch gelang es den Hausherren bis zur Pause, die zwei Tore Unterschied wieder herauszuspielen (13:11).

Marius Kastening eröffnete die zweite Hälfte per Siebenmeter (13:12), Marko Karaula legte für Braunschweig nach. Die Gastgeber lagen lange Zeit vorne, konnten sich aber niemals entscheidend absetzen. Die Mannschaft von Trainer Friedrich Kastening kämpfte verbissen und nutzte jeden noch so kleinen Fehler eiskalt aus – so wie eine Zweiminutenstrafe gegen Max Berthold nach 22:21 gespielten Minuten, in der die Gäste durch Treffer von Nenad Bildija und Stefanos Michailidis vier Minuten vor dem Spielende erstmals in Führung gingen (22:23).

Volker Mudrow nahm eine Auszeit, schwor seine Mannschaft noch einmal auf die heiße Schlussphase ein, in der Tim Alex direkt der Ausgleich gelang (23:23). In der letzten Spielminute überschlugen sich die Ereignisse. Erst verwarf Jürgen Steinscherer einen Siebenmeter für die Löwen, dann nutzte Florian Freitag nach einer letzten Auszeit der Gäste 24 Sekunden vor Spielende die Chance und erzielte den Siegtreffer zum 23:24-Endstand.

„Spielerische Leichtigkeit fehlt“

„Die spielerische Leichtigkeit fehlt uns derzeit ein bisschen, aber das ist auch normal“, analysierte Mudrow und betonte noch einmal: „Wir spielen ganz klar um den Klassenerhalt. Daran hat sich nichts geändert. Das einzige was uns jetzt hilft, sind ein paar Siege!“ Am kommenden Samstag (19.30) ist der Tabellen-15. Flensburg-Handewitt II zu Gast in der Alten Waage. Bei einer erneuten Niederlage droht den „Mudrow-Jungs“ der vorletzte Tabellenplatz.

Zahlen & Fakten

MTV Braunschweig: Suilmann, Panzer, Geier, Karaula 3, Pedryc, Steinscherer 4, Ranogajec 2, Alex 3, Krause 8, Nikolayzik 3, Giese, Berthold, Donner Trainer: Volker Mudrow

Mehr lesen

Ärgerlich! Rote Löwen verlieren beim Schlusslicht Flensborg

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: sport@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-19
Anzeigen