Am Ostermontag: Zähmen Labbadia und Co. die Euro-Adler?

19. April 2019 von
Die Aufgabe wird schwer gegen die willensstarken Adler aus Frankfurt. Montag: Frank Vollmer/Foto: Vollmer, Agentur Hübner
Wolfsburg. Aktuell sorgt Eintracht Frankfurt als letzter deutsche Vertreter im europäischen Wettbewerb für Furore. Am Donnerstagabend gelang es dem Tabellenvierten Benfica Lissabon aus der Europa League zu kicken. Am Montagabend (20.30) sind Trainer Adi Hütter und Co. ausgerechnet Gast beim VfL Wolfsburg. 

Fußball paradox

Es ist schon beinahe paradox, dass der VfL Wolfsburg am Ostermontag vom größten Erfolg der Frankfurter Eintracht seit mehr als drei Jahrzehnten profitieren könnte. Der wahnissing intensive Halbfinaleinzug hat die Hessen richtig Körner gekostet. Musste Frankfurt die zwei Partien zuvor schon zu zehnt beenden, waren die Euro-Helden von Trainer Adi Hütter am Donnerstagabend nach dem Spiel stehend K.o. – und doch bezwangen sie mit großer Willenskraft Benfica Lissabon!

So könnte der Wille auch am Ostermontag zum entscheidenden Faktor werden. „Wir brauchen sehr viel Energie gegen diese Mannschaft“, betonte Bruno Labbadia am Gründonnerstag und erinnerte noch einmal an das Hinspiel: „Dort war auffällig, dass wir sehr viel Power in das Spiel reingebracht haben. Wir haben kaum Möglichkeiten zugelassen und es auch fußballerisch sehr gut gemacht.“

Seine Mannschaft habe seinerzeit verdient mit 2:1 gewonnen, „weil wir in Frankfurt einen Top-Auftritt hatten. Das brauchen wir nun im Rückspiel mindestens genauso“, fordert der 53-Jährige. Hinzu kommt: „Wir freuen uns darauf, dass wir ein Heimspiel haben, auch weil es gerade zu Hause zuletzt gut lief.“

„Da kommt einiges zusammen“

Natürlich ist auch Labbadia die Doppelbelastung der Hessen nicht entgangen: „Trotz der Doppelbelastung durch zwei Wettbewerbe machen sie es sehr gut“, sagt der Wolfsburger Trainer und zeigt sich patriotisch: „Ich hoffe bei deutschen Mannschaft immer, dass sie weiterkommen und international gut auftreten. Das ist wichtig für den deutschen Fußball. Frankfurt ist eine richtig starke Mannschaft“, lobt er.

Frankfurt habe besonders vorne sehr viel Qualität. „Das System passt einfach zu den Spielern. Aber sie funktionieren besonders als Mannschaft. Die Europa League hat ihnen unheimlichen Auftrieb gegeben, auch durch ihre Zuschauer. Das trägt sie natürlich.“

„Jedes Bundesliga-Spiel ist wichtig. Aber dieser Druck ist in unserer Situation sehr positiv, weil wir um die europäischen Plätze spielen dürfen. Um uns herum sind viele sehr gute Mannschaften, die alle Gas geben und die auch eine hohe Qualität haben. Das wird ein spannendes Rennen.“ Bruno Labbadia über den Endspurt in der Liga

Personell kommt auch beim VfL Wolfsburg einiges zusammen. „Daniel Ginczek hatte gestern noch mit dem Rücken Probleme, heute hat er das Training wegen eines grippalen Infekts abgebrochen“, berichtete Labbadia am Donnerstag. „Felix Klaus kämpft auch mit dem Rücken, Paul Verhaegh hat nach einem Zusammenstoß vor dem letzten Spiel immer noch Beschwerden an seiner Rippe.“ Hinzu kommt Jerome Roussillon, der mit muskulären Probleme die Woche über nicht richtig mittrainieren konnte. „William geht es dagegen etwas besser“, so Labbadias Lichtblick.

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