Auf und Ab: Herzöge verlieren nach Comeback gegen Bernau

3. Februar 2018 von
22 Punkte für Constantin Ebert. Fotos: Reinelt/PresseBlen.de

Wolfenbüttel. Es hätte ein wichtiger Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation für die Herzöge Wolfenbüttel werden können, doch Lok Bernau zeigte sich in der Schlussphase abgezockter und siegte letzten Endes verdient mit 67:59 (32:22) in der Lindenhalle. Die Herzöge kämpfen nach der dritten Niederlage am Stück weiter um die Playoffs, die Gäste hingegen sicherten ihre Teilnahme mit diesem Auswärtserfolg. Spielmacher Constantin Ebert führte die Wolfenbütteler mit 22 Punkten an.


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Wenige Punkte in Halbzeit eins

Auf beiden Seiten mussten die Coaches auf wichtige Akteure verzichten: Steven Esterkamp fehlten zum dritten Mal in Folge die Big Men Tom Alte und Lars Lagerpusch (bei den Basketball Löwen), René Schilling konnte nicht auf Doppellizenzspieler Jonas Mattisseck sowie Routinier Robert Kulawick bauen. Die Herzöge fanden mit gutem Offensivrhythmus in die Partie und führten schnell mit 4:0. Der Bruch im Spiel folgte jedoch auf dem Fuß. Bernau verteidigte mit großem Druck und höher Intensität, provozierte viele Ballverluste der Hausherren (10 Turnovers in Halbzeit eins) und machte den Weg in die Zone weitestgehend dicht.

Da der Wurf vom Perimeter ebenso nicht fallen wollte (1/8), mussten die Herzöge für ihre 22 Punkte zur Pause hart arbeiten. Aufgrund einer ebenfalls schwachen Trefferquote von 36 Prozent der Barnimer entwickelte sich ein zähes Spiel in den ersten 20 Minuten. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben: Den Ball im Angriff früh zu bewegen und dann nach innen zu passen“,erklärte die biedere Offensivleistung und ergänzte: „Wenn du hinten kaum Stops bekommst, dann ist es oft schwierig, offensiv in den Flow zu kommen.“

Herzöge verbessert, aber ohne Happy End

Die Halbzeitansprache von Coach Esterkamp schien sodann Wirkung zu zeigen im zweiten Durchgang. Deutlich verbessert kamen die Wolfenbütteler aus der Kabine, verkürzten dank eines 9:2-Runs auf drei Punkte heran und konnten zum Ende des dritten Viertels ausgleichen (42:42, 28.). „Coach sagte uns, dass wir uns in allen Aspekten steigern müssen“, so Ebert über Ansage in der Pause. Im Angriff taten sich durch bessere Ballbewegung Lücken in der ansonsten erdrückenden Bernauer Defense auf, die nutzen vornehmlich Youngster Sam Mpacko und Tarique Thompson für entschlossene Drives in Richtung Korb. In der Verteidigung zwangen sie die Gäste zu insgesamt sieben Ballverlusten im dritten Viertel.

Anfang des Schlussabschnitt gelang es den Herzögen, erstmals seit der zweiten Spielminute wieder in Führung zu gehen (49:47). Mit drei Dreiern von Mpacko, Thompson und Ebert zogen die Gastgeber gar auf zehn Punkte weg und lagen fünf Minuten vor Ende auf der Siegerstraße (58:49). Die kurze Acht-Mann-Rotation der Lok steckte aber auch zu dem Zeitpunkt nicht und setzte ihrerseits zum Ausgleich via 9:0-Lauf an. Die Wolfenbütteler lagen durch einen verwandelten Freiwurf von Ole Angerstein noch einmal in Front (59:58, 39.), auf den Dreier von Sebastian Fülle zum 62:59 sollten sie allerdings keine Antwort mehr finden. Alle folgenden Dreierversuche verfehlten ihr Ziel: „Wir hatten ein gutes Gefühl mit dem Dreierwurf, hätten es aber vielleicht mit dem Zug zum Korb versuchen können. Am Ende muss man Bernau mit der kleinen Rotation auch Respekt zollen, die haben es uns sehr schwer gemacht“, fand ein enttäuschter Constantin Ebert Lob für die Bernauer.

Zahlen & Fakten

Viertelübersicht: 12:13, 10:19, 23:15, 14:20

Herzöge Wolfenbüttel: Ebert 22, Thompson 21 (11 Reb), Mpacko 7, Ward 4, Angerstein 3, Güldenhaupt 2, Bothe, Mboya Kotieno, Pöschel Coach: Steven Esterkamp

Lok Bernau: Werner 18 (10 Reb), Brown 14, Böhm 13, Fülle 10, Kovalev 5, Buck 4, Delow 3, Knauf Coach: René Schilling

Duell um die Playoffs: Herzöge fordern Lok Bernau heraus

 

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