BAC Boxer unterliegen nur knapp in Italien

31. Mai 2018
Nur knapp mussten sich die BAC-Athleten in Florenz geschlagen geben. Foto: Verein
Florenz/Wolfenbüttel. Eine Einladung des Boxvereins aus Florenz, an die befreundete Stadt Hann.Münden, zu einem Vergleichskampf nahmen die Hann.Mündener dankend an. Es berichtet Ulrich Hackbarth.

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Um ihre Mannschaft zu verstärken beauftragten sie den Sportwart des Verbandes, Ulrich Hackbarth, mit der Zusammenstellung einer achtköpfigen starken Mannschaft. Zwei Wettkämpfer stammten aus der Mannschaft von Hann.Münden, ein Boxer vom Verein Heros Salzgitter, vier vom BAC Wolfenbüttel und eine Boxerin aus Hannover. Somit machte sich das Team am Donnerstag vor Pfingsten mit ihren Trainern auf die 1300 Kilometer lange Reise. Mit drei Kleinbussen erreichte man nach 14 Stunden das Ziel. Der Freitag diente zur Akklimatisierung, bevor es am Samstag um 16 Uhr ernst wurde. 

In einer schönen städtischen Sporthalle, die trotz großer Hitze um diese Zeit gut besucht war, begannen pünktlich die sieben Vergleichskämpfe. Es waren leider nur sieben, weil die Italiener sich eine, für den Teamleiter Hackbarth, nicht akzeptable Veränderung vornehmen wollten. Die Boxerin aus Hannover, die erst acht Kämpfe in ihrem Startausweis hatte, sollte im Ursprung gegen eine Boxerin mit ebenfalls acht Kämpfen boxen. Diese jedoch war erkrankt und man bot als Ersatz die italienische Meisterin mit weit über 40 Kämpfen an. „Wir haben eine Schutzpflicht unseren Sportlern gegenüber und dies war für mich nicht korrekt“, so die Worte des Teamleiters.

Den ersten Kampf bestritt der jüngste, der 14-jährige Benjamin von Sierakowski, für das deutsche Team. Er überrollte seinen Gegner so stürmisch, dass die Ecke der Italiener bereits in der ersten Runde das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe warf.
Im zweiten Kampf stand der Wolfenbütteler Jonathan Marques da Silva dem Italienischen Meister im Leichtgewicht gegenüber. Der Wolfenbütteler verschlief die erste Runde komplett, steigerte sich in der zweiten etwas und war in der dritten Runde deutlich überlegen. Das reichte jedoch nicht zu einem Gesamtsieg. somit stand es 1:1 in der Gesamtwertung.
Überfordert war der noch junge Boxer Aimen Ahmet aus Wolfenbüttel. Sein deutlich erfahrener Gegner traf ihn in der 1 Runde so hart, dass die Wolfenbütteler Sekundanten Liane Schüttler und Nico Fiedler das Handtuch, zu seinem Schutz, in den Ring warfen.

Den schönsten und technisch besten Kampf des Abends bot der Wolfenbütteler Mohammed Ghalandari. Mit hervorragenden Bewegungen, in Zusammenhang mit sehr variableren Schlag-Kombinationen, begeisterte er selbst das heimische Publikum. Der klare Punktsieg war somit auf Seiten der Deutschen. Der Gesamtstand war nun wieder ausgeglichen. Die beiden folgenden Kämpfer Jan Camp (Salzgitter Heros) und Ioannis Frrokkai (Hann.Münden) mussten knappe Niederlagen hinnehmen, so dass es vor dem letzten Kampf der Veranstaltung 4:2 für die italienische Mannschaft stand.

Der Wolfenbütteler Superschwergewichtler Leon Beißner nahm dann, nach einem für das Schwergewicht schnellen Kampf, noch einmal mit seinem deutlichen Punktsieg eine Ergebnis Korrektur vor. Somit musste sich die Deutsche Abordnung mit 4:3 geschlagen geben. Die Heimreise am Sonntag dauerte deutlich länger, da die wunderschöne Altstadt von Florenz noch ausgiebig besichtigt wurde. Eine weiter längere Pause wurde, bei herrlichen Sonnenschein, am idyllischen Gardasee mit Blick auf die Berge genossen, bevor es dann zügig über die Alpen Richtung Heimat ging. Wieder einmal haben die Boxer Kultur und Sport miteinander verbunden.

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