Back in black! Grizzlys siegen nach Videobeweis in Overtime

7. März 2018 von
In einer ausgeglichenen Partie egalisierten sich die Kontrahenten immer wieder. Foto: Reinelt/Presseblen.de

Wolfsburg. Sie können es noch! Im ersten Spiel der Pre-Playoffs zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Schwenninger Wild Wings, gingen die Gastgeber in ihren brandneuen Playoff-Trikots nach einer dramatischen Overtime mit einem 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 1:0) als Sieger vom Platz. Dabei sahen die 2023 Zuschauer am Mittwochabend eine ausgeglichene Partie, die erst in der 72. Minute entschieden wurde.


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Foucault und Ankert wieder da

Gute Nachrichten zum Start in die Playoffs. Neben Kris Foucault, der sich per Instagram von seinem Verletztenstatus zurückmeldete (wir berichteten), konnte auch Torsten Ankert wieder auflaufen. Damit fehlten den Grizzlys weiterhin Tyler Haskins, Marcel Ohmann, Alexander Weiß, Mark Voakes und Gerrit Fauser, der erst heute Morgen operiert wurde.

Grizzlys stark – Wild Wings mit Glück

Die Hausherren wirkten trotz der engen Personallage und der damit verbundenen, bedrohlichen Situation frisch und munter zum Start der Partie. Diesen Eindruck unterstrichen auch die neuen, schwarz-weiß-silbernen Playoff-Triktos. So ging es mit einer optischen Überlegenheit in das Geschehen, auch wenn es an klaren Chancen zunächst mangelte – doch der erste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: Wolfsburg biss sich im Angriffsdrittel fest, die Scheibe landete nach Zuspiel von Jimmy Sharrow bei Sebastian Furchner, der das Spielgerät, mit dem Rücken zum Tor stehend, gerade noch am rechten Pfosten zum 1:0 (4.) über die Linie lenken konnte – Genial!

Das erste Überzahlspiel der Gäste tat der Souveränität der Niedersachsen keinen Abbruch. Schwenningen kam praktisch nicht zum Abschluss und ließ das Powerplay ungenutzt verstreichen (7.). Im Gegenzug glänzten die Automobilstädter mit mehreren starken Spielzügen und tödlichen Pässen vor Dustin Strahlmeiers Gehäuse – und nur der starke Schlussmann hielt sein Team gegen Brent Aubin (10.) und Furchner (12.) im Spiel. Lange währte die Freude trotz allem nicht. Wie aus dem Nichts kam Simon Danner an der blauen Linie frei zum Schuss. Kamil Kreps hielt die Kelle rein und fälschte in das eigene Tor zum 1:1 (16.) ab.

Schwenningen dreht – Wolfsburg kommt zurück

Zu Beginn des Mittelabschnittes drehten die Süddeutschen den Spieß um. In ähnlicher Manier, wie es der Vizemeister zuvor getan hatte, brachten sich die Schwenninger mit starkem Passspiel in die Wolfsburger Zone und überliefen deren Abwehr. Dort legte Andreé Hult auf Will Acton, der gegen einen machtlosen Kuhn abschloss – 1:2 (21.) nach Videobeweis. In der Folge verloren die Grizzlys weiter an Überlegenheit, das Passspiel an Präzision. Schwenningen hingegen war im Spiel angekommen. Das Geschick wechselte im weiteren Verlauf. Wechselseitig nagelten sich die Teams im gegnerischen Drittel fest, mal länger, mal kürzer.

Fünf Minuten vor Drittelende übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando und brachten das Hartgummi vor Strahlmeiers Kasten. Dort postierte sich Christoph Höhenleitner, der, von Jeff Likens bedient, die Scheibe völlig ohne Bewachung zum 2:2 (35.) am kurzen Pfosten in die Maschen jagte. 

Teams neutralisieren sich

Im Schlussdrittel konnten die Schwarz-Orangen wieder ein leichtes Übergewicht für sich verbuchen und belohnten sich dafür früh. Nach einem Pfostenkracher von Sharrow eroberte Brent Aubin das Spielgerät im Slot und manövrierte es geschickt mit der Rückhand zum 3:2 (44.) an Strahlmeier vorbei. Die Baden-Württemberger suchten nach der Antwort und standen mit ablaufender Uhr immer mehr unter Zugzwang. Viele gefährliche Möglichkeiten sprangen dabei nicht heraus, doch vier Minuten vor Schluss klingelte es in Kuhns Tor. Marc El-Sayed verlängerte einen Versuch von Tobias Wörle im selben Stil von Furchners erstem Treffer zum 3:3 (57.) – Verlängerung!

Sieg nach Videobeweis

In der Overtime entbrannte ein harter Kampf um das entscheidende Tor. Dabei bestachen die Wolfsburger zunächst mit einigen guten Gelegenheiten, bis auch Schwenningen zeigte, dass es den Sieg unbedingt wollte. Nach etwas mehr als zehn Minuten wurde es dramatisch. Jeff Likens ließ von der blauen Linie einen Hammer los, der von Stephen Dixon nach einer Handberührung eines Gegners ins Tor gelenkt wurde – Videobeweis! Der Unparteiische entschied zunächst auf Tor, prüfte im Nachhinein jedoch, ob ein hoher Stock im Spiel war. Nach mehreren Minuten war klar: Tor (72.) und Sieg für den dreifachen Vizemeister!

Am kommenden Freitag (19.30) treten die Grizzlys Wolfsburg in der zweite Begegnung der Best-of-three-Serie in Schwenningen an.

[Stimmen zum Spiel folgen]

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (3:05) Sebastian Furchner (Sharrow, Pfohl), 1:1 (15:49) Simon Danner (Bender, Bohac), 1:2 (20:15) William Acton (Hult, Fleury), 2:2 (34:27) Christoph Höhenleitner (Likens, Krupp), 3:2 (43:45) Brent Aubin, 3:3 (56:06) Marc El-Sayed (Wörle), 4:3 (71:02) Stephen Dixon

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