Basketball Löwen: Platzt der Knoten auswärts in Ludwigsburg?

8. März 2019 von
Um oben dranzubleiben, brauchen die Basketball Löwen auch auswärts mal einen Coup. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig/Ludwigsburg. Schon am Freitag brechen die Basketball Löwen in den Süden auf. Das Ziel der Mannschaft von Frank Menz ist Ludwigsburg. Dort tritt der aktuelle Tabellen-Zehnte am Samstag (20.30) bei den MHP Riesen an. 

Während sie daheim eine Macht sind, lässt die Menz-Truppe in der Fremde noch einiges an Punkten liegen. Erst drei Mal waren die Löwen in dieser Saison in fremden Hallen erfolgreich. Zuletzt verloren sie fünf Auswärtsspiele in Folge – darunter waren allerdings drei denkbar knappe und unglückliche Niederlagen in Crailsheim (94:99), Gießen (97:99) und Jena (83:85).

„Wenn man oben dran bleiben will, dann muss man auswärts auch mal überraschen“, stellte Frank Menz am Freitag noch einmal klar. Bei den MHP Riesen wird dies keine einfach Aufgabe. Center Scott Eatherton macht nach seiner Knieverletzung zwar deutliche Genesungsfortschritte, dürfte am Samstag aber nicht zum Einsatz kommen. Darüberhinaus sind die Baden-Württemberger gerade in der heimischen Halle ein sehr unangenehmer und physisch starker Gegner, der sich beim 109:81-Sieg am vergangenen Sonntag bei medi bayreuth in sehr guter Verfassung präsentierte.

Dies dürfte auch an den jüngsten Verstärkungen im Team von Coach Jason Patrick liegen. Mit Marcos Knight hat man ein BBL-erfahrenes, 1,88 Meter großes Kraftpaket verpflichtet, das am 9. Dezember beim verrückten und packenden Hinrunden-Sieg der Löwen nach Verlängerung (100:99) noch nicht zugegen war. Knight wechselte erst im Januar aus der Türkei an den Neckar und schlug dort sofort ein: Nach sieben absolvierten Spielen ist der Guard, der auch auf der Small Forward-Position spielt, Ludwigsburger Topscorer mit 17,4 Punkten und steuert zudem 6,6 Rebounds sowie 4,0 Assists im Schnitt bei.

Beim Sieg in Bayreuth hielt Marcos Knight sich mit vier Punkten zurück, dafür übernahm Power Forward Kelan Martin in der Offensive und erzielte 23 Punkte. Beim Overtime-Krimi im Hinspiel gegen die Löwen (Spielbericht) war der Rookie mit 27 Punkten der herausragende RIESEN-Akteur, über die Saison gesehen ist er mit 14,7 Zählern zweitbester Punktesammler seines Teams. Zu den weiteren Leistungsträgern zählen Shooting Guard Lamont Jones (13,4 PpS) und der lediglich 1,68 Meter große, aber sehr schnelle und quirlige Spielmacher Jordon Crawford (11,8 PpS; 6,4 ApS). Am Brett bilden die beiden Big Men Owen Klassen (8,9 PpS; 6,3 RpS) und Adam Waleskowski (8,8 PpS; 5,2 RpS) ein gefährliches Duo – Center Clint Chapman hat den Klub in der Zwischenzeit verlassen und sich dem nächsten Löwen-Heimspielgegner RASTA Vechta angeschlossen.

„Die Ludwigsburger waren in dieser Saison zu Beginn nicht so erfolgreich. Aber sie sind jetzt mit diesem Kader richtig gut aufgestellt und haben am vergangenen Wochenende in Bayreuth eines ihrer besten Saisonspiele gezeigt. Sie werden dementsprechend sehr selbstbewusst gegen uns antreten und das macht es für uns schwer. Aber wir sind nach dem Würzburg-Spiel auch richtig gut gelaunt und wollen versuchen, das Spiel knapp zu halten. Sollte uns das bis zum Ende gelingen, hoffen wir dieses Mal, auswärts das glücklichere Ende auf unserer Seite zu haben“, sagt Frank Menz.

Mehr lesen

Basketball Löwen zerlegen Würzburg in den letzten zehn Minuten

Overtime-Krimi! Löwen zwingen Ludwigsburg in die Knie

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: sport@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-19
Anzeigen