Basketball-Wahnsinn: Dre’s Buzzerbeater knackt Bremerhaven

21. April 2019 von
Eine halbe Sekunde reicht manchmall zum Sieg! Fotos: Reinelt/PresseBlen.de
Braunschweig. Das war der blanke Basketball-Wahnsinn! Per Buzzerbeater von DeAndré Lansdowne bezwangen die Basketball Löwen am Samstagabend in der easyCredit die Eisbären aus Bremerhaven mit 83:81 (35:41).

Löwen wieder in den Playoff-Plätzen

Es war das erwartet schwere und hart umkämpfte Spiel gegen die abstiegsbedrohte Bremerhavener mit dem glücklicheren Ausgang für die Hausherren, der nicht hätte spannender ausfallen können. Vor 2.893 Zuschauern in der Volkswagen Halle versenkte „Dre“ eine halbe Sekunde vor dem Spielende einen wahnsinnigen Gamewinner. Durch diesen Sieg und die gleichzeitige Niederlage von Würzburg in Oldenburg sind die Löwen wieder auf einen Playoff-Platz vorgerückt. Scott Eatherton avancierte per Double-Double (21 Punkte/13 Rebounds) zum besten Braunschweiger Punktesammler. Bei den Gästen war Chris Warren ebenfalls mit 21 Zählern am erfolgreichsten.

Die Löwen erwischten einen guten Start ins Spiel und waren nach drei Minuten bereits auf 9:3 davongezogen, leisteten sich dann aber einige unnötige Ballverluste. Die Gäste nutzten das für einem 11:0-Lauf zur Führung (9:14), ehe DeAndre Lansdowne die dreiminütige Punkte-Flaute stoppte. Bis zum Viertelende wurde es wieder ausgeglichen (18:19). Thomas Klepeisz & Co. taten sich dennoch enorm schwer, gegen die physisch agierenden und insgesamt wacher wirkenden Bremerhavener.

Die drei Spiele für die Basketball Löwen innerhalb einer Woche wurden jetzt sichtbar. Auf dem Parkett spiegelte sich das im zweiten Viertel in wenig Ballbewegung, teilweise erzwungenen Würfen und schlechter Trefferquote wider (34 Prozent aus dem Feld). Die Gäste wirkten hellwach. In allen Statistiken bis auf die Rebounds waren sie besser. Und so gingen die Löwen mit einem Rückstand von 35:41 in die Kabine.

Drittes Viertel als Wachmacher

Nach der Halbzeitpause änderten sich die Vorzeichen. Braunschweig agierte jetzt sehr viel wacher und hatte plötzlich viel mehr Energie. Angeführt von Thomas Klepeisz auf – der Löwen-Kapitän erzielte in den ersten zwei Minuten nach der Pause acht Punkte und hatte damit wesentlichen Anteil an einem 10:0-Lauf zum 45:41 – setzten sich die Blaugelben über ihr gutes Teamspiel weiter ab. Dieses dritte 29:16-Viertel war eine Ansage!

Noch war die Begegnung nicht entschieden. „Im vierten Viertel ist uns dann allerdings wieder der Sprit ausgegangen und es wurde nochmal spannend“, umschrieb Steven Clauss den letzten Spielabschnitt, der sich zu einem Krimi entwickelte: 60 Sekunden vor dem Ende lagen die Löwen mit 80:76 vorne. Eisbären-Spielmacher Chris Warren verwandelte anschließend drei Freiwürfe zum 80:79, ehe DeAndre Lansdowne ebenfalls an die Linie geschickt wurde.

Dre-Buzzerbeater-Wahnsinn!

Der Löwen-Topscorer traf bei noch 24 verbleibenden Sekunden nur einen Freiwurf zum 81:79 – und Armani Moore erzielte in der letzten Sekunde den Ausgleich. Doch es waren noch 0,5 Sekunden auf der Uhr – und es folgte der Showdown: Nach der Auszeit von Steven Clauss passte Thomas Klepeisz auf DeAndre Lansdowne, der fing den Ball in Höhe der Freiwurflinie, drehte sich blitzschnell Richtung Korb, drückte ab – und traf!

„Wir haben heute ein bisschen Glück mit den Buzzerbeater gehabt“, sagte Steven Clauss nach dem Spiel und fragte eher rhetorisch: „Wer weiß, was in der Verlängerung passiert wäre?“ Nach der ersten Halbzeit sei die Mannschaft ein wenig enttäuscht von der eigenen Leistung gewesen. „Vielleicht hat man da gesehen, dass wir drei Spiele in so kurzer Zeit hatten, die Spieler waren etwas müde“, erklärte der Trainer. „In der Halbzeit konnte ich sie nochmal ein bisschen wachrütteln. Im vierten Viertel ist uns dann allerdings wieder der Sprit ausgegangen und es wurde nochmal spannend. Am Ende sind wir der glückliche Sieger.“

„Kompliment an Coach Michael. Es war das erwartet schwere Spiel. Seit Michael in Bremerhaven das Ruder übernommen hat, sieht man, dass diese Mannschaft richtig Basketball spielen kann und sehr, sehr stark ist. Ich prophezeie auch, dass Bremerhaven nicht absteigen wird.“ Steven Clauss nach dem Spiel

Einziger Wermutstropfen: Das nächste Heimspiel ist für die Basketball Löwen erst wieder am 1. Mai gegen die Telekom Baskets Bonn.

DeAndre Lansdowne mit großem Siegeswillen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de

Zahlen & Fakten

Basketball Löwen – Eisbären Bremerhaven 83:81 (18:19, 17:22, 29:16, 19:24)

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Blake 2, Figge, Lansdowne 18 (6 Assists), Klepeisz 17, Sengfelder 13 (9 Rebounds), Kovacevic, Hines 3, Rahon 7 (6 Assists), Hübner n.e., Eatherton 21 (13 Rebounds), Lagerpusch 2 Trainer: Steven Clauss

Eisbären Bremerhaven: Warren 21 (8 Assists), Moore 12, Canty 6, Breitlauch 2, Wimberg 3, Bleck 7, Turner 7, Summers 5, Benson 11 (7 Rebounds), Jackson 7 (6 Rebounds) Trainer: Michael Mai

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