Bezirkspokalfinale 2018: Kästorf besiegt Schöningen mit 4:0

10. Juni 2018 von
Lässt heute noch die "Sau raus": SSV Kästorf. Fotos: Frank Vollmer
Helmstedt/Gifhorn. Landesligist SSV Kästorf ist Wolters-Bezirkspokalsieger 2018. In einem lange offenen Finale besiegte die Mannschaft von Georgios Palanis am Sonntag im Schöninger Elmstadion vor etwa 400 Zuschauern den FSV Schöningen mit 0:4 (0:1).

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„Heute lassen wir die Sau raus!“

Sie können doch Pokalfinals. Im dritten Final-Anlauf holt der Gifhorner Landesligist nun gleich den Bezirkspokal ins „Stübchen“ und tritt in der kommenden Saison im Niedersachsenpokal an. „Eigentlich war es ein komisches Spiel, weil es ein bisschen schläfrig war“, analysierte SSV-Coach Palanis und erklärte: „Wir sind in Führung gegangen und da habe ich gedacht, dass meine Jungs noch einen Zahn zulegen. Aber das ist nicht passiert. Wenn man mit 1:0 in die Pause geht, weiß man, dass der Gegner noch einmal alles auf eine Karte setzt.“

Ohne die Stammkräfte Dennis Hoff, Ferhat Ural und den kurzfristig gesperrten Marcel Kröger hatte eben Alexander Brakowski nach fünf Minuten einen Freistoß sehenswert und direkt im Schöninger Tor untergebracht. Die erste Chance der Endspiels hatte jedoch FSV-Kapitän Gianluca Elvers schon nach wenigen Sekunden vergeben. „Wer weiß, wie das Spiel dann verlaufen wäre“, ahnte Palanis. Ebenfalls bemerkenswert: Dimitrios Tsampasis, der den Schiedsrichter sportlich fair über eine Fehlentscheidung aufklärte (16.). Torraumszenen waren in den engen Duell dagegen Mangelware. Kurz vor der Pause hätte Peer-Phillip Brendler für die Gäste nachlegen können, verzog jedoch aus kurzer Distanz über das Tor von Felix Löffler (40.).

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste weiterhin mit konzentriertem Passspiel gegen tief stehende Schöninger, die den Gegner an der Mittellinie in Empfang nahmen und ihr Glück über Konter suchten. Auf diese Weise blieb das Finale lange Zeit offen – auch weil Löffler einige Male in brenzliger Situation gut dagegen hielt, wie nach einem Kopfball von Brendler (65.).

Schöningen setzte immer wieder Nadelstiche, es fehlte aber an Durchschlagskraft. Foto: Frank Vollmer

Das 0:2, quasi die Entscheidung, fiel aus dem Gewühl. Brendler, dem der Ball vor die Füße fiel, zog beherzt ab. Die Kugel wurde noch leicht von Marcel Glatz abgefälscht (71.). Kästorf fügte sich jetzt perfekt in die Favoritenrolle und legte nach. Juri Neuman wurde dabei fein von Jannik Jemmerich bedient und musste nur noch einschieben (81.). Den Schlussakkord setzte der soeben eingewechselte Ivo Klinger, der die Schöninger Abseitsfalle aushebelte und alleine vor Löffler den Heber ansetzte (86.). Das 0:4 war gleichzeitig auch der Endstand in diesem Finalspiel, dass unter dem Jubel der zahlreichen Kästorfer Fans und diversen Sektduschen seinen Ausgang fand. Schöningen feierte den Erfolg des Finaleinzugs mit massenhaft Rauch, die Stimmung war auch nach Spielende hervorragend bei den sommerlichen Temperaturen.

„Haben uns eindrucksvoll gezeigt“

„Wenn man in einem Finale steht, möchte man auch gewinnen“, erklärte Geogios Palanis nach dem Spiel und: „Das haben wir im Endefeffekt auch verdient gemacht, auch wenn wir die erste Chance gleich mal zugelassen haben. Wir wollten von vornerein mit Geduld spielen, weil wir wussten, dass es bei unserer Qualität über 90 Minuten schwer für den Gegner wird. Das haben wir eindrucksvoll gezeigt, dass wir als Sieger von Platz gegangen sind und die Jungs haben es sich verdient. Wir hatten komplett über die Saison hohe Ziele mit Platz 5 in der Landesliga und mit dem Pokalsieg, den wir ausgegeben haben.“

Die Sonntagnacht wird in Kästorf sicherlich zum Tag gemacht. “Unsere Fans erwarten uns im Stübchen bei uns, wo grillen angesagt ist und wir einige Spieler verabschieden werden. Ich glaube da werden wir auch ein bisschen die Sau rauslassen und wer weiß, wer morgen zur Arbeit geht. Mal schauen …“

Egon Trepke (li) und Max Samkowez mit dem Pokal. Der Kästorfer Mannschaftskapitän bestritt sein letztes Spiel für die Gifhorner. Foto: Frank Vollmer

Zahlen & Fakten

FSV Schöningen: Löffler, Wyvembeck, Poley (75. L. Pape), Werner, Pape (61. Münch), Lutz, Glatz, Grams, Rösner, Petermann (86. Gohr), Evers Trainer: Marcel Glatz

SSV Kästorf: Neuschulz, Zandi, Jennerich, Mamalitsidis (84. J. Hajdari), Neumann, Saikowski, Hajdari, Tsampasis, Samkowez (77. Gerlof), Brakowski, Brendler (81. Klinger) Trainer: Georgios Palanis

Torfolge: 0:1 Alexander Brakowski (6.), 0:2 Peer-Phillip Brendler (73.), 0:3 Juri Neumann (83.), 0:4 Ivo Klinger (86.)

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