Bitter! Falken-Oberligakonkurrent Timmendorf meldet nicht

6. Juni 2018 von
Die "Strandjungs" werden nicht mehr in der Oberliga auf Puckjagd gehen. Foto: imago/objectivo
Timmendorf/Goslar. Erst kürzlich sprach regionalSport.de mit Harzer Falken-Manager Devid Wilde über die finanziellen Schwierigkeiten in der Oberliga. Fast zeitgleich vermeldeten verschiedene Medien, dass Liga-Konkurrent EHC Timmendorfer Strand keine Meldung für die kommende Spielzeit in Deutschlands dritthöchster Eishockey-Spielklasse abgegeben hat.

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Insolvenz droht

Es steht schlecht um das Team von der Ostsee. Erst vor zwei Wochen trat der 1. Vorsitzende Dennis Sauerbrei von seinem Amt zurück. Nun ist der Verein damit beschäftigt, die finanzielle Schieflage, in die man geraten ist, aufzuarbeiten. Fakt ist jetzt schon: Für die Teilnahme am Oberliga-Betrieb reicht es nicht. Gegenüber regionalSport.de bestätigte der Timmendorfer Pressesprecher Marcel Garbusinski den Rückzug und sagte im Hinblick auf die nahe Zukunft: „Unser Ziel es, in der Regionalliga zu melden.“ Dabei droht dem Klub aus dem Norden sogar das komplette Aus. „Das Thema Insolvenz ist leider auch noch nicht vom Tisch. Es finden seit Mitte letzter Woche Gespräche mit den Gläubigern und den Steuerbratern statt, um eine Einigung zu finden“, sagte Garbusinski. Neben Überwindung der finanziellen Hürden gilt es nun auch, mit wenig Mitteln eine schlagkräftige Truppe für die Regionalliga zusammen zu stellen.

„Persönlich traurig!“

„Ich bin persönlich traurig! Wenn man sich für diesen Sport engagiert, dann ist man auch mit Leidenschaft dabei und es tut mir sehr leid für unsere Freunde aus Timmendorf. Ich drücke die Daumen, dass es weiter geht. Es gibt ohnehin schon so wenig Standorte und wenn dann bei einer möglichen Insolvenz noch einer wegbricht – besonders im Norden – ist das eine unschöne Entwicklung. Dabei muss man auch sehen, dass dann die Jugendarbeit ins Wackeln geraten kann – und das betrifft dann die ganze Liga, denn der Nachwuchs beginnt seine Karriere ja nicht gleich in einem Top-Team“, kommentierte Wilde die Situation. Auch an den Falken geht dies in mehrfacher Hinsicht nicht spurlos vorbei: „Für uns spielt das auch aus sportlicher Sicht eine Rolle, denn damit fehlt ein Konkurrent, den wir hinter uns lassen wollten. Davon abgesehen, haben wir dann zwei Heimspiele weniger, da muss man neu kalkulieren!“

 

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