Buonocore tritt zurück! – Lupo übernimmt die Rote Laterne

24. September 2018 von
Giampiero Buonocore tritt nach der 0:1-Niederlage in Oldenburg als Trainer von Lupo Martini zurück. Foto: Vollmer/Archiv
Oldenburg/Wolfsburg. Lupo Martini verliert im Kellerduell der Regionalliga Nord beim VfL Oldenburg durch ein Tor in der Nachspielzeit. Conrad Azong erzielte den Treffer des Tages. Die Wolfsburger übernehmen dadurch den letzten Platz von den Oldenburgern. Giampiero Buonocore zieht aus der sportlichen Situation Konsequenzen und tritt zurück.

„Gurkentor“ entscheidet das Spiel

„Es war wieder das gleiche Thema“, ärgerte sich Giampiero Buonocore. „Wir waren spielerisch besser als der Gegner. Oldenburg hat gar nichts für das Spiel gemacht. Sie haben nur lange Bälle gespielt und auf den zweiten Ball gehofft. Hinten haben sie dicht gemacht, standen immer mit acht Feldspielern hinter dem Ball. Dass sie dann für so ein Grottenspiel mit so einem Gurkentor belohnt werden, ist typisch für unsere Phase gerade. Wir investieren viel, machen spielerisch viel richtig, aber die Durchschlagskraft vorne fehlt.“ Der VfL Oldenburg spielte in der Nachspielzeit einen langen Ball in den Strafraum, Lupo-Keeper Marius Sauss kann den Ball nicht festhalten und aus dem anschließenden Gewusel springt die Kugel von Conrad Azongs Schienbein ins Tor. Nach der 0:1-Niederlage steht Lupo auf dem letzten Platz und hat drei Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

„Hinterlasse gesunde Mannschaft“

„Ich habe mein Amt nach dem Spiel niedergelegt, für einen Veränderung, einen Schub. Ein Trainerwechsel tut oft gut. Ich glaube der Mannschaft und dem Verein tut das gut.“ Buonocore wollte und konnte so nicht weitermachen: „Wir haben zwar viele Komplimente bekommen, aber die Ergebnisse stimmten einfach nicht. Ich habe mir da schon länger Gedanken gemacht.“ Dem neuen Trainer, dem Verein und der Mannschaft traut er die Wende zu: „Ich hinterlasse etwas gesundes – spielerisch, körperlich und mental. Die Mannschaft lebt. Gegen den Ball weiß die Mannschaft, was zu tun ist – mit dem Ball eigentlich auch. Die Durchschlagskraft und das Quäntchen Glück haben einfach gefehlt. Die Spiele waren alle knapp. Die wurden durch kurze Episoden in den Spielen immer entschieden – und zwar gegen uns.“

Der 34-jährige macht klar, dass es für ihn auch nicht einfach ist: „Ich bin fußballerisch bei Lupo aufgewachsen mit vier, fünf Jahren. Dann bin ich mit 13 Jahren ausgewandert und habe in Italien zweite und dritte Liga gespielt. Nach der zweiten oder dritten Verletzung wollte ich zurück und etwas zurückgeben. Obwohl ich sportinvalide war, habe ich noch den Aufstieg in die Oberliga und die Oberliga mitgemacht.“ Auch als A-Jugend-Trainer und Coach der zweiten Mannschaft war Buonocore erfolgreich. Im letzten Jahr führte er die erste Mannschaft nach einem katastrophalen Start in der Oberliga, damals noch unter Detlev Dammeier, wieder ganz nach oben und schaffte noch den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga. „Ich habe immer 100% gegeben und auch das maximale erreicht.“

Wie es für ihn selbst weitergeht, weiß der junge und ambitionierte Trainer schon relativ genau: „Ich werde erstmal meine Trainerscheine machen. Ich hätte sowieso nur bis zum Sommer trainieren können. Ich will mir andere Eindrücke von anderen Trainern holen. Nur so kann man sich verbessern. Ich habe auch Ziele. Und ich wäre in meiner Entwicklung bei Lupo auch stehen geblieben, um ehrlich zu sein. Es kommt alles zusammen.“ 

Zahlen & Fakten

Lupo Martini: Sauss, Ademeit (C), Chamorro (64. Hallmann), Jungk, Neuwirt, Kara, Bremer (73. Rizzo), Tuccio (35. Henze), Richter, Böhm, Kohn Trainer: Giampiero Buonocore

Tor: 1:0 Conrad Azong (90.+1)

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