Comebacker Nico Granatowski am Ende der Leidenszeit

19. Oktober 2016
Nach Vereltzungspause wieder am Ball: Nico Granatowski. Foto: Renner

Braunschweig/Lotte. Der Braunschweiger Fußballer Nico Granatowski schoss die Sportfreunde Lotte in die 3. Liga. Doch bisher konnte der Mittelfeldspieler seinem Team nicht helfen. Eine Verletzung warf ihn zurück. Bis jetzt. von Gian Luca Renner


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„Noch stärker zurückkommen“

Nach einem torlosen Remis im Hinspiel wurde die Aufstiegsentscheidung zwischen dem SV Waldhof Manneheim und den SF Lotte auf den 29. Mai vertagt. Es läuft die 24. Minute in diesem Relegationsrückspiel. „Und Platz für Granatowski. Granatowski der sitzt! 0:1!“, schrie der Kommentator des SWR in sein Mikrofon. Zwei Minuten später besorgte Bernd Rosinger das 0:2 – es bedeutete den späteren Endstand und den Aufstieg für Lotte. Aufstiegsheld Nico Granatwoski wurde in der Folge nicht gerade vom Glück verfolgt. Nach der relativ kurzen Sommerpause stiegen die Kicker der Sportfreunde schon Ende Juni wieder ins Training ein. Eine Woche später verletzte sich ‚Grana‘ im Zweikampf.

Mit bandagiertem rechten Fuß fuhr der dribbelstarke Mittelfeldmann ins Krankenhaus. Die Diagnose einige Stunden später war niederschmetternd: Knöchelbruch, Operation und vier Monate Pause. „Ich habe damit nicht gerechnet“, gibt Nico zu. Er habe aber sofort gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung sei, da er einen starken Schmerz verpürt habe. Wer den 25-Jährigen kennt weiß, dass Nico Granatowski auf und neben dem Platz ein Kämpfer ist. Schon ein Kreuzbandriss und der Bruch des Schulterblattes warfen den gebürtigen Braunschweiger in seiner Zeit in Wolfsburg nicht aus der Bahn. „Meine Familie, Freunde und Mannschaftskameraden haben mir viel Mut zugesprochen. Ich bin einfach ein Typ, der sich nicht hängen lässt und noch stärker zurückkommen will“, sagt der sympathische Offensivspieler.

Aufstiegsheld: Granatwoski mit dem 1:0 in Mannheim. Foto: Renner

Aufstiegsheld: Granatowski mit dem 1:0 in Mannheim. Foto: Renner

Highlight im DFB Pokal

Nach nun etwas mehr als dreimonatiger Leidenszeit stand Nico Granatowski vor zwei Wochen erstmals wieder auf dem Platz und feierte sein Comeback. Im Verbandspokal wurde der Mann mit der Rückennummer 17 in Minute 70 eingewechselt. Dort sah man schon: Grana ist auf dem Weg der Besserung und will seinen Blau-Weißen aus Lotte möglichst schnell auch im Ligabetrieb wieder zur Verfügung stehen. Da rangieren die Aufsteiger nach einem starken Saisonstart (18 Punkte aus elf Spielen!) auf Platz vier. „Der starke Saisonstart war nicht zu erwarten, aber umso schöner, dass wir in der Liga sofort zeigen konnten, dass wir eine starke Mannschaft sind“. Einen Grund für den überraschenden Erfolg der Lotter hat Granatowski bereits gefunden: „Wir haben einfach einen super Zusammenhalt und es zeigt sich auch jetzt in der dritten Liga, dass wir dadurch mit jeder Mannsschaft mithalten können“. Am Samstag empfängt die Elf von Trainer Ismail Atalan Preußen Münster zum Derby.

Das vorläufige Highlight am Autobahnkreuz Lotte folgt dann am Dienstag, wenn die Blau-Weißen im DFB Pokal den Bundesligisten Bayer 04 Levernkusen zu Gast haben. Und was rechnet sich Granatowski da aus? „Was möglich ist, hat man in der ersten Runde gesehen. Allerdings denke ich, Leverkusen ist noch mal eine Nummer stärker“. Schon im Vorjahr zog der VfL das Los „Werkself“, unterlag damals etwas unglücklich mit 0:3. „Sie kennen uns aus dem letzten Jahr“, bestätigt Granatowski. Doch ist verstecken nicht seine Art. Das passt super zu seinem Verein. Der warf in Zum Pokalauftakt den SV Werder Bremen furios 2:1 aus dem Wettbewerb und sorgte damit bundesweit für Gesprächsthemen.  „Wir wollen unsere Chance nutzen, um zu gewinnen. Im Pokal ist in einem Spiel alles möglich“, zeigt sich Granatowski kämpferisch. Am Liebsten würde er seinen Anteil dazu auf dem Rasen beitragen. Zu wünschen sei es ihm.

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