Der vorzeitige Saison-Abbruch kommt die DEL teuer zu stehen..
Der vorzeitige Saison-Abbruch kommt die DEL teuer zu stehen.. Foto: Agentur/Hübner
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01.04.2020

Coronakrise: Die Sorgen im deutschen Eishockey wachsen

von Frank Vollmer


Köln/Wolfsburg. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hatte wegen der Coronakrise ihre Saison noch vor den Play-offs abgebrochen (wir berichteten). Gut drei Wochen später wachsen die Sorgen um die Zukunft bei der Liga.

Gut 20 Millionen Euro Umsatzverluste bedeutet der vorzeitige Abbruch allein für die Clubs der DEL, die seinerzeit als erstes einen Fingerzeig für die restliche Sportwelt getätigt hat. Mittlerweile sind die DEL-Clubs längst in die Kurzarbeit gegangen. Hinzu kommt, dass für die neue Saison noch viele Fragen ungeklärt sind und wie in anderen Sportarten derzeit nicht geklärt werden können.

Auch ein neuer Hauptsponsor ist noch nicht gefunden. Wenn die Zusammenarbeit mit Covestro im Sommer endet, steht die enorm auf Sponsoring angewiesene Liga derzeit noch ohne Nachfolger da. „Wir haben noch ein paar Verhandlungen. Aber es kann sich jeder denken, dass die teilweise auf Eis gelegt sind. Jeder hat jetzt auch andere Probleme, das ist nicht hilfreich“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID.

Ohne Spiele keine Einnahmen. „Was keiner absehen kann, ist die Frage, wie lange es dauert und wie es sich auf die kommende Saison auswirkt“, so Tripcke und: „Wir müssen jetzt zunächst sehen, dass wir die aktuelle Situation und durch die Krise entstehenden Liquiditätsprobleme lösen. Sei es durch Stundung, sei es für den einen oder anderen Mitarbeiter durch Kurzarbeitergeld.“

Am Lizenzprüfungsbeginn und Abgabetermin am 24. Mai will die Liga dennoch erst einmal festhalten. Dann sollen die Möglichkeiten neu geprüft werden.



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