Kein Drittliga-Fußball vor dem 30. April 2020.
Kein Drittliga-Fußball vor dem 30. April 2020. Foto: Frank Vollmer
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17.03.2020

Coronavirus: 3. Liga setzt aus bis 30. April 2020

von Frank Vollmer


Frankfurt/Braunschweig. Bis in den späten Montagabend saß das Gremium bei der Managertagung des DFB zusammen. Am Ende fiel die Entscheidung: Der komplette April wird wegen des Coronavirus ohne die 3. Liga auskommen müssen.

Am Dienstag tagt die UEFA


Die Vertreter der 20 Drittliga-Klubs kamen im Rahmen ihrer außerordentlichen Managertagung zu dem vorläufigen Ergebnis, den Spielbetrieb zunächst bis zum 30. Aprill 2020 auszusetzen. Dieser festgelegte Zeitraum orientiert sich vor allem an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.

In der Sitzung, die per Videokonferenz durchgeführt wurde waren auch DFB-Vizepräsident Peter Frymuth, Generalsekretär Friedrich Curtius, Schatzmeister Stephan Osnabrügge sowie als medizinischer Experte Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. med. Tim Meyer vertreten.

Der Entscheidung, die Saison weiter auszusetzen, waren intensive Diskussionen unter den Drittligisten zum grundsätzlichen Vorgehen in der Corona-Krise vorausgegangen. Ziel der Drittligisten bleibt es, die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortzusetzen und sportlich zu Ende zu spielen – sofern dies aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist.

Wie es über den 30. April hinaus weiter geht ist auch abhängig von der Entscheidung der UEFA, die am Dienstag tagt. Mit Blick auf die sich ständig ändernde Faktenlage wird sich der DFB mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in den nächsten Wochen weiterhin eng abstimmen und alle denkbaren Szenarien für die aktuelle Saison einer genauen Prüfung unterziehen.

"Ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können.“


„An erster Stelle stehen Gesundheit und Solidarität“, sagte DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, Peter Frymuth. „Zur effektiven Bekämpfung des Coronavirus‘ und Bewältigung der Krise haben wir alle unseren Beitrag zu leisten und die zuständigen Behörden bestmöglich zu unterstützen. Auf uns warten gewaltige Herausforderungen – in der Gesellschaft, im organisierten Sport, in der 3. Liga. Dessen sind wir uns bewusst. Auch während der Sitzung haben uns die aktuellen Ereignisse im Land mit neuen Verfügungen immer wieder überholt. Für die 3. Liga ist die heutige Entscheidung ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können.“

„Die Tragweite der aktuellen Krise ist immer noch nicht in vollem Ausmaß abzusehen. Unter Abwägung aller Aspekte und Interessen sind Verantwortung und Vernunft für uns die obersten Gebote. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Ausschuss die heutige Entscheidung, die in Absprache mit den Klubs getroffen worden ist. Wir brauchen untereinander die größtmögliche Solidarität. Wir müssen uns intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen, wie der gesamte deutsche Profifußball und seine Vereine die Corona-Krise bewältigen können“, so Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusss 3. Liga.


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