Das war 2017: Das Wolfpack und die Riesenüberraschung

21. Dezember 2017 von
Theresa Simon überzeugte mit 14 Punkten und drei Dreiern. Foto: Maschauer

Wolfenbüttel. Was eine Woche zuvor noch unerreichbar schien, war plötzliche Realität: Das Wolfpack Wolfenbüttel drehte Anfang April die Halbfinalserie gegen die Girolive Panthers Osnabrück zu seinen Gunsten und zog mit einem 75:69-Erfolg im entscheidenden Spiel in das Finale der 2. DBBL ein. In einer umkämpften Partie bewiesen die „Wölfinnen“ erneut ihren Teamgeist und überflügelten die individuelle Klasse der Gäste. Topscorerin wurde Alysha Womack mit 21 Punkten.


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Kampf ist Trumpf

„Ehrlich gesagt habe ich nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch ins Finale einziehen“, gesteht Wolfpack-Coach Pierre Hohn ganz offen, „deshalb bin ich umso stolzer, dass wir das geschafft haben.“ Insbesondere vor dem Hintergrund der vielen Nackenschläge in den letzten Wochen ist dieses Comeback nicht hoch genug einzuschätzen und spricht für die tolle Moral der Wolfenbüttelerinnen.

In einem lange Zeit engen Spiel war es das Wolfpack, das sich im dritten Viertel als erstes Team deutlicher absetzen konnte, den Vorsprung zum Start des Schlussabschnitts aber wieder hergegeben hatte. Im letzten Viertel entschieden die „Wölfinnen“ das Spiel mit großem Willen final für sich. „Der Unterschied zur Vorwoche war, dass Osnabrück sich sehr kämpferisch gezeigt hat. Sie haben viele verschiedene Arten von Verteidigung gespielt, unter anderem viel gepresst. Das hat uns Probleme im Ballvortrag bereitet. Im Setplay haben wir dann aber gut agiert“, analysiert Hohn.

Rebounding öffnet Tür zum Finale

Als Erfolgsfaktor hatte der Coach vor dem Spiel erneut das Rebounding ausgemacht, das bereits in Osnabrück ein Schlüssel war. „Ich habe den Spielerinnen in der Kabine nochmal gesagt, dass das Rebound heute das ganz große Ding sein wird“, so Pierre Hohn. Allen voran Alli Gloyd zeigte sich in diesem Bereich herausragend – sie pflückte 17 Rebounds. „Unsere Profis haben heute alle abgeliefert. Dass Theresa Simon heute endlich wieder abgerufen hat, was sie kann, war wichtig für das Team und freut mich sehr“, hebt der Trainer die 14-Punkte-Vorstellung der Flügelspielerin hervor.

Könnte er sich einen Finalgegner aussuchen würde sich Hohn die Neuss Tigers wünschen, die am Sonntag gegen die BG 74 Veilchen Ladies den zweiten Finalisten ausspielen. Bevor das Duell um den Aufstieg Thema ist, werden Coach und Spielerinnen erst einmal den Moment genießen: „Wir werden heute auf jeden Fall feiern, das haben sich die Mädels verdient“, sagt Pierre Hohn.

Zahlen & Fakten

Viertelübersicht: 12:15, 25:20, 16:16, 22:18

Wolfpack Wolfenbüttel: Womack 21, Gloyd 15, Simon 14, Piibur 13, Behrendt 6, N. Rosemeyer 6, L. Rosemeyer, Draganova, vom Hofe.
Trainer: Pierre Hohn

Girolive Panthers Osnabrück: Gustafsson 15, Amukamara 12, Tews 10, Milosev 9, T. Dölle 8, Bryant 6, Strozyk 6, Knopp 3, Wegner.
Trainer: Mario Zurkowski

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