Debatte um Förderung der Tennissport-Anlage in Halchter

29. November 2017
Ist Tennis kein Sport mehr, der gefördert werden muss? Symbolfoto: Pixabay
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Wolfenbüttel. Die Verwaltung will die Instandsetzung der zukünftig gemeinsam vom MTV Wolfenbüttel und SV Halchter genutzten Tennissport-Anlage in Halchter mit einer einmaligen finanziellen Unterstützung in Höhe von maximal 7.000 Euro fördern. Doch im Sportausschuss am gestrigen Montag kamen Zweifel auf, und die Entscheidung wurde teilweise vertagt. Von Alexander Dontscheff.


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Im Rahmen des Neubaus der Sportanlage Meesche verschwinden sieben von 14 Tennisplätzen des MTV Wolfenbüttel. Daher will man mit dem SV Halchter kooperieren, dessen Tennisabteilung nur noch 28 aktive Mitglieder hat. Allerdings müsste dafür der Sanitärbereich innerhalb des Tennisheims saniert (etwa 5.000 Euro) und einer von drei Plätzen, der seit langem nicht mehr genutzt wird, wieder für den Spielbetrieb hergerichtet werden (etwa 2.000 Euro).

„Der Bedarf des MTV Wolfenbüttel an zusätzlichen Platzkapazitäten wäre durch eine langfristige Kooperation der beiden Tennisabteilungen mit einer vertraglich geregelten Mindestlaufzeit von fünf Jahren zu lösen. Dadurch wird eine zielführende Kooperation zwischen beiden Vereinen erreicht, die gemäß der Richtlinien zur Förderung des Sports in der Stadt Wolfenbüttel unterstützungswürdig und entsprechend förderfähig ist“, heißt es im Antrag.

Vorhandene Platzkapazität ausreichend?

Dem hielt FDP-Ratsherr Rudolf Ordon entgegen, dass es bereits seit Ende der 80er Jahre eine andere Richtlinie gebe, dass neue Tennisanlagen nicht mehr gefördert würden. Er sehe auch hier keine Notwendigkeit. Auch CDU-Ratsherr Winfried Pink teilte die Auffassung, dass die Anzahl der vorhandenen Plätze absolut ausreichend sei.

Allerdings legte er der Berechnung die im Antrag genannte Zahl von 220 gemeldeten Mitgliedern der Tennisabteilung des MTV zu Grunde. Diese stimme nicht, warf MTV-Vorsitzender Klaus Dünwald ein, der der Sitzung als Zuschauer beiwohnte und vom Ausschuss die Erlaubnis bekam sich zu äußern. „Wir haben 400 Tennisspieler. Ohne die Plätze in Halchter bekommen wir es nicht hin“, so Dünwald. Die Abweichung komme daher, dass nicht alle Tennisspieler in der Tennisabteilung gemeldet sind, sondern in anderen Bereichen.

Entscheidung teilweise vertagt

Daher einigte sich der Ausschuss darauf, dass die Verwaltung den Antrag überarbeiten und die tatsächliche Zahl der Nutzer ermitteln soll. Erst dann will man über die Wiederherstellung des dritten Tennisplatzes in Halchter entscheiden. Der Sanierung des Sanitärbereichs wurde dagegen zugestimmt, damit die Arbeiten im Winter beginnen können. Die letzte Entscheidung hat der Verwaltungsausschuss im Dezember.

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