Dennis Schröder und die Thunder: Zurück in der Spur

7. November 2018 von
Dennis Schröder (re.) verteidigt hier Clippers-Flügel Shai Gilgeous-Alexander. Foto: imago/Icon SMI
Oklahoma City/Braunschweig. Der Saisonstart in die NBA für die Oklahoma City Thunder ginggründlich in die Hose (Bilanz: 0-4), nur wenige Tage und fünf Siege in Serie später hat sich die Lage für das Team aus dem Mittleren Westen der USA deutlich zum Besseren gewendet. Ein Faktor für diese Entwicklung ist auch Dennis Schröder, der spätestens nach dem Erfolg über New Orleans (122:116) angekommen scheint bei den Thunder und in seiner neuen Rolle.

Schröder zeigt Leader-Qualitäten

„Sie haben einen fähigen Kerl. Schröder hat meiner Meinung nach toll gespielt. Er war ein Starter in dieser Liga, das ist also kein Rolle, die er nicht schon kennen würde“, lobte Pelicans-Headcoach Alvin Gentry den Point Guard der gegnerischen Mannschaft, der am Montagabend in Oklahoma City unterlegen. Dieser „Kerl“, dessen Rolle Gentry herausstellte, ist Dennis Schröder, der im Sommer von Atlanta nach Oklahoma City zog, um nach zwei tristen Jahren wieder in einer Spitzenmannschaft zu spielen.

Sein Platz im neuen Team war vorgezeichnet: „DS17“ sollte den Back-Up für Russell Westbrook geben, der als Art „Ein-Mann-Dampfwalze“ durch die Zonen der NBA zieht, für seinen kraftraubenden Spielstil aber wichtige Verschnaufpausen benötigt. Dass Schröder ihm diese geben kann, zeigte gegen die New Orleans Pelicans in eindrucksvoller Manier. Westbrook war im dritten Viertel beim Versuch einen Rebound zu greifen, unglücklich auf dem Fuß von Pelicans-Big Man Anthony Davis gelandet und umgeknickt (Thunder gaben mittlerweile Entwarnung). 

Somit war die Zeit von Schröder gekommen, sich in der neuen Rolle zu beweisen. Bei verbleibenden 4:25 Minuten auf der Uhr im dritten Viertel übernahm der Braunschweiger für „RW0“ und scorte bis zur Schlusssirene überragende 16 Punkte. Nicht nur das, er erhielt auch die Geschwindigkeit, die Westbrook den Thunder einverleibt, am Leben und hielt den Vorsprung seiner Farben aufrecht, als Co-Star Paul George strauchelte. „Ich denke, das hat uns nur noch mehr motiviert“, erklärte Schröder zu Westbrooks Verletzung: „Als er zu Boden ging, waren wir kurz geschockt. Aber Coach hat uns gepusht und wir sind stärker zurückgekommen.“ 22 Punkte in nur 24 Spielminuten sind am Ende die bisherige Saisonbestleistung, die „The Golden Patch“ mit einer starken Feldwurfquote (9/16) erzielte und seinem Team den fünften Erfolg in Folge schenkte. Auch im Gastspiel bei den Cleveland Cavaliers heute Nacht dürfte der Deutsche Westbrook ersetzen und zeigen wollen, dass seine Vorstellung in Sachen Leadership keine Eintagsfliege war.

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