Deutliche Worte: Schubert verurteilt Farce-Sperre für Becker

26. April 2019 von
André Schubert - hier während des Spiels im Disput mit Münchens Sascha Moelders - fand am Donnerstag deutliche Worte für die Entscheidung des DFB-Sportgerichts. Foto: Agentur Hübner
Braunschweig. Eintracht Braunschweigs Trainer André Schubert fand am Donnerstag klare und deutliche Worte für die vom DFB-Sportgericht gegen Tim Robin Becker ausgesprochene Sperre von 5 Wochen.

„Es macht mich betroffen“

Auch, wenn man sich seitens Eintracht Braunschweig erst einmal nicht weiter zu dem laufenden Prozess äußern will, fand André Schubert in der Spieltags-PK am Freitagmittag deutliche Worte für das vom DFB-Sportgericht verordnete Saison-Aus seines Defensivspielers: „Die Entscheidung ist für uns alle schwer nachvollziehbar. Wir als Verein und als Mannschaft verurteilen jede Form von Rassismus“, so Schubert, der sich verbal demonstrativ vor Becker stellte: „Robin ist in jeglicher Form ein vorbildlicher Spieler. Es macht mich betroffen, wie versucht wird, einen solchen Spieler öffentlich zu beschädigen.“

Auch verurteilte Schubert die fatale Botschaft, die mit diesem Urteil einhergeht: „Es macht mich sprachlos, wie das ‚Spucken‘ durch solche Behauptungen dann relativiert werden soll.“ Gemeint war die Spuckattacke von Münchens Efkan Berkiroglu, der im Nachgang der Partie für drei Spiele gesperrt worden war.

Die Vorwürfe gegen Robin Becker kommen für Schubert aus dem sprichwörtlichen Nichts: „Es war nach dem Spiel nicht einmal Thema, dass solche Äußerungen gefallen sind. Es gibt dafür keinen Hinweis, keine Indizien – es wird einfach einer Aussage Glauben geschenkt.“ Es dürfe laut Schubert nicht passieren, dass Dinge verdreht werden und Unschuldige beschädigt werden. „Am schlimmsten ist es für den Spieler selbst.“

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