DFB-Pokaltraum geplatzt: Löwinnen scheitern an Sarah Grünheid

3. August 2019 von
Enge Kiste: Juliane Höfler mit der super Grätsche. Fotos: Frank Vollmer
Braunschweig. Der Traum vom DFB-Pokal, er ist für die Frauen von Eintracht Braunschweig schon nach der ersten Runde ausgeträumt. Die Mannschaft von Trainerin Katja Wittfoth unterlag am Samstagnachmittag vor einer Traumkulisse von 540 Zuschauern Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 1:3(0:1). DSC-"Tormaschine“ Sarah Grünheid erzielte dabei alle drei Tore für die Gäste. Juliane Höfler mit dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer.

Spiel auf Augenhöhe

Phasenweise hatten sich die Braunschweigerinnen dank einer guten Mannschaftsleistung wieder herangekämpft und hielten den Traum am Leben. Doch da war noch die Tormaschine von der Alm: Sarah Grünheid war in der Nachspielzeit nicht zu stoppen. 

Schon bevor die Wittfoth-Elf in der 13. Spielminute durch einen Distanzschuss von Grünheid ins Hintertreffen geraten war, vergab sie einige gute Ansätze. Kurz vor dem Gegentreffer hatte Lyn Meyer den Ball im Zusammenspiel mit Victoria Wiedermann knapp über das Tor geschaufelt. Meyer war es auch, die nach einer halben Stunde den Ball an DSC-Torfrau Vivian Brandt vorbeispitzelte – leider auch am Tor.

Vor den Augen von Eintracht-Cheftrainer Christian Flüthmann und seinem Trainerteam rettete Pia Diestelmann ihr Team gerade noch so vor dem 0:2. Auch Torfrau Lina Brederick musste mehrmals Kopf und Kragen riskieren. Die Gäste waren nicht wirklich besser, agierten jedoch ziestrebiger. Eintracht Braunschweig war auch ein bisschen im Pech: Kurz vor der Pause segelte eine Bogenlampe von Caroline Helmerding nur knapp am Bielefelder Kasten vorbei (42.).

Nach etwas mehr als einer Stunde fiel Lyn Meyer im 16er der Bielefelderinnen. Franziska Unzeitig trat zum Strafstoß an und hämmerte die Kugel über das Tor (64.). Keine vier Minuten später verfehlte Helmerding nach einer Flanke von Kaufmann den Torerfolg. Braunschweig war nun richtig gut im Spiel, musste jedoch bis in die 80. Spielminute auf den Ausgleich drängen. Juliane Höfler grätschte dabei eine Ecke ins Tor. 

Das Pokalspiel blieb bis in die Schlusssekunden hart umkäpft und super eng. Das hatte deutlich sichtbar Kräfte gekostet: In der Nachspielzeit schockte die agile Sarah Grünheid die Löwinnen eiskalt mit einem Doppelschlag und entschied so das Spiel praktisch im Alleingang.

„Die Mannschaft hat sich überragend verkauft und wir haben den Gegner ziemlich überrascht. Ich denke nicht, dass Bielefeld so ein Spiel erwartet hat“, lobte Co-Trainerin Kristina Gluth nach Spielende und haderte: „Mit ein bisschen Glück kannst du dieses Spiel gewinnen. Großes Lob an das Team hinter dem Team für die tolle Orga an diesem besonderen Tag. Und schön zu sehen wie viele Teams aus der Region uns bei diesem Spiel von draußen unterstützt haben!“, so Guth.

 

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: sport@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-19
Anzeigen