Die Relegation weht nach: Erster Böllerwurf-Chaot verurteilt

27. Februar 2019 von
Ein Ordner wurde damals in Mitleidenschaft gezogen. Hier steht ein Urteil noch aus. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig. Auch beinahe zwei Jahre später wirkt die Relegation zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg noch nach – nicht nur sportlich! Das Amtsgericht Braunschweig verurteilte nun einen Mann, der sich an den Böllerwurfen in der Südkurve beteiligt hatte.

Es war ein Tiefpunkt, an den sich kein Eintracht-Fan gerne zurück erinnert: Das Relegations-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg im Mai 2017. Mit einem Bein schon in der Bundesliga, erlebte Eintracht Braunschweig danach einen nie dagewesenen Absturz bis in die Niederungen der 3. Liga, wo das Team aktuell wieder etwas Stabilität gefunden hat.

Ein wesentlicher Anteil an der 0:1-Pleite in dem damaligen Spiel wird auch heute noch vereinzelten Böllerwerfern nach der Halbzeitpause zugesprochen, die mit ihrem gefährlichen Unsinn sogar einen Ordner vor der Südkurve in Mitleidenschaft gezogen hatten. Im Nachgang der Relegation wurde nach drei Männern gefahndet, die dringend unter Tatverdacht standen. Die Tatverdächtigen wurden mit Hilfe der Videoaufzeichnungen im Eintracht-Stadion und weiteren Ermittlungen identifiziert. 

Das Amtsgericht Braunschweig verurteilte nun einen der drei Fußball-Anhänger offiziell wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz zu drei Monaten Freiheitsstrafe, die auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt wurden. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der 54 Jahre alte Mann bei dem besagten Relegationsspiel am 29. Mai 2017 im Eintracht-Stadion einen Knallkörper gezündet hatte. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass der Böller niemanden verletzt habe – auch der Ordner kam „nur“ mit einem Knalltrauma davon. In diesem Zusammenhang muss ich in Kürze der zweite Mann vor dem Amtsgericht Helmstedt verantworten.

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