Diese Ex-Löwen wissen, warum die Eintracht die Klasse hält!

15. Mai 2019
Wir haben bei ehemaligen Löwen nachgefragt, warum Eintracht Braunschweig am Samstag die Klasse hält. Fotos: Agentur Hübner/Vollner
Braunschweig. Obwohl ihre letzten Einsätze für Eintracht Braunschweig schon Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – zurückliegen, haben sie ihre Zeit bei den Löwen nicht vergessen und drücken am Samstag (13.30) gegen Cottbus fest die Daumen. Gegenüber regionalsport.de erklärten Ehemalige, warum Eintracht den Klassenerhalt schaffen wird. Ein motivierender Beitrag von Henrik Stadnischenko.

Eintracht Braunschweig hält die Klasse weil . . .

„Die überragenden Fans werden die Jungs am Samstag nach vorne peitschen, damit mindestens ein Punkt erzielt wird!“ Jan Schanda ist zuversichtlich.

„Eintracht schafft den Klassenerhalt, weil sie von den Fans zum Sieg getragen werden. Mental stärker sein werden als der Gegner. Einen absoluten Fachmann als Trainer haben, der bereits jetzt schon ein Wunder vollbracht hat und wir mit Marc Pfitzner den Chuck Norris unter den Fußballspielern im Team haben!“ Fait-Florian Banser ist positiv gestimmt.

 „Weil die Fans der Mannschaft den Rücken stärken werden. Die Mannschaft hat es sich mit ihrem Auftreten, seit der Rückrunde, verdient in der 3.Liga zu bleiben und weil Eintracht mehr Willen zeigen wird als Cottbus, um das Spiel zu gewinnen.“ Jürgen Rische ist vom Klassenerhalt überzeugt.

„Die Eintracht schafft den Klassenerhalt, weil André und das Team, trotz der vielen Nackenschläge in der Hinrunde und im Umfeld, den Glauben nicht verloren haben, es trotzdem zu schaffen. Die Eintracht-Fans waren in diesen sehr schwierigen Phasen immer da, zwar oft verzweifelt, aber sie haben die Mannschaft immer mit sehr viel Herzblut unterstützt. Löwen geben nicht auf und deshalb bleiben Sie in der 3. Liga.“ Ex-Löwe Michél Dinzey – neuer Nationaltrainer von Antigua und Barbuda – schickt Erfolgswünsche

“In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass Cottbus und Braunschweig drin bleiben. Nichtsdestotrotz wird es ein spannendes Spiel. Ich würde sogar sagen ein Nervenspiel und die Mannschaft mit dem kühleren Kopf wird gewinnen.“ Für Willi Kronhardt ist die Konstellation keine einfache, schließlich genießt er, bei den Fans, sowohl in Braunschweig als auch bei Energie Cottbus einen guten Ruf.

Publikumsliebling Daniel Graf (li.) 2007 beim Abschied zusammen mit Torsten Lieberknecht, Jürgen Rische und Alexander Kunze. Foto: imago/Hübner

„Im Ruhrpott würde man jetzt sagen, Helm auf, Augen zu und durch. In Cottbus hat die Aufholjagd begonnen und gegen Cottbus wird sie erfolgreich beendet, da bin ich mir sicher. Die Spieler haben, über Wochen, für dieses Endspiel gekämpft und werden es sicherlich nicht mehr aus der Hand geben.“ Einer, der sich mit Endspielen auskennt ist Aufstiegstrainer Michael Krüger.

„Unsere Eintracht gehört in den Profifußball. Jetzt heißt es noch enger zusammenrücken und dem Team den Rücken stärken. Ich drücke der Mannschaft die Daumen, sodass sie am Ende mit den tollen Fans zusammen feiern kann. Einmal Löwe immer Löwe!“ Der 2005er-Aufstiegsheld Nermin Celikovic hat „seine Eintracht“ auch weiterhin im Blick.

„Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur Hinrunde extrem verbessert und weißt auch ein größeres Selbstvertrauen auf. Ich bin mir sicher, dass sie diesen Trend ins Ziel bringen werden. Zudem sind die Fans ein entscheidender Faktor. Am Samstag wird eine Stimmung im Stadion herrschen, die die Mannschaft trägt. “ Ex-Keeper Marjan Petkovic ist ebenfalls positiv gestimmt, was das Endspiel am Samstag angeht. 

„Gerne erinnere ich mich an die schöne erfolgreiche Zeit in Braunschweig zurück. Eintracht Braunschweig ist einfach ein toller Verein mit unglaublichen Fans. Das Stadion verwandelt sich immer wieder in einen Hexenkessel und das beflügelt jeden einzelnen Spieler auf dem Platz! Ich bin mir sicher, dass man den Klassenerhalt, mit diesen einzigartigen Fans im Rücken, schafft und drücke aus der Ferne ganz fest die Daumen, dass es sehr bald wieder ganz nach oben geht, wo die Löwen hingehören.“ Marco Calamita – derzeit in der Jugend der Stuttgarter Kickers als Trainer aktiv – drückt im Schwabenland die Daumen.

Ex-Keeper Marjan Petkovic (Mitte) stieg 2013 in die Bundesliga auf. Foto: Agentur Hübner

 „Für mich ganz entscheidend, für einen Sieg im letzten Spiel, ist die Tatsache, dass die Eintracht zuhause spielt und gerade das Publikum an der Hamburger Straße immer da ist, wenn es darauf ankommt. Wichtig ist aber auch, die starke Rückrunde des BTSV, in der man zu den punktbesten Teams der Liga zählt.“ Ebenfalls im Süden Deutschlands wird der ehemalige Publikumsliebling Daniel Graf mitfiebern.

“Die Eintracht wird die Klasse halten, weil sie sich in der Rückrunde sehr stabil gezeigt haben, gute Typen auf dem Platz haben und das auch gegen Cottbus zeigen werden. Und weil die Eintracht-Fans das Stadion zu einem Hexenkessel verwandeln und für die Mannschaft mehr als nur der 12. Mann sein werden, das wird sie tragen!“ Mirko Boland drückt in Australien die Daumen.

„Ich finde, dass der Fan-Spirit einiges in der Mannschaft und im Verein bewegen kann. Es kommen und gehen Spieler, Trainer und Verantwortliche. Aber eines bleibt immer, das sind die Erinnerungen an vergangene Erfolge, gemeinsame Schlachten und schöne Momente im Stadion. Jeder, der einmal an der Hamburger Straße gearbeitet hat, weiß von welcher Energie ich spreche. Man kann sich diesen Geschichten bei Veranstaltungen gar nicht entziehen. In jüngeren Jahren (als Spieler) ist das Interesse an diesen Geschichten bei den meisten nicht ganz ausgeprägt. Oft hat man den Drang aus diesem Sog zu entfliehen und müde zu schmunzeln, wenn ein Fan über Breitner, 67, Jägermeister und Flutlichtausfall im Stadion spricht.“ Ex-Löwe Patrick Bick verdeutlicht, was den „Mythos“ Eintracht Braunschweig ausmacht.

„Richtig verärgert ist man, wenn dem Fahrzeug das Benzin ausgeht und dem Tankstellenwärter plötzlich einfällt, dass es gerade kein Treibstoff für den enttäuschend spielenden Eintracht-Spieler mehr gibt. Diese Geschichten und vieles mehr macht die Eintracht so liebenswürdig und charmant. Vergangene Erlebnisse und Erfolge, erwecken die Gier das selbe noch einmal zu erleben. Dieses Verlangen treibt die Menschen im Stadion an, ihre Emotionen und Energie auf die Mannschaft zu übertragen. Das ist der Mythos der Eintracht!“ Patrick Bick.

Mirko Boland (re.) drückt die Daumen von Australien aus. Foto: Agentur Hübner

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